Ha ha ha, ich lache mich tot, lieber Rothe. Wissen Sie auch wohl,
daß Herz in eine Unrechte verliebt ist. Ich kann nicht schreiben,
ich zerspringe für Lachen. Die ganze Liebe des Herz, die Sie mir so
romantisch beschrieben haben, ist ein rasendes Qui pro quo. Er hat
die Briefe einer gewissen Gräfin Stella in seine Hände bekommen, die
ihm das Gehirn so verrückt haben, daß er nun ging und sie überall
aufsuchte, da er hörte, daß sie in angekommen sei, um an den
Winterlustbarkeiten teilzunehmen. Ich weiß nicht, welcher Schelm ihm
den Streich gespielt haben muß, ihm die Frau von Weylach für die
Gräfin auszugeben, genug, er hat keinen Ball versäumt, auf dem Frau
von Weylach war, und ist überall wie ein Gespenst mit großen stieren
Augen hinter ihr hergeschlichen, so daß die arme Frau oft darüber
verlegen wurde. Sie bildet sich auch wirklich ein, er sei jetzt noch
verliebt in sie, und ihr zu Gefallen in den Wald hinausgegangen. Sie
hat es meinem Vater gestern erzählt. Melden Sie ihm das, vielleicht
bringt es ihn zu uns zurück und wir können uns zusammen wieder
weidlich lustig über ihn machen. Er muß recht gesund geworden sein
auf dem Lande. Ich wünscht' ihn doch wieder zu sehen.