Ich habe in einer Blumenhandlung in einer Kristallglaswanne zwei goldene
japanische Zwergfische gesehen, mit riesigen durchsichtigen Flossen und
dunklen hervortretenden Augen, mit der Anmut von modernen Tänzerinnen
sich bewegend, und dabei doch reserviert gelassen ihrem Wärter, Pfleger
an die Glaswand zuschwimmend. Ich begreife es absolut nicht, wieso
reiche Damen sich diesen Schatz der Natur entgehen lassen können und
sich nicht eine kleine Herde dieser allerentzückendsten Tiere
anschaffen. Einer kostet allerdings 16 Kronen. Der Boden muß aus kleinen
Kieseln bestehen, die jeden zweiten Tag herausgenommen und in warmem
Wasser gereinigt werden müssen. Die Nahrung ist ausschließlich das
Pulver »Piscidin«, das auf die Wasseroberfläche hingestreut wird. Man
kann stundenlang vor dieser goldenen Anmutpracht verweilen. Die Tiere
lernen uns baldigst kennen und lieben. Viele Frauen würden dadurch vor
ihren bösen Gedanken, bösen Instinkten, und vor allem vor ihrer
gefährlichen inneren Leere und vor Gelangweiltsein gerettet werden
können. Gehet hin, Damen, und kaufet daher japanische Goldfische!