Mánot unsih thisu fárt, ‖ thaz wír es wesen ánawart,
wir únsih ouh birúachen ‖ intí eigan lánt suachen.
Thu ni bíst es, wan ih, wís: ‖ thaz lánt thaz heizit páradis.
ih meg iz lóbon harto, ‖ ni girínnit mih thero wórto.
Thóh mir megi lídolih ‖ sprechan wórtogilíh,
ni mag ih thóh mit worte ‖ thes lóbes queman zị énte.
Ni bist es ío giloubo: ‖ sélbo thu ịz ni scówo;
ni mahtu ịz óuh noh thanne ‖ yrzellen íomanne.
Thar ist líb ana tód, ‖ líoht ana finstri,
éngilichaz kúnni, ‖ joh éwinigo wúnni.
Wir éigun iz firlázan; ‖ thaz mugun wir ío riazan
joh zen ínheimon ‖ io émmizigen wéinon. 10
Wir fúarun thanana nóti ‖ thuruh úbarmuati,
yrspúan unsih so stíllo ‖ ther unser múatwillo.
Ni wóltun wir gilós sin, ‖ harto wégen wir es scín,
nu riazen élilente ‖ in frémidemo lante;
Nu ligit uns úmbitherbi ‖ thaz unser ádalerbi,
ni níazẹn sino gúati; ‖ so duat uns úbarmuati.
Thárben wir nu, léwes, ‖ líebes filu mánages,
joh thúlten híar nu nóti ‖ bíttero ziti.
Nu birun wir mórnente ‖ mit séru hiar in lánte,
in mánagfalten wúnton ‖ bi únseren sunton;
Árabeiti mánego ‖ sint uns híar io gárawo,
ni wollen héim wison ‖ wir wenegon wéison.
Wolaga élilenti, ‖ hárto bistu hérti,
thu bist hárto filu suár, ‖ thaz ságen ih thir in álawar.
Mit árabeitin wérbent, ‖ thie héiminges thárbent;
ih haben iz fúntan in mír, ‖ ni fand ih líebes wiht in thír;
Ni fand in thír ih ander gúat ‖ suntar rózagaz muat, 10
séragaz herza ‖ joh mánagfalta smérza.
Ob uns in múat gigange, ‖ thaz unsih héim lange,
zi thémo lante in gáhe ‖ ouh jámar gifáhe:
Farames, so thíe ginoza, ‖ ouh ándara straza,
then wég, ther unsih wénte ‖ zị éiginemo lánte.
Thes selben pádes suazi ‖ suachit réine fuazi;
si thérer situ in mánne, ‖ ther tharána gange:
Thu scalt haben gúati ‖ joh mihilọ ótmuati,
in hérzen io zi nóti ‖ waro káritati;
Dua thir zi giwúrti ‖ scono fúriburti.
wis hórsam io zi gúate, ‖ ni hóri themo muate;
Ínnan thines hérzen kust ‖ ni láz thir thesa wóroltlust,
fliuh thia géginwerti: ‖ so quimit thir frúma in henti.
Húgi, wio ih tharfóra quad, ‖ thiz ist ther ánder pad;
gang thésan weg: ih sagen thir éin: ‖ er giléitit thih héim.
So thú thera héimwisti ‖ níuzist mit gilústi,
so bistu góte liober, ‖ ni intratist scádon niamer. 10
_Es mahnet uns diese Fahrt, ‖ dass wir dessen seien achtsam,
dass wir für uns auch sorgen ‖ und eigenes Land suchen.
Du bist dessen, glaub ich, nicht verständig: ‖ das Land heisst
Paradies.
Ich könnte es loben sehr, ‖ nicht fehlen mir die Worte. 20
Wenn mir könnte der Glieder jedes ‖ sprechen lauter Worte,
nicht vermag ich doch mit Worten ‖ zu Ende des Lobes zu kommen.
Nimmer glaubst du es, ‖ wenn du es selbst nicht schauest,
nicht kannst du es dann noch ‖ erzählen Jemanden.
Da ist Leben ohne Tod, ‖ Licht ohne Finsterniss,
ein englisches Geschlecht ‖ und ewige Wonne.
Wir haben es verlassen: ‖ das mögen wir immer beweinen,
und nach der Heimat ‖ immer beständig weinen.
Wir fuhren von dannen in Eile ‖ aus Übermuth:
es verlockte uns so im stillen ‖ unser Gelüsten. 30
Nicht wollten wir gehorsam sein: ‖ sehr tragen wir den Schein:
nun weinen wir Verbannte ‖ in einem fremden Lande.
Nun liegt uns unbenutzt ‖ unser Erbgut;
nicht geniessen wir seiner Güte; ‖ so thut uns der Übermuth.
Wir entbehren nun leider ‖ gar manches Erfreuliche,
und dulden hier nun aus Noth ‖ bittere Zeiten.
Nun sind wir kummervoll ‖ mit Schmerz hier im Lande
in mannigfaltigen Wunden ‖ wegen unserer Sünden. 20
Manche Drangsale ‖ sind uns hier immer bereit,
nicht wollen die Heimat suchen ‖ wir armen Waisen.
Wohlan du Fremde ! ‖ sehr bist du hart;
du bist sehr viel schwer, ‖ das sage ich dir in Wahrheit.
In Mühsal treiben sich um, ‖ die der Heimat darben.
Ich habe es gefunden bei mir: ‖ nicht fand ich etwas Erfreuliches
in dir,
Nicht fand ich in dir anderes Gut, ‖ als Stimmung zum Weinen,
Leidvolles Herz ‖ und mannigfaltigen Schmerz.
Wenn uns in den Sinn käme, ‖ dass uns nach der Heimat verlangte,
zu dem Lande in Eile ‖ auch schmerzliches Verlangen
ergriffe: 30
So fahren wir, wie die Genossen, ‖ auch eine andere Strasse,
den Weg, der uns zurückführe ‖ zum eigenen Lande.
Desselben Pfades Süsse ‖ fordert reine Füsse;
es sei diese Sitte im Menschen, ‖ der darauf wandelt:
Du sollst haben Gutheit ‖ und grossen willigen Muth (Demuth),
im Herzen immer nothwendig ‖ wahre Liebe.
Mache dir zur Freude ‖ schöne Entbehrungen.
Sei gehorsam immer zum Guten: ‖ nicht gehorche deinem Gelüste.
Innerhalb deines Herzens Trieb ‖ nicht lass dir diese Weltlust.
Flieh die Zeitlichkeit: ‖ so kommt dir Vortheil in die Hände.
Denke, wie ich da vorhin sagte: ‖ dies ist der andere Pfad;
gehe diesen Weg: ich sage dir eins: ‖ er geleitet dich heim.
Wenn du das Leben in der Heimat ‖ geniessest mit Lust,
so bist du Gott lieber, ‖ nimmer erschrickst du vor
Schaden._ 20