Ich sehe, ich sehe, daß sich die Witwe Hohl an mir betrügt. Aber laß
sie, es ist ihr doch auch wohl dabei, und da es in meinem Vermögen
nicht steht, einen Menschen auf der Welt durch Handlungen glücklich
zu machen, so soll es mich wenigstens freuen, eine Person, die auf
dieser Art der Glückseligkeit in der Welt schon Verzicht getan hatte,
wenigstens durch ihre eigene Phantaseien glücklich gemacht zu haben.
Unter uns, sie glaubt in der Tat, ich liebe sie. Noch mehr, auch
andere Leute glauben's, weil ich ihr so standhaft den Hof mache. Ich
liebe sie auch wirklich, aber nicht wie sie geliebt sein will.
Es wird mir fast zu lange, daß ich die Gräfin nicht sehe. Nirgends,
nirgends ist sie anzutreffen. Und die ewige Sisyphus-Arbeit meiner
täglichen Arbeiten ohne die mindeste Freude und Erholung ermattet
sehr. Wenn ich nur durch alle meine Mühe noch was ausrichtete. Ich
zerarbeite mich an Leuten, die träger als Steine sind und die, was
das schlimmste ist, mich mit den bittersten Vorwürfen kränken, daß
sie bei mir nicht weiterkommen können. Witwe Hohl spricht auch kein
Wort von der Gräfin mehr.