Gedichte

von

Helmina Christina von Chézy geb. v. Klenk.

Durch die Nachsicht des Publikums für meine früheren Versuche, und

den lebhaften Wunsch meiner Freunde aufgemuntert, habe ich mich

entschlossen, noch während meiner Abwesenheit in Deutschland eine

kleine Auswahl meiner Gedichte herauszugeben.

Noch lebt das Andenken meiner mir verehrten lieben Großmutter, der

+Anna Louisa Karschin+, in Deutschland. Wenn nun der Name ihrer Enkelin

ein Anspruch auf das Wohlwollen und die Theilnahme der Deutschen ist,

so bleibt mir nichts zu wünschen übrig.

In Frankreich hat mir mein Mann viel herrliche orientalische Dichtungen

mitgetheilt, die ich poetisch nachgebildet habe. Diese glänzenden

Blüthen aus dem Sanskrit, dem Arabischen und Persischen, sind die

Zierde meiner Sammlung.

Meine eignen Gedichte sind meist lyrische: ungekünstelte Blumen der

Natur und der inneren Begeisterung, dem Herzen willkommen, weil sie von

Herzen gehen. So viel darf ich, nicht ohne Freude, selbst davon sagen.

H. C. v. Chézy, geb. v. Klenk.

Druck und Papier der oben angekündigten Sammlung sollen zierlich und

makellos seyn. Der Subscriptionspreis für die Sammlung, ungefähr ein

Alphabet stark, ist 2 fl., nach der Erscheinung wird das Werk für 3 fl.

verkauft.

Den achtungswerthen Theilnehmern an dem Unternehmen bleibt die Wahl, ob

sie subscribiren oder pränumeriren wollen, in letztern Fall wird der

Pränumerationspreis bei unterzeichneter Buchhandlung niedergelegt. Wer

sechs Subscribenten sammelt, erhält das 7te Exemplar frei. Die Liste

der Subscribenten wird dem Werke vorgedruckt.

Heidelberg, im July 1811.

Mohr u. Zimmer.

Für Berlin und die umliegenden Gegenden bin ich Subscription anzunehmen

bereit.

J. E. Hitzig.

+Buchhändler in Berlin+,

Charlottenstraße Nro. 32.

Natalie · 第 12 / 12 题