Von andrer Verderbnis der Lungen, =Lieutaud= a. a. O. /lib. 2. 700./

Von unterdrükten Blutausleerungen, =Lieutaud= a. a. O. /lib. 1. obs.

165./

Vom unschicklichen Gebrauch erdiger Pulver. =Ebend.= a. a. O. /lib. 1.

obs. 173. 174./

Der Gallgang öfnete sich im Magen, welcher aufgetrieben, entzündet und

brandig befunden ward. =Lieutaud=. a. a. O. /lib. 1. obs. 37./

Von Würmern im Magen; =Herkul. Saxonia= /praelect. pract. part. 2. cap.

7./ --

Von Wasserscheu; =Darlüe= /Journ. de Medic. Tom. 3. part. 3./ --

=Lieutaud= a. a. O. /obs. 599./

Von kalten Getränken bei Erhizzung; =Fr. Hoffman= /opusc. path. pract.

dec. 1. diss. 3. S. 67./ =Lieutaud= a. a. O. /lib. 1. obs. 68./ --

=Bonet= a. a. O. /lib. 1. sect. 7. obs. 40./ --

Von der schwarzen Krankheit, =Tissot= /ep. ad Zimmermannum obs. 2./ in

=Sandifort= /thes. diss. Vol. 1./ S. 71.]

[Fußnote 259: =Hebenstreit=, =Baylies= und andre nehmen die Färbung

der ersten Wege mit Galle und gallichtes Erbrechen als ein die Cholera

von der äzzenden Vergiftung unterscheidendes Symptom an, gleich als

wenn sich bei Arsenikvergiftungen die Galle nicht auch häufig zu

ergießen pflegte!

Eher könte man sagen, daß bei der Cholera mehr äusserlich merkbare

Hizze und fieberhafter Puls als bei der anfangenden Arsenikvergiftung

sei, doch ist auch dies nicht völlig beständig.]

[Fußnote 260: =Alberti= /Jurispr. med. Tom. 5./ S. 632. und 633. --

Ein sechsjähriges Mädchen starb nach 6 Tagen an Fliegenstein, ohne daß

die mindeste Magenanfressung zu sehen gewesen wäre; /Acta N. C. Vol. 5.

obs. 102./ S. 357. und 361. -- Ich tödete einen jungen Hund mit zwei

Drachmen weissen Arsenik in Wasser gerührt, er starb in dreisig Minuten

ohne Ablösung der Magenzottenhaut; Die Entzündung war sehr mäsig.]

[Fußnote 261: Der Schlund war natürlich, =Alberti= a. a. O. /Tom. 4./

S. 261. -- Der Magen nicht entzündet; =Ettmüller= der jüngere, /Eph.

N. C. Cent. 3. et 4. obs. 126. c. schol./ S. 284. -- /Acta Erudit.

Lips. ann. 1715./ S. 462. -- =Heberdeen= (Neues Hamb. Magazin St. 97.

S. 205.) tödete einen Hund mit zwei Unzen Arsenikdekokt binnen zehn

Minuten, er fand keine Spur von innerer Entzündung oder Anfressung.

-- Ein alter Kaninchenbok starb an 10 Gran Sublimat, im Magen war

keine Entzündung zu spüren; =Sprögel= a. a. O. S. 47. -- Die innern

Veränderungen vom Gifte sind nicht stets da; =Bohn= /offic. med. dupl.

Part. 2. cap. 6./ S. 651. --]

[Fußnote 262: =Caesalpin= /ars med. lib. 3. cap. 7./ und /47./ -- =B.

Sylvaticus= /cons. et respons. 79./ und /8./ =J. B. Sylvaticus= /de

iis, qui morbum simulant, cap. 21./ -- =H. Augenius= /epist. et cons.

Tom. 1. lib. 1./ S. 339. -- =Alsar a Cruce= /de quaes. per epist. Cent.

3. cap. 17./ -- =Codronchius= /method. testificandi cap. 6./ -- =Fort.

Fidelis= /relat. med. lib. 4. sect. 3. cap. 3./ -- =Zacchias= /qu. med.

leg. lib. 2. tit. 2. qu. 6. et 7./ -- =Rejes= /camp. elys. juc. qu. 64.

n. 35./ -- =Caballus = /de omni gen. homicid. n. 621./ -- =Bossius=

/pr. crim. tit. de delict./ zu Anfange -- =Bohn= /offic. med. dupl.

part. 2. cap. 6./ S. 643. -- =Fr. Hoffman= /Med. syst. Tom. 4. part. 3.

sect. 2. cap. 8. obs. 1./ -- =Manget= /biblioth. med. pract. Tom. 4./

S. 784. --]

[Fußnote 263: =Alberti= /Jurispr. med. Tom. 1. cap. 14./]

[Fußnote 264: =Hypolyt von Marseille= /in pr. crim. §. post. quam. n.

48./ -- =Clasenius= /ad. art. 131. C. C. C./ --]

[Fußnote 265: /L. 1. §. 9. ff. de quaest./ -- /L. 1. ff. ad. I. C.

Syllan./ -- Karls /V./ Peinl. Halsger. Ordn. /art. 6. 54. 55. 60. 149./]

[Fußnote 266: =Carpzov= /prax. crim. part. 1. qu. 21./ und /qu. 26. n.

2./ und /qu. 148. n. 42./ -- /L. 1. §. 17. ff. de quaest./ -- =Mynsing=

/cent. 3. obs. 87. n. 2./ -- =Hartm. Pistorius= /obs. 33. n. 53./ --]

[Fußnote 267: =Zacchias= /quaest. med. leg. l. 2. qu. 4. n. 1. 2. 3./

und /24./ -- =Feltman= /de cadav. inspic. cap. 24. n. 12./]

[Fußnote 268: =Mascardus= /de probat. concl. 1037. n. 7./ --

=Farinaceus= /consil. 184. n. 14./ und 46. -- =Carerius= /prax. crim.

§. homicid. n. 625. seq./ -- =Gamez= /Tom. 3. variar. solut. cap. 3. n.

8./ -- =Bruneman= /prax. crim. cap. 7./ -- =Bohn= /offic. med. dupl.

pars. 2. cap. 4./ S. 596.]

[Fußnote 269: Aufsäzze und Beob. a. d. ger. Arzn. erste Saml. S. 68.]

[Fußnote 270: Abh. vom Arsenik (von Wasserberg) S. 47.]

[Fußnote 271: Wie =Hebenstreit= (a. a. O. S. 528) und andre wollen.]

[Fußnote 272: =Magazin d. ger. Arzneik.= zweit. Band (Stendal, 1784.)

S. 549. -- =Pyl= Auss. und Beob. a. d. ger. Arzn. erste Saml. S. 58.

-- =Zittman= /med. for./ S. 1399, 1400 (Mit Arsenik vergiftetes)

Bier brachte bei zwei Personen heftige Vergiftungszufälle. Es wurde

eingedikt, und etwas von diesem Extrakte tödete eine Maus und einen

Hahn, dessen Magen man angefressen fand. -- Der Geruch der Masse gab

nichts zu erkennen.]

[Fußnote 273: Geschwefelter Arsenik, Operment u. s. w. stinken in der

Glühhizze erst einige Zeit nach Schwefeldampf, ehe der Knoblauchgeruch

sich entwickelt, hiezu gehört Aufmerksamkeit.]

[Fußnote 274: Arsenikmittelsalz giebt auf einem glühenden Bleche

diesen Knoblauchgeruch gar nicht oder sehr unmerklich zu erkennen, da

es sich in diesem Falle sehr langsam und almählig zersezt.]

[Fußnote 275: =Plenk= (/Toxicologia/ S. 272. /art. 3./) und andre

wollen (gewis weil sies selbst nicht versuchten) der als Rauch

aufsteigende Arsenik schmauche ein drüber gehaltenes Kupferblech =weis=

oder =schwarz= an. Sie haben den schwarzen Flek, den er in das glühende

Blech, auf dem er liegt, einbrent, mit dem Anschmauchen verwechselt,

welches stets weis ist, da Arsenik und Fliegenstein in freier Luft nie

als König, sondern letzterer mit Verlust seines Brenbaren als weisser

oder weisgrauer Kalk anfliegt.]

[Fußnote 276: =Scheele Abhandl. der k. schwed. Akad. d. W.= 37.

Band S. 275. -- Doch fällt die Schmauch- und Geruchsprobe mit diesem

Mittelsalz sehr unhinlänglich aus, theils da es sich so leicht in den

Flüssigkeiten des Magens auflöst, theils auch, weil es sich auf einem

glühenden Bleche fast gar nicht, auf Kohlen sehr schwer zersezt, und

seinen Arsenik, wegen Mangel an Brenbaren sehr langsam entwickelt.]

[Fußnote 277: Wie denn? wenn sie nun nicht überzeugend ausfält, und

man hat die vorgefundne Menge ganz oder fast ganz dabei vernuzt, was

bleibt zu fernern Proben übrig.]

[Fußnote 278: =Demachy= Laborant im Grosen v. =Hahneman= (Leipz.

1784.) erster B. S. 104.]

[Fußnote 279: =Hebenstreit= (/anthropol. for./ S. 527.) und die

übrigen begnügen sich in diesem Falle mit der eingedikten Flüssigkeit

und ihrem Geruche beim Verbrennen, aber mit welchem Rechte?]

[Fußnote 280: =Neuman= (Chemie, Züllichau 4. viert. B. erst. Th.

S. 484.) giebt folgende Niederschläge an, die weisser Arsenik in

Wasser aufgelöst mit Metalauflösungen bewirke. =Aus Goldauflösung

präzipitire Arsenikwasser nach 24 Stunden ein gelbes Pulver=, diesem

widerspricht =Morveau= (Anfangsgr. der theor. und pr. Chem. 2. Band, S.

222. und 223.) -- =aus Silbersalpeter nach 24 Stunden einen bräunlich

dunkelgrauen Kalk=; =Morveau= sagt (S. 226.) dagegen, eine weisse

ins gelbliche fallende Wolke. Beide haben unrecht, ersteres thut

Arsenik in gemeinem Brunnenwasser aufgelöst zwar nach Tag und Nacht

und lezteres nach einigen Stunden, aber in rein destillirten Wasser

(ohne Spur von Kochsalz) aufgelöster weisser Arsenik macht nicht den

mindesten Niederschlag, weder sogleich, noch nach 24 Stunden. =Aus

Eisensalpeter nach 12 Stunden etwas weniges gelbes Pulver=; Eisen in

Salpetersäure aufgelöst sättigt leztere nie, und es fält dann von

Zeit zu Zeit noch etwas verkalktes Eisen aus der etwanigen Auflösung

an der freien Luft nieder; diesen Niederschlag hat =Neuman= als vom

Arsenik herrührend angesehn. Wasser mit dephlogistisirter Luft,

wie alles ungekochte Wasser, geschwängert, scheidet ebenfals aus

dieser Eisenauflösung, wie aus dem Vitriol, etwas verkalktes Eisen

vermöge dieser Luft ab. Ich bereitete durch doppelte Verwandschaft

(aus gemischten Auflösungen selbst bereiteten Eisenvitriols und

reinen Salpeters, so daß ich den Vitriolweinstein abschied) eine

reine volständige Eisensalpeterauflösung, sezte gepülverten weissen

Arsenik dazu, verstopfte das Gefäs genau, und schüttelte es acht

Tage lang um, aber es schlug sich nicht das mindeste nieder. =Aus

dem Kupfersalpeter einen ins weislichte fallenden Kalk=; ich habe

nichts dergleichen gesehen. =Bleisalpeter schlage es stark nieder,

eben so Wismuthsalpeter mit vielen Arsenikwasser vermischt.= Bedachte

er nicht, daß beide Auflösungen durch bloses Wasser gefället werden,

wenn die Säure alzu verdünt, das Metal nicht länger halten kan? Blei-

und Wismuthsalpeterauflösung mit gepülvertem weissen Arsenik in einem

verstopften Gefäse acht Tage lang geschüttelt, hatten nichts von ihrem

Metalle niederfallen lassen, wie mich die genauesten Versuche mit dem

noch auf dem Boden liegenden (Arsenik-) Pulver belehrten. =Zinnsalpeter

präzipitire sich sehr stark.= Wie sehr mit Vitriol- oder Salzsäure mus

seine Salpetersäure beladen gewesen seyn, daß sie Zinn auflösete! Ich

kenne keinen eigentlichen Zinnsalpeter. Ist es aber, wie natürlich,

eine so gemischte Säure gewesen, und es war eine Auflösung erfolgt,

so kenne ich keine Zinnauflösung, weder die in Königswasser, noch

die in Salzsäure, noch die in gemischter Vitriol- und Salpeter- oder

Vitriol und Salzsäure u. s. w. die sich nicht durch Verdünnung mit

blosem Wasser fällen liese. =Quecksilbersalpeter präzipitire sich

stark=; woher dies bei ihm gekommen, wird man sich aus Anmerk. §.

168. erklären. Quecksilbersalpeterauflösung mit gepülvertem weissen

Arsenik acht Tage lang in einem verstopften Gefäse geschüttelt,

oder mit Arsenikauflösung mit =reinem= destillirten Wasser bereitet

vermischt, läst kein Metal fallen -- Brunnenwasser hält Kochsalz

und diesen schlägt Queksilber aus Salpetersäure häufig nieder.

=Zinkvitriol gebe ein gelbes Pulver=; ist Eisen, das sich aus jeder

Auflösung des gemeinen weissen Vitriols von selbst absondert, reiner

Zinkvitriol wird weder von weissem Arsenik noch von seiner Auflösung

in Wasser nach =Morveau's= (S. 242.) und meinen Versuchen keineswegs

präzipitirt. =Eisenvitriol gebe damit ein dikgelbes Pulver=; jede

Eisenvitriolauflösung läst an der freien Luft von selbst, oder in

verstopften Gefäsen mit frischgeschöpftem (mit dephlogistisirter Luft

angefültem) Wasser verdünt, einen Theil verkalkten Eisens niederfallen.

Auf andre Weise schlägt ihn Arsenik oder seine mit frischgesottenem

Wasser bereitete Auflösung nicht nieder, nach =Morveau's= (S. 239.)

und meinen Versuchen. =Bleizucker schlage sich mit Arsenikwasser

ziemlich stark nieder=; aus der Anmerk. zu §. 63. sieht man,

warum besonders Brunnenwasser die Bleiauflösungen in Essigsäure

niederschlage, aber Bleiessig einige Tage mit gepülvertem weissem

Arsenik geschüttelt giebt feinen Niederschlag, das am Boden unaufgelöst

gebliebne (Arsenik-) Pulver gab nicht die mindesten Zeichen auf Blei.

=Kupfervitriol gebe ein wenig Präzipitat=; =Morveau= (S. 234.) sagt,

einen gelbgrünlichen geringen Niederschlag. Allerdings, wenn beide

die Kupfervitriolauflösung und das Arsenikwasser sehr konzentrirt

sind, geschieht das, was =Morveau= sagt. Unter allen Metalauflösungen

in Säuren aber, wie auch Morveau (S. 235.) bemerkt, wird keine so

stark, als der krystrallisirte Grünspan (mit seladongrüner Farbe)

niedergeschlagen. Doch mus ich bemerken, daß er sich deswegen doch

nicht zum Arsenikreagens schikt, weil das Arsenikwasser immer etwas

konzentrirt (1:60) seyn mus, wenn es sich trüben soll, überdies kan er,

wenn das Arsenikwasser auch noch konzentrirter (1:40) ist, dasselbe

kaum zum dritten Theile zersezzen. Wenn =Haller= (Vorles. üb. d. ger.

Arzn. zweit. Band zweit. Th. S. 185. und 190.) und =Sprögel= (/diff.

exper. c. venena/ S. 59.) einen =schwarzen Niederschlag= nennen, der

aus Bleiessig durch hinzugegosnes Arsenikwasser niederfallen solle,

so weis ich nichts dagegen zu sagen als daß es nicht geschehe. Der

weisse erfolgende Präzipitat rührt vom blosen Wasser her, wenn lezteres

Luftsäure enthält.]

[Fußnote 281: /Anthropol. for./ S. 328.]

[Fußnote 282: =Morgagni= /de sed. et caus. morb. ep./ 59. die lezten

art. -- ausser mehrern andern -- weisser Arsenik hatte sich zwei Monat

innerlich verhalten, ehe er Vergiftungszufälle und Tod bewirkte,

=Klökhof= /Verhandel. uitg. door. de holl. Maatsch. d. W. te Harleem 8

deel./ erst. St. S. 394. u. f.]

[Fußnote 283: Man kan dies (versiegelte) Gefäs mit Nummer 2

bezeichnen.]

[Fußnote 284: Wenn die Verfasser der Anfangsgr. der theoret. und

praktisch. Chemie (S. 206.) versichern, der weisse Arsenik färbe die

blauen Pflanzensäfte nicht roth, so ist dies unwahr; eine mäsig starke

(1:60) Arsenikauflösung färbt die mit Weingeist bereitete Lakmustinktur

röthlich. Eine stärkere (1:30) färbt sie karminroth.]

[Fußnote 285: Es müste denn eine Menge Säure in der Flüssigkeit seyn,

der man mit etwas zerflosnem Weinsteinöle abhilft, doch nur in sofern,

daß die Flüssigkeit auf Zugiessen der Lakmustinktur sich noch etwas

röthlich färbt, sonst kan das Kalkwasser seine Wirkung auf den Arsenik

nicht äussern. Ist bei §. 424. ein weisser Niederschlag, wie selten

geschieht erschienen, so scheidet man ihn erst mit Weinsteinöle ab,

seihet durch, und säuert die Flüssigkeit mit etwas Essig an, bis sie

sich mit Lakmustinktur röthet, dann giest man Kalkwasser ein.]

[Fußnote 286: Er löset sich nicht in Arsenikwasser wieder auf, da es

ein Queksilberpräzipitat ist.]

[Fußnote 287: Es müste denn ausnehmend viel Säure darin seyn: man

hilft ihr mit Weinsteinöle ab, doch nur bis zum Rothbleiben der

Lakmustinktur, denn Arsenikmittelsalz wird ohne zugesetzte Säure vom

Schwefelleberluftwasser nicht zum Operment gefället.]

[Fußnote 288: Blos dann, wenn die eingekochte Flüssigkeit zähe ist,

kan selbst der Kupfersalmiak nicht wirken. Macht aufgelöste Seife

die Feuchtigkeit diklich, welches man durch Zutröpfeln der mindesten

Säure, und durch das Ansehn leicht spüren wird, so scheidet man die

Talgflocken durch Essig, bis sich das trübe Gemisch nicht ferner

trübt, sondern bald unten her aufhellet; dann nimt man, wo nöthig, die

überflüssige Säure der filtrirten Feuchtigkeit durch Weinsteinöl weg,

und wendet die Probeflüssigkeiten an. Ist aber ein andrer zäher Stof

die Ursache der Diklichkeit, und weder Säure noch Laugensalz trent

das Gemisch, so schlägt man ein Eiweis bis zur völligen Vermischung

darunter, läst das Gemisch einmal aufkochen und filtriret es; dann

wird es schon vom zähen Wesen dergestalt befreiet seyn, daß die

Probeflüssigkeiten gewis ansprechen, mit obiger (§. 430.) Vorsicht.]

[Fußnote 289: Queksilbersalpeter giebt mit Leberluft einen aschgrauen

Präzipitat.]

[Fußnote 290: Diese weisse Farbe des Niederschlags durch

Schwefelleberluft ist die sicherste Widerlegung des Argwohns, es

befinde sich im käuflichen Sublimate Arsenik, eine Behauptung, die auch

aus andern chemischen Gründen unmöglich wird.]

[Fußnote 291: Kochsalzsäure und Vitriolsäure zu gleichen Theilen

gemischt lösen diesen weissen Präzipitat wieder auf, welches mit keinem

Silber- Queksilber- Wismuth- oder Bleiniederschlage der Fall ist.

In Vitriolsäure mit Salpetersäure gemischt löset er sich nicht auf,

welches ihn von den Zinnniederschlägen unterscheidet, die sich sogleich

darin auflösen.]

[Fußnote 292: Operment schikt sich deswegen nicht zu diesem Versuche,

weil er wie Schwefel damit verpuft, und so keine deutliche Erscheinung

oder Scheidewassergeruch entdecken läst.]

[Fußnote 293: Der Schmelztiegel, worin der Salpeter fliest, mus recht

geräumlich und hoch seyn, damit nicht so leicht etwas hineinfallen

könne, und damit man mit der Nase desto näher hinzukommen könne.]

[Fußnote 294: =Bergman= /Opuscul. Vol. 2./ S. 442.]

[Fußnote 295: Nur mus in allem Falle Kalkwasser genug zugegossen

werden, weil sich, wenn es zu wenig ist, die entstandne Wolke in dem

überflüssig noch vorhandnen Arsenik wieder auflöst.]

[Fußnote 296: Hiedurch unterscheidet er sich von allen möglichen

schwerauflöslichen Kalksalzniederschlägen.]

[Fußnote 297: /L. 1. §. 1. ff. ad L. Corn. de sit. et Venef./ ferner

/L. 3. pr. ff. eod./ -- §. 3. -- §. 5. =I=. /de publ. jud./ --]

[Fußnote 298: =Peinliche Halsgerichtsordnung= /art. 130./]

[Fußnote 299: =Covaruvias= /var. resol. lib. 1. cap. de maleficiis/

-- =Boehmer= /obs. 4. n. 5. ad Carpz. p. 1. q. 2. ad elem. jur. crim.

sect. 2. cap. 1. §. 24./ und /ad C. C. C. art. 178. §. 8./ u. s. w. --

=Ehrman= /diss. de veneficio doloso, cap./ 1. §. 21. bis 27. -- =Aloys.

Cremanius= /de jur. crim. tit. 1. L. 1. p. 1. c. 1. §. 3./ u. s. w. und

/cap. 5. §. 51./ und andre.]

[Fußnote 300: =Carpzov= /prax. crim. part. 1. qu. 2. n. 51./ und

/part. 1. qu. 22. n. 33./ u. s. w. -- =Zoller= und =Wilke= /diss. de

poena veneficii attentati, quamvis irreparabile inde oriatur damnum, ad

mortem non extendenda,/ Leipzig, 1761. -- =Vogel= /diss. de Veneficii

et homicidii per venenum, attentati in casu, ubi mors non ipsa secuta

poena non capitali/, Dresden, 1715. -- =Farinaceus= /consil. 154. n.

14./ und 46. -- =Leyser= /spec. 609. n. 15./ u. w. -- =Kreß= /ad C. C.

C. art. 130. §. 4./ -- doch auch =Böhmer= /obs. 5. ad Carpzov p. 1./

und =Ehrman= /de venef. dol. §. 37/.]

[Fußnote 301: =Ehrman= /de venef. dol. §. 37./ S. 54.]

[Fußnote 302: Eine Magd nahm zwei der stärksten Messerspizzen (etwa

2-1/2 bis 3 Quentchen) weissen Arsenik, man kam ihr erst nach 14

Stunden zu Hülfe, und die Krankheit war untödtlich, (und wäre bei

bessern Mitteln geschwinder zu heben gewesen,) /Commerc. litt. Nor.

1737./ S. 218. -- Ein Mann von 38 Jahren bekam von einem halben Lothe

weissen Arsenik schlimme Zufälle -- Milch, Oel und schleimichte

Getränke retteten ihn, /Van der Monde Recueil period. vol. 4./ S. 353.

-- Ein Student genas von einem Quentchen verschlukten weissen Arsenik.

/Eph. N. C. dec. 2. ann. 4. obs. 12./ S. 36. -- /Commerc. litt. Nor.

1738./ S. 212. -- Ein junger Mensch, welcher ein halbes Loth weissen

Arsenik verschlukt hatte, ward durch Milch (und Schwefel) gerettet,

=Georg Logan= Versuch üb. d. Gifte, (Petersburg 1783.) S. 22. -- Ein

neunzehnjähriger Räuber muste auf kaiserlichen Befehl dreissig Gran

weissen Arsenik in Rosenkonserv verschlucken, man gab ihm fast nichts

weder zu trinken noch sonst zur Hülfe, als zehn Gran Bezoarpulver

in etwas Wegbreitwasser (so viel als nichts!) und nach Todesängsten

genas er ohne weitere Hülfe, nach entstandnem Erbrechen und Durchlauf;

=Diomed. Cornarius= /Consil. medic./ im Anhange der /histor. admirand.

13./ S. 44.]

[Fußnote 303: Drei, vier Gran in Quartanfiebern, =Lemery= /curs.

chym./ S. 307. -- 3 bis 4 Gran in Wechselfiebern; =J. Lange= /epist.

med. lib. 3. ep. 7./ -- Fünf Gran weisser Arsenik mit Salpeter auf eine

Dosis gegen Fieber; /Eph. N. C. dec. 2. ann. 5./ S. 474. -- 4 Gran auf

einmal mit Wasser; /Eph. N. C. dec. 2. ann. 3. obs. 46./ S. 132. Man

rieth sogar in einer Art epidemischer Fieber drei Pillen auf dreimal zu

geben, wovon jede drei Gran Arsenikmittelsalz (/arsen. deflagratum/)

hielt; /Commerc. litter. Nor. ann 1737./ S. 182. (man sahe aber

schleichende Fieber und Wassersucht darauf erfolgen) -- vier Gran gegen

Wechselfieber; =Bonet= /med. sept. part. 2./ S. 535.

Man hat verschiedene Beispiele von Marktquaksalbern, die 12 und

mehrere Grane Arsenik verschlukten, um nachgehends die antidotarische

Wunderkraft ihres Orvietanums ins Licht zu sezzen -- Ein Student

gewöhnte sich nach und nach an Arsenik -- =Krüger= Diätetik S. 22. --]

[Fußnote 304: =Welsch= /rat. vuln. lethal. jud. cap. 14./ S. 99. --

=Bohn= /exam. vuln. leth. sect. 1. cap. 3./ S. 46, 47. -- =Smetius=

/Miscell. lib. 10./ S. 561. -- =Bonet= /sepulchr. anat. lib. 4. sect.

3. obs. 15./ -- =Schöpfer= /de haemorrhag. vuln. cap. 3. n. 102./ --

=Zacchias=. a. a. O. /lib. 5. qu. 3. n. 13, 14./ und /qu. 6. n. 16./ --]

[Fußnote 305: In den Pandekten, /L. 19. de R. I./]

[Fußnote 306: =Ehrman= /de venef. dol. §. 37./ S. 54.]

[Fußnote 307: =Farinaceus= /prax. crim. p. 4. qu. 127. n. 90./ --

=Horat. Carpanus= /ad C. homicida nov. const. mediol. n. 108./ --

=Thom. Actius= /de infirmis p. 1. cap. 47. n. 30./]

[Fußnote 308: =Ayrer= /de homicid. p. 2. n. 6./ -- =Farinaceus= /prax.

crim. p. 4. qu. 127. n. 27./ -- =Hor. Carpanus= /ad c. homicid. nov.

const. mediol. n. 137./ -- =Nikol. Boer= /decis. burdegal. 323. n. 14./

-- Giurba /consil. crim. 84. n. 10./ bis /13./ --]

[Fußnote 309: Man hat unzählige Beispiele von geheilter Verlezzung

einiger Stellen der innern Magenhaut und überhaupt des Speisekanals,

die Zottenhaut des Schlundes kan leicht und ohne Schaden abgehen, und

wieder wachsen, =Haller= /physiol. lib. 18. sect. 4. §. 3./ S. 99.

=Lieutaud=, =Haller=, =Bonet=, =Morgagni= und andre haben sie uns

aufgezeichnet -- man hat öfters starke Narben im Magen gefunden --

=Plater= /obs. lib. 2./ S. 419. Wie oft waren nicht ganze grose Stellen

des Magens glatt, ohne Zottenhaut, wie die Leichenöfnung berühmter

Allotriophagen und Glasfresser beweiset! Wie viele Jahre haben nicht

manche bei Magengeschwüren gelebt! Sind die beigebrachten gewaltsamen

Magenwunden gröstentheils nur in der Gegend der beiden Mündungen

tödtlich, warum sollen die innern nicht penetrirenden Verlezzungen

nicht untödtlich seyn? Hiemit will blos sagen, daß die Umstände der

ganzen Vergiftungskrankheit mit der gefundnen Verlezzung kombinirt an

die Hand geben können, in wiefern die mit Arsenik geschehene Verlezzung

zu heilen gewesen wäre, sie müste denn ausnehmend beträchtlich seyn, da

es dann von selbst klar ist, daß grose brandige Verwundungen des Magens

mit dem Leben nicht bestehen können, und wirkliche Durchbohrungen

schwerlich mit einer völligen Wiedergenesung.]

[Fußnote 310: =Bohn= /de ranunc. vuln. leth. sect. 1./ S. 152, 153.]

* * * * * *

Ueber die Arsenikvergiftung ihre Hülfe und gerichtliche Ausmittelung · 第 9 / 10 题