Ich habe endlich ein Mittel ausfindig gemacht, liebe Gräfin, das Bild,
das Sie Herrn Rothen in seine Sammlung von Gemälden versprochen
haben, ihm ohne daß es ein Mensch auf der Welt merkt für wen, zu
verschaffen. Mein Freund Herz ist in genauer Verbindung mit einem
hiesigen Maler, dieser soll, als ob ich ihn heimlich durch Herzen
hätte bestellen lassen, Sie unvermutet auf meinem Zimmer überraschen,
Sie müssen sich ein wenig erschrocken stellen, ich bitte Sie sodann
um Verzeihung und sage, weil Sie bald weg von hier zu reisen
gedächten, hätt' ich mir die Gelegenheit zunutz machen wollen, bei
Ihrem letzten Besuch wenigstens Ihr Bild auf der Stube zu behalten.
Herz hat mir alles dies selbst so angegeben, und Sie können sich auf
ihn verlassen, daß er alles so beim Maler einrichten wird, daß Sie
auf keine Weise dadurch kompromittiert werden.