Das im anmuthigen Parke versteckte

Schloß Mirabell,

am rechten Ufer der Salza, welches ein fürchterlicher Brand 1818

zugleich mit dem Felsenschlosse Hohensalzburg und noch etlichen hundert

Häusern zerstörte, ist, was die Aussenseite anbelangt, zu seiner vorigen

Schönheit vollends wieder gelangt; nächstens soll der k. k.

Schloßhauptmann _Riedl_ aus Wien hier eintreffen, um die innere

Einrichtung ebenfalls geschmackvollst zu bezwecken[18].

[18] Ist bereits durch grossen Kostenaufwand zu einem würdigen

Aufenthaltsorte für den höchsten kaiserlichen Hof eingerichtet worden.

Sigismundsthor.

Begieriger wandert man von da über die hölzerne Brücke der Salza, um in

der eigentlichen Residenz-Stadt die von Feuer und Stürmen gleich

unzerstörbaren Tempel anzustaunen. Einer davon ist der durch den

Mönchsberg in Felsen gehauene Durchbruch, welcher ein 160 Schritte

langes, 7 Schritte breites und 6° hohes Thor bildet[19]; die Wägen

rollen durch dieses kühlende Gewölbe mit dumpfen Geprassel. Ober der

Einfahrt, welche zwei roh gehackte Felsenpyramiden begränzen, steht die

15′ hohe Bildsäule des heil. _Sigismund_, vom weissen Marmor, mit der

Ueberschrift: Te saxa loquuntur!

[19] Dieses Riesenwerk wurde durch Erzbischof _Sigismund_ vom Jahre

1769 bis 1774 ausgeführt.

Skizzen einer Fußreise durch Oesterreich, Steiermark, Kärnthen, Salzburg, Berchtesgaden, Tirol und Baiern nach Wien,(#78026) · 第 42 / 52 题