DAS AUSGEHENDE MITTELALTER.

_DAS SPIEL VON DEN ZEHEN JUNGFRAUEN._

[_Scherer D._ 245, _E._ 238.]

Behandelt die neutestamentliche Parabel von den klugen und

thörichten Jungfrauen; soll 1322 vor dem Landgrafen Friedrich

von Thüringen aufgeführt sein, wurde aber schon früher verfasst.

Herausgegeben von L. Bechstein (Halle 1855); Rieger in der

‘Germania’ 10, 311.

Die erste dorechte sprichet alsus:

Herre vater, hymelischer got,

thuwe es durch dinen bitteren dot,

den du liede an dem crutze frone[237],

vnde habe vnser armer juncfrauwen schone[238].

vns hat leider versumet vnser dorheit:

lass vns genyssen diner grossen barmehertzekeit

vnde Marien, der lieben muter din,

vnde lass vns zu der wirstchafft[239] hien in.

The German Classics from the Fourth to the Nineteenth Century, Vol. 1 (of 2) · 第 128 / 276 题