_SANGALLER RHETORIK._
[_Scherer D._ 61, _E._ 55.]
Bruchstück eines Jagdgedichtes aus dem Capitel ‘quid sit elocutio’
der Sangallischen Rhetorik. Herausgegeben in den Denkmälern Nr. 26.
Der heber gât in lîtun, ‖ trégit spér in sîtun:
sîn báld éllin ‖ ne lâzet ín véllin .....
Imo sínt fûoze ‖ fûodermâze,
ímo sínt púrste ‖ ébenhô fórste 10
únde zéne sîne ‖ zuuélifélnîge.
_Der Eber geht auf der Leite (dem Abhang), ‖ trägt einen Speer
in der Seite:
Seine kühne Kraft ‖ lässt ihn nicht fallen....
Er hat Füsse ‖ fudermässig (von dem Mass einer Wagenlast)
Er hat Borsten ‖ ebenso hoch wie der Wald,
Und seine Zähne sind ‖ zwölf Ellen lang._