Die folgenden Erinnerungen verdanken ihre Entstehung nicht einer Neigung
zum Schreiben, sondern vielfachen Bitten und Anregungen, die von außen an
mich herantraten.
Nicht ein Geschichtswerk wollte ich verfassen sondern die Eindrücke
wiedergeben, unter denen mein Leben sich vollzog, und die Richtlinien klar
legen, nach denen ich glaubte, denken und handeln zu müssen. Fern lag es
mir, eine Rechtfertigungs- oder Streitschrift zu verfassen, am fernsten
aber war mir der Gedanke an Selbstverherrlichung. Als Mensch habe ich
gedacht, gehandelt und geirrt. Maßgebend in meinem Leben und Tun war für
mich nicht der Beifall der Welt sondern die eigene Überzeugung, die
Pflicht und das Gewissen.
Inmitten der schwersten Zeit unseres Vaterlandes niedergeschrieben,
entstanden die folgenden Erinnerungsblätter doch nicht unter dem bitteren
Drucke der Hoffnungslosigkeit. Mein Blick ist und bleibt unerschütterlich
vorwärts und aufwärts gerichtet.
Ich widme das Buch dankbar allen Denen, die mit mir im Feld und in der
Heimat für des Reiches Größe und Dasein kämpften.
Im September 1919.