dunkelblau; äußere Hüllblätt. eif.-lanzettl.; Kapsel 3fächerig. 5-7.
Trockene Wiesen, Kalkberge, zerstr., in Mittel- u. Süddeutschland.
Runde T., _Ph. orbiculáre_ L.
[Illustration: Fig. 698.]
-- Bltn in eif. od. längl., nach der Blütezeit sehr verlängerten
Köpfch.; Kapsel 2fächerig
_2_
_2._ Bltn gelblichweiß; Hüllblätt. linealisch; Köpfchen längl. (Fig.
699). 5. 6. Laubwälder, zerstr.
Ährige T., _Ph. spicátum_ L.
-- Bltn dunkelviolett; Köpfch. mehr eif., selten längl. 5. 6.
Bergwäld., Wiesen, in Mittel-, West- u. Süddeutsch.
Schwarze T., _Ph. nigrum_ Schmidt
[Illustration: Fig. 699.]
3. _Campánula_ L., Glockenblume. V.
_1._ Buchten der Kelchzipfel mit herabgebog. Anhängseln, die den Frkn.
bedecken
_14_
-- Buchten der Kelchzipfel ohne Anhängsel
_2_
_2._ Bltn sitz., in end- od. seitenst. Köpfch. (Fig. 700)
_13_
[Illustration: Fig. 700.]
-- Bltn gestielt, in Trauben od. Rispen
_3_
_3._ Blätt. breit, herzeif. od. eif.; Kapsel nickend
_9_
-- Blätt. (die unteren ausgen.) sehr schmal (meist nicht b. 1 cm br.),
meist kahl; Bltn in lockeren Rispen od. Trauben
_4_
[Illustration: Fig. 701.]
_4._ Blkr. groß (2½-3½ cm lang, Fig. 701), himmelblau (selt. weiß);
Kelchzipfel lanzettl.; Kapsel aufrecht; Steng. aufr., wenigblütig. 6.
7. Trock. Wäld., grasige Hüg., zerstr.
Pfirsichblättr. G., _C. persicifólia_ L.
-- Blkr. meist kleiner; Kelchzipfel pfriemlich
_5_
_5._ Blkr. trichterf., 5spalt. (Fig. 702); Kapsel aufrecht; Bltnrispe
locker, meist vielblütig
_8_
[Illustration: Fig. 702.]
-- Blkr. glockig (Fig. 703), blau; Kapsel überhängend; Blätt. der
nichtblühend. Stengel ei-, herz- od. nierenf., langgestielt
_6_
[Illustration: Fig. 703.]
_6._ Blkr. halbkugelig-glockig, ca. 12 mm l. und fast ebenso breit
(Fig. 704), hellblau; unt. Stengelblätt. elliptisch; Bltn zu 1-6, meist
traubig. Pfl. mit zahlr. Blättertrieben, dicht-rasig. 6-8. Mit d.
Alpenflüssen in die Ebene herunterk.
Kleine G., _C. pusílla_ Haenke
[Illustration: Fig. 704.]
-- Blkr. glockig (Fig. 703), stets deutlich länger als br., untere
Stengelblätt. lanzettl. bis linealisch-lanzettl., die grundst.
rundlich-nierenförmig od. herzeiförmig; Pfl. mit wenigen Blättertrieben
_7_
_7._ Bltn in Trauben, zu 1-6; Blkr. 25-40 mm lang, dunkelblau;
Bltnknospen nickend od. herabgebogen. H. 8-25 cm. 6-9. Riesengeb.,
Mährisches Gesenke, Böhmerwald, Schwarzwald
Scheuchzers G., _C. scheuchzéri_ Villars
-- Bltn meist rispig; Blkr. 15-20 mm lang, blau; Bltnknospen wenig
herabgebogen. H. 15-40 cm. 6-9. Grasplätze, trockene Wälder
Rundblättrige G., _C. rotundifólia_ L.
_8._ Rispe fast doldentraubig, abstehend; seitl. Bltnstiele über der
Mitte mit 2 Blättch.; Blkr. blaulila; Kelchzipfel lanzettl. pfriemenf.,
schwach gezähnt; Wurzel dünn. 5-7. Wiesen, Wälder, häufig
Wiesen-G., _C. pátula_ L.
-- Rispe lang und schmal, mit kurzen, aufrechten Ästen; seitl.
Bltnstiele nahe am Grunde mit 2 Blättch.; Bltn blau; Wurzel dick,
fleischig. 5-7. Hügel, Grasplätze, zerstr.
Rapunzel-G., _C. rapúnculus_ L.
_9._ Kelchzipfel pfrieml.; Traube einseitswendig, armblütig; Bltn
langgestielt, dunkelblau; Blätt. eif. od. lanzettl., gesägt. 6. Nur bei
Meßkirch im Donautal und bei Freiburg in Baden
Rautenblättrige G., _C. rhomboidális_ L.
-- Kelchzipfel lanzettl. od. eif.-lanzettl.
_10_
_10._ Bltn abstehend od. aufrecht, groß (3½-4½ cm lang); Blkr. am Rande
gewimpert; Kelchzipfel eif.-lanzettl.; untere Zweige des Bltnstandes
entfernt, obere eine kurze Traube bildend
_12_
-- Bltn überhängend, kleiner; Kelchzipfel lanzettl.; Bltnstand
verlängert
_11_
_11._ Rispe allseitswendig; Blkr. hellblau, am Rande kahl, 10-19 mm
lang; Blätt. unterseits graufilzig; Stengel stielrund, weichhaarig. 7.
8. Sonnige Abhänge, Weinberge, sehr zerstr.
Filzige G., _C. bononiénsis_ L.
-- Traube einseitswendig; Blkr. hellviolett, am Rande gewimpert;
Blätt., wie der stumpfkantige Stengel, kurzhaarig. 6-8. Äcker, Zäune,
häufig
Acker-G., _C. rapunculoídes_ L.
_12._ Stengel scharfkantig, zerstr. steifhaarig; Bltnstiele am Grunde
mit 2 Blättch.; Blkr. blaulila, selten weiß. 7. 8. Wälder, Gebüsche,
häufig
Nesselblättrige G., _C. trachélium_ L.
-- Stengel stumpfkantig, kahl oder kurzhaarig; Bltnstiele unter der
Mitte mit 2 sehr kleinen Blättch.; Blkr. hellviolett. 7. 8. Feuchte
Wälder, sehr zerstr.
Breitblättrige G., C. latifólia L.
_13._ Unt. Blätt. am Grunde abgerundet od. herzf.; Kelchzipfel
lanzettl., zugespitzt; Blkr. blauviolett, den Griffel einschließend.
Pfl. meist kurzhaarig. Wurzel dünn, holzig. 6-10. Trockene Hügel,
lichte Wälder
Geknäuelte G., _C. glomeráta_ L.
-- Unt. Blätt. in den Blattstiel verschmälert; Kelchzipfel stumpf;
Blkr. hellblau; Griffel meist weit hervorragend. Pfl. stechend
steifhaarig. Wurzel dick, fleischig. 7. 8. Bergwälder; Hügel, zerstr.
Borstige G., _C. cervicária_ L.
_14._ Griffel 5 spaltig; Bltn sehr groß, kurzgestielt; Kelchanhängsel
stumpf. 6-9. Zierpfl. in Gärten.
Marien-G., _C. médium_ L.
-- Griffel 3spaltig; Bltn nickend
_15_
_15._ Blkr. innen am Rande bärtig, hellblau; Bltn meist in
einseitswendiger Traube; Kelchanhängsel stumpf. 7. 8. Wiesen der
schlesischen Gebirge und der Voralpen
Bärtige G., _C. barbáta_ L.
-- Blkr. am Rande kahl; Bltn in schmaler Rispe; Kelchanhängsel spitz.
6. 7. Sonnige Hügel im östl. Deutschl.
Sibirische G., _C. sibírica L._
[Illustration: Fig. 705.]
4. _Adenóphora_ Fischer, Schellenblume. V.
Bltn nickend (Fig. 705), hellblau, wohlriechend; Blätt. längl., gesägt.
7-9. Bergwälder, selten. Im östl. Gebiet und bei Auen am Donauufer
(Bayern)
_A. liliifólia_ Ledebour
5. _Speculária_ DC. fil., Frauenspiegel. V.
Kelchzipfel so lang od. etwas länger als der Frkn. und die violette
Blkr. (Fig. 696); Bltn entfernt, ziemlich groß; Stengel meist spreizend
ästig. 6-8. Unter der Saat in Mittel- u. Süddeutschl., zuw. verschleppt
Echter F., _Sp. spéculum_ DC. fil.
Kelchzipfel halb so lang als der Frkn., viel länger als die purpurrote
Blkr.; Bltn oben am Stengel genähert, klein; Stengel nur oben ästig. 6.
7. Wie vor., aber seltener
Unechter F., _Sp. hýbrida_ DC. fil.
6. _Wahlenbérgia_ Schrader, Wahlenbergie. V.
Bltn einzeln auf langen Stielen, hellblau. 6-8. Torfwiesen, selten
_W. hederácea_ Rchb.
7. _Lobélia_ L., Spleiße. V.
Wasserpfl.; Blätt. untergetaucht, grundst., linealisch; Bltn weiß, mit
bläulicher Röhre. 7. 8. Selten, besonders im nördl. Gebiet
Wasser-Sp., _L. dortmánna_ L.
Landpfl.; Blätt. längl.-verkehrt-eif., gezähnt; Bltn himmelblau. 6-10.
Zuweilen auf Schutt verw. Zierpfl.
Blaue Sp., _L. erínus_ L.
84. Familie. _Cucurbitáceae_, Kürbisgewächse.
_1._ Bltn klein, gelblichgrün, in blattachselst. Trauben; Fr. eine
erbsengroße Beere.
_Bryónia_ 285
-- Bltn groß, gelb, einzeln; Fr. groß
_2_
_2._ Ranken einfach; Blkr. bis fast auf den Grund geteilt; Staubblätt.
zusammenneigend
Gurke, _Cúcumis_ 284
-- Ranken verästelt; Blkr. bis zur Mitte 5-7 spalt.; Staubbeutel
verwachsen
Kürbis, _Cucúrbita_ 284
1. _Cucúrbita_ L., Kürbis. XXI.
Blätt. sehr groß, herzf., etwas gelappt. 6-8. Häufig angebaut
Garten-K., _C. pepo_ L.
2. _Cúcumis_ L., Gurke. XXI.
Blätt. spitz gelappt; Fr. längl.; Blkr. goldgelb. 6-9. Überall gebaut
Garten-G., _C. satívus_ L.
Blätt. mit stumpfen Lappen; Fr. kugelig od. eif.; Blkr. blaßgelb. 6-9.
Gebaut
Melonen-G., _C. melo_ L.
3. _Bryónia_ L., Zaunrübe. XXI. (XXII.)
Stbbltn und Stempelbltn auf derselben Pfl., aber in verschiedenen Bltn;
Narben kahl; Beeren schwarz. 6. 7. Zäune, Hecken, zerstr.
Schwarzbeerige Z., _B. alba_ L.
Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl.; Narben rauhhaarig;
Beeren rot. 6-7. Wie vor., seltener
Rotbeerige Z., _B. dioéca_ Jacquin
85. Familie. _Rubiáceae_, Labkrautgewächse.
_1._ Blkr. trichterförmig oder fast glockig, mit deutlicher Röhre (Fig.
708)
_3_
-- Blkr. radf. od. flach glockig, ohne deutliche Röhre (Fig. 709)
_2_
_2._ Blkr. grünlichgelb, meist 5zipfl.; Stengel mit rückwärts
gerichteten Stacheln; Fr. etwas saftig. Höhe 60-100 cm. Färberröte
_Rúbia_ 286
-- Blkr. weiß od. gelb, meist 4zipfl.; Fr. trocken
_Gálium_ 286
_3._ Kelchsaum undeutlich; Bltn weiß (außen zuweilen rötl.), selten blau
_Aspérula_ 285
-- Kelchsaum 4-6zähnig; Blkr. lila. Rauhhaarige Ackerpfl.
_Sherárdia_ 285
1. _Sherárdia_ Dillenius, Ackerröte. IV.
Stengel meist lieg.; Blätt. meist zu 6; Bltn kopff. gehäuft. 6-10 Kalk-
u. Tonäck., meist häufig
_S. arvénsis_ L.
2. _Aspérula_ L., Meier. IV.
_1._ Blkr. blau; Bltn gebüsch., mit borst. bewimp. Deckblätt.; Fr.
kahl. 5. 6. Lehm- u. Kalkäck., sehr zerstr. in Mittel- u. Süddeutschl.
Acker-M., _A. arvénsis_ L.
-- Blkr. weiß od. rötlich
_2_
[Illustration: Fig. 706.]
_2._ Blätt. schmal linealisch, fast borstlich (Fig. 706)
_5_
-- Blätt. lanzettl. od. längl.-eif. (Fig. 707); Blkr. stets weiß
_3_
[Illustration: Fig. 707.]
_3._ Fr. (u. Frkn.) m. hakig. Borst. besetzt; unt. Blätt. zu 6, obere
zu 8; Bltn langgestielt, trugdoldig; Blkr. 4 spalt. (Fig. 708). 5. 6.
Laubwälder, stellenweise
Waldmeister, _A. odoráta_ L.
[Illustration: Fig. 708.]
-- Fr. kahl
_4_
_4._ Blätt. zu 4, gewimpert; Röhre der Blkr. viel länger als der Saum,
5. 6. Am Ufer der Tauber bei Mergentheim, verw. im englisch. Gart. bei
München. Alpen.
Welscher M., _A. taurína_ L.
-- Blätt. meist zu 8, am Rande und auf dem Mittelnerven wie der Stengel
stachelig-rauh; Fr. körnig-rauh. 7. 8. Feuchtes Gebüsch, Ufer, nur in
Ostpreußen und Schlesien
Kletten-M., _A. aparíne_ M. B.
_5._ Unt. Blätt. zu 8; Röhre der Blkr. kürzer als ihr Saum; Pfl.
blaugrün. 5-7. Sonnige Hügel, Bergabhänge, sehr zerstr.
Lab-M., _A. glauca_ Beser
-- Blätt. zu 4-6
_6_
_6._ Stengel zahlreich, ausgebreitet; Blätt. meist zu 4; Blkr. meist
4spalt., außen oft rötlich. 6-8. Sonnige Hügel, stellenweise
Hügel-M., _A. cynánchica_ L.
-- Stengel meist einzeln, aufrecht; unt. Blätt. zu 6, obere zu 4; Blkr.
meist 3spalt., weiß. 6. 7. Wie vor., sehr zerstr.
Färber-M., _A. tinctória_ L.
3. _Rúbia_ L., Färberröte. IV.
Blätt. zu 4 od. 6; Fr. schwarz. 6. 7. Angebaut.
_R. tinctória_ L.
4. _Gálium_ L., Labkraut. IV.
_1._ Blätt. 1nervig od. ohne deutl. Nerv
_5_
-- Blätt. 3nervig, zu 4
_2_
_2._ Bltn weiß; Trugdolden in endst. Rispe
_4_
-- Bltn gelb od. blaßgrün; Trugdolden sämtlich blattachselst.
_3_
_3._ Stengel rauhhaarig; Bltnstiele mit 1-2 Deckblättch.; Blkr. gelb.
4-6. Im mittl. und südl. Gebiet meist häufig, im nördl. sehr selten
Kreuz-L., _G. cruciáta_ Smith
-- Stengel kahl; Bltnstiele ohne Deckblättch.; Blkr. grüngelb. 5. 6.
Nur in Böhmen und Schlesien
Frühlings-L., _G. vernum_ Scopoli
_4._ Stengel steif aufrecht; Blätt. lanzettl., nicht stachelspitzig,
derb, Rispe dicht. 7. 8. Wiesen, stellenweise
Nordisches L., _G. boreále_ L.
-- Stengel schlaff; Blätt. eif., mit kurzer Stachelspitze; Rispe
locker. 6-8. Laubwälder, verbreitet, im nördlichen Gebiet selten od.
fehlend
Rundblättriges L., _G. rotundifólium_ L.
_5._ Stengel ohne rückwärts gerichtete Stacheln
_11_
-- Stengel stets mit rückwärts gerichteten Stacheln (durch
Aufwärtsstreichen am Stengel leicht festzustellen)
_6_
_6._ Durchmesser der Blkr. kleiner als der der entwickelten Fr.; Pfl.
an trockenen Standorten $(vergl. _G. aparine_!)$
_8_
-- Durchmesser der Blkr. größer als der der entwickelten Fr.; Blkr.
weiß. Pfl. an feuchten Standorten
_7_
_7._ Blätt. spitz, stachelsp., zu 6-8; Fr. körnig rauh. 6-9. Feuchte
Wiesen, Ufer, meist häufig
Moor-L., _G. uliginósum_ L.
-- Blätt. stumpf, ohne Stachelspitze, meist zu 4; Fr. glatt od. sehr
fein gekörnelt. 5-9. Wie vor., häufig
Sumpf-L., _G. palústre_ L.
_8._ Blätt. am Rande mit vorwärts gerichteten Stacheln
_10_
-- Blätt. am Rande mit rückwärts gerichteten Stacheln
_9_
_9._ Bltnstiele meist 3blütig, kürzer als das Blatt; Frstiel
zurückgekrümmt; Fr. groß, warzig; Blkr. weiß oder gelblichweiß. 7-9.
Kalk- und Lehmäcker, stellenweise
Horn-L., _G. tricórne_ Withering
-- Bltnstiele 3-4blütig, länger als das Blatt; Frstiel gerade; Fr.
hakig borstig, seltener kahl $(var. _spúrium_ L.)$ oder steifhaarig und
nur halb so groß als an der Hauptform $(var. _valliántii_ DC.)$; Blkr.
weiß od. grünlich; Stengel niederliegend od. kletternd, bis 1,25 m l.
6-10. Zäune, Äcker, feuchte Gebüsche, gemein
Klebkraut, _G. aparíne_ L.
_10._ Blkr. weißlich; Bltnstiele 3blütig; Frstiele abwärts gekrümmt;
Fr. dicht weißwarzig (wie überzuckert), 4-5 mm br. 6. 7. Äcker, selten
Überzuckertes L., _G. sacharátum_ Allioni
-- Blkr. grünlichgelb, außen rötlich; Bltnstiele vielblütig; Frstiel
gerade; Fr. steifhaarig od. $(_G. ánglicum_ Hudson)$ kahl, fein
gekörnelt, bis 1½ mm br. 6-9. Äcker, stellenweise, fehlt im Norden
Pariser-L., _G. parisiénse_ L.
_11._ Bltn weiß od. gelblichweiß
_13_
-- Bltn gelb; Zipfel der Blkr. kurz zugespitzt
_12_
_12._ Blätt. zu 6-12, schmal linealisch, am Rande stark umgerollt,
unterseits stark weißlich, weichhaarig; Stengel rundlich, mit 4
hervortretenden Linien; Blkr. zitronengelb, nach Honig duftend. 6-10.
Triften, Hügel, meist häufig
Echtes L., _G. verum_ L.
-- Blätt. 10-12, breiter, wenig umgerollt, unterseits kahl; Stengel
steif aufrecht, unten deutlich 4kantig; Rispe schmal, kurzästig,
unterbrochen; Blkr. goldgelb, geruchlos. 5-10. Wiesen, sehr zerstr.
Aufrechtes L., _G. wirtgéni_ F. Schultz
_13._ Zipfel der Blkr. spitz, aber ohne Stachelspitze od. Granne (Fig.
709)
_16_
[Illustration: Fig. 709.]
-- Zipfel der Blkr. begrannt oder stachelspitzig (Fig. 710)
_14_
_14._ Stengel rundl., aufrecht; Rispe sehr locker; Bltnstiele haarfein;
Blkr. mit sehr kurz stachelspitzigen Zipfeln. Pfl. dem Waldmeister
ähnlich. 6-8. Laubwälder, zerstr.
Wald-L., _G. silváticum_ L.
-- Stengel deutl. 4kantig; Blkrzipfel begrannt
_15_
[Illustration: Fig. 710.]
_15._ Blätt. graugrün, nach beiden Enden verschmälert; Rispe
doldentraubig, ihre Seitenäste verlängert, unterwärts blütenlos;
Blkrzipfel langbespitzt; Stengel meist wenige, ausläufertreibend. 6-8.
Wälder, im östl. Gebiet verbreitet, sonst sehr selten $(_G. aristátum_
Aut.)$
Grannen-L., _G. schultésii_ Vest
-- Blätt. beiderseits grün, nach vorn etwas verbreitert; Rispe traubig,
ihre Seitenäste kurz, vom Grunde an blütentragend; Bltn wohlriechend;
Stengel meist mehrere. $(Ändert ab: a) Stengel schlaff; Blätt. stumpf,
glanzlos; Rispenäste wagerecht abstehend = var. _elátum_ Thuillier;
b) Stengel steif aufrecht; Blätt. spitzlich, oberseits oft glänzend;
Rispenäste aufrecht abstehend = var. _eréctum_ Hudson)$ Wiesen,
Wegränder, Gebüsch, gemein
Gemeines L., _G. mollúgo_ L.
_16._ Blätt. fast nervenlos, etwas fleischig, zu 6-8; Frstiele abwärts
gekrümmt; Fr. glatt; Blkr. gelblichweiß. 7. 8. Mit den Alpenflüssen von
den Alpen herabsteigend
Schweizer-L., _G. helvéticum_ Weigel
-- Blätt. mit deutlichem Mittelnerv, stachelspitzig; Frstiele aufrecht
_17_
_17._ Blätt. zu 6, die unt. verkehrt-eif., genähert, die oberen
linealisch-lanzettl.; Fr. dicht spitzhöckerig. 6-8. Trockene Wälder,
häufig $(_G. hercýnicum_ Weigel)$.
Stein-L., _G. saxátile_ L.
-- Unt. Blätt. längl., die oberen meist zu 8, linealisch-lanzettl.; Fr.
undeutlich stumpfhöckerig. Wie vor., stellenweise
Heide-L., _G. silvéstre_ Pollich
Ändert ab: a) Stengel und Blätt. unterwärts kurzhaarig = var.
_boccónei_ Allioni, seltener; b) Stengel niedrig (6-10 cm), dicht
rasig; Blätt. oft breiter; Bltn größer, in wenigblütigen Trugdolden =
var. _sudéticum_ Tausch. Riesengebirge, Gesenke.
86. Familie. _Caprifoliáceae_, Geißblattgewächse.
_1._ Stengel kriechend, fadenf.; Blätt. rundl.-eif.; Bltn glockig, zu
zweien, langgestielt, nickend (Fig. 711); Blkr. außen hellrosa, innen
purpurn gestreift
_Linnæa_ 290
-- Stengel aufrecht od. windend. Größere Sträucher od. Bäume od. hohe,
krautart. Pfl.
_2_
_2._ Blätt. gefiedert
_6_
-- Blätt. ungeteilt od. gelappt
_3_
_3._ Griffel 3; Bltn in schirmf. Trugdolden
_Vibúrnum_ 289
-- Griffel 1
_4_
_4._ Frkn. verläng., stielart., unterst.; Fr. eine 2fächerige Kapsel;
Blkr. ansehnl. (ca. 3 cm l.), fast regelmäßig 5spalt.
_Diervíllea_ 290
-- Frkn. kugelig od. längl., unterst.; Fr. eine Beere
_5_
_5._ Blkr. röhrig, ungleichzipfl. bis 2lippig; Bltn zu 2 oder
kopfig-quirlig
_Lonícera_ 289
-- Blkr. glockig, fast gleichzipfl., innen bärtig; Bltn klein, in
unterbrochenen Träubchen.
Schneebeere, _Symphoricárpus_ 290
_6._ Pfl. krautart.; Nebenblätt. blattart., eif.; Staubbeutel rot,
zuletzt schwärzlich; Stbfäden ziemlich dick
_Ébulum_ 288
-- Sträucher. Nebenblätt. fehlend od. warzenf.; Stbbeutel gelb;
Staubfäden dünn
_Sambúcus_ 289
[Illustration: Fig. 711.]
1. _Ébulum_ Garcke, Attich. V.
Blkr. rötlichweiß; Fr. meist schwarz. 7. 8. Waldstellen, Zäune,
stellenweise, zuweilen angepflanzt und verwildert.
_E. húmile_ Garcke
2. _Sambúcus_ L., Holunder. V.
Bltn reinweiß, in flachen Trugdolden; Fr. schwarz; Mark der Äste
schneeweiß. 6. 7. Wälder, Hecken. Häufig angepfl.
Schwarzer H., _S. nigra_ L.
Bltn gelblichweiß, in eif. Rispen; Fr. scharlachrot; Mark der Äste gelb
od. gelbbraun. 4. 5. Bergwälder, seltener in der Ebene
Roter H., _S. racemósa_ L.
3. _Vibúrnum_ L., Schneeball. V
Blätt. 3- od. 5lappig; randst. Bltn viel größer als die übrigen; Beeren
rot. 5. 6. Feuchte Gebüsche, Flußufer, verbreitet. $(In Gärten eine
Abart mit kugeligem Bltnstande = var. _róseum_ L.)$
Schneeball, _V. ópulus_ L.
Blätt. eif., einfach, unterseits graufilzig; Bltn alle gleich
gestaltet; Beeren schwarz. 5. 6. Bergwälder, besonders auf Kalk. Oft in
Gärten
Wolliger Sch., Schlinge, _V. lantána_ L.
4. _Lonícera_ L., Geißblatt. V.
_1._ Stengel nicht windend; Bltn zu 2, ihre Frkn oft verwachsen
_3_
-- Stengel windend; Bltn in endst., kopfigen Quirlen; Bltn 2lippig
(Fig. 712)
_2_
[Illustration: Fig. 712.]
_2._ Obere Blätt. am Grunde verwachsen, so daß der Stengel
hindurchgewachsen zu sein scheint; Bltnköpfchen sitzend. 5. 6. Oft
angepflanzt
Jelängerjelieber, _L. caprifólium_ L.
-- Alle Blätt. getrennt; Bltnköpfchen gestielt. 6-8. Waldränder,
Hecken, zerstr.
Wald-G., _L. periclýmenum_ L.
_3._ Frkn. (und Fr.) der ganzen Länge nach zusammengewachsen oder nur
an der Spitze getrennt (Fig. 713)
_6_
[Illustration: Fig. 713.]
-- Frkn. vollständig getrennt od. nur am Grunde verwachsen (Fig. 714)
_4_
[Illustration: Fig. 714.]
_4._ Blätt. nebst den Stielen des Bltnstandes weichhaarig,
rundlich-elliptisch; Blkr. gelblichweiß; Fr. scharlachrot. 5. 6.
Laubwälder, Hecken
Heckenkirsche, _L. xylósteum_ L.
-- Blätt. nebst den Stielen des Bltnstandes kahl (zuweil. die jungen
Blätt. unterseits etwas behaart)
_5_
_5._ Gemeinsamer Bltnstiel so lang oder wenig länger als die Bltn;
Blätt. herz-eif.; Blkr. rot od. weiß; Fr. gelb od. scharlachrot. 5. 6.
In Anlagen, zuweilen verw.
Tataren-G., _L. tatárica_ L.
-- Gemeinsamer Bltnstiel 3-4mal länger als die Bltn; Blätt.
längl.-elliptisch; Blkr. rötlich od. weißlich; Fr. schwarz. 5. 6.
Gebirgswälder, selten
Schwarze G., _L. nigra_ L.
_6._ Bltn gelblich, viel länger als der gemeinsame Bltnstiel; Fr.
blauschwarz. 5. 6. Steinige Orte, feuchte Gebüsche, Moore, selten
(Bayern)
Blaues G., _L. coerúlea_ L.
-- Bltn rötlich, viel kürzer als der gemeinsame Bltnstiel; Fr. rot. 5.
6. Laubwälder, nur im südl. Gebiet, auch angepfl.
Alpen-G., _L. alpígena_ L.
_Diervíllea flórida_ Sieb. u. Zucc. (Weigélia rósea Lindley), mit
rosenroten oder weißen Bltn, kurzgestielten, scharf gesägten Blätt.
und weißbehaarten Zweigspitzen als Zierstrauch in Anlagen.
5. _Symphoricárpus_ Dillenius, Schneebeere V.
Blätt. rundl.; Bltn rötlich; Fr. weiß. 7. 8. Zierstrauch
_S. racemósus_ Michaux
6. _Linnæa_ Gronovius, Moosglöckchen. XIV.
Blätt. fast lederart., gekerbt. 5. 6. Moosige Nadelwälder in
Norddeutschl., Schlesien und am Brocken
_L. boreális_ L.
87. Familie. _Adoxáceae_, Bisamkrautgewächse.
1. _Adóxa_ L., Bisam- oder Moschuskraut. VIII.
Grundst. Blätt. langgestielt, obere gegenst.; Köpfchen 5-7blütig. 3. 4.
Feuchte Gebüsche, stellenweise häufig
_A. moschatellína_ L.
88. Familie. _Valerianáceae_, Baldriangewächse.
_1._ Bltn lang gespornt, rot
_Centránthus_ 291
-- Bltn nicht gespornt
_2_
_2._ Stengel wiederholt gabelästig (Fig. 207); Blätt. ungeteilt; Blkr.
ohne Höcker, bläulichweiß; Kelchsaum gezähnt od. undeutl.
_Valerianélla_ 291
-- Stengel nicht gabelästig; Blätt. oft gefied.; Blkr. mit Höcker, weiß
od. rötl.; Kelchsaum später zu einer Haarkr. entwickelt
_Valeriána_ 290
1. _Valeriána_ L., Baldrian. III.
_1._ Blätt. sämtlich unpaarig gefied.; Bltn alle mit Stbblätt. und
Stempel
_5_
-- Unt. od. alle Blätt. ungeteilt; Bltn z. T. nur mit vollkommenen
Stbblätt. od. nur mit entwickelten Stempeln[37]
_2_
_2._ Mittl. Blätt. gestielt; Pfl. ohne Ausläufer; Bltn rötl.
_4_
-- Mittl. und obere Blätt. sitzend; Pfl. mit Ausläufern; Bltn weiß od.
rötl.
_3_
_3._ Blätt. sämtlich ungeteilt, die der nichtblühenden Triebe sehr
groß, herz-eif., zart; Stengel breit geflügelt. 5. 6. Feuchte Wiesen,
Waldsümpfe, nur im östl. Deutschl. $(V. _polýgama_ Aut.)$
Ganzblättriger B., _V. simplicifólia_ Kabath
-- Mittl. und obere Blätt. fiedert., mit großem Endblättchen, die
unt. rundl.-eif. bis elliptisch, wie die der nichtblühend. Triebe
langgestielt; Stengel gefurcht. 5. 6. Sumpfwiesen, häufig
Kleiner B., _V. dioéca_ L.
_4._ Blätt. bläulichgrün, mittl. und obere 3zählig, die der nicht
blühenden Triebe deutlich herzf. 5-7. Feuchte Orte der höheren Gebirge.
Klee-B., _V. trípteris_ L.
-- Blätt. lebhaft grün, glänzend, alle ungeteilt (selten
eingeschnitten), die der nichtblühenden Triebe eif., kaum herzf. 5-8.
Feuchte Felsen der bayrischen Alpen und bei Isny in Württemberg
Berg-B., _V. montána_ L.
_5._ Fiederblättch. 15-21, eingeschnitten gezähnt oder ganzrand.; Bltn
hellrötlich. 7-9. Feuchte Gebüsche, Ufer, meist häufig
Großer B., _V. officinális_ L.
-- Fiederblättch. 9-11, grob gesägt; Bltn rötlichweiß, größer als bei
vor. 5-8. Feuchte Laubwälder, quellige Orte, zerstr.
Holunder-B., _V. sambucifólia_ Mikan
2. _Centránthus_ DC., Spornblume. I.
Blätt. eif. od. lanzettl.; Bltn gespornt (Fig. 715). 6-9. In Gärten und
zuweilen daraus verw.
_C. ruber_ DC.
[Illustration: Fig. 715.]
3. _Valerianélla_ Pollich, Rapünzchen. III.
_1._ Kelchsaum deutlich gezähnt (an der Fr. zu beobachten)
_3_
-- Kelchsaum undeutlich, kaum gezähnt
_2_
_2._ Fr. rundl.-eif., etwas zusammengedrückt, vorn und hinten
schwach gefurcht, ihre beiden leeren Fächer zusammen kleiner als das
fruchtbare. 4. 5. und 7. 8. Äcker, Triften, häufig. Auch als Salatpfl.
angepfl.
Salat-R., _V. olitória_ Moench
-- Fr. linealisch-längl., 4kantig, an einer Seite tief gefurcht, die
beiden leeren Fächer zusammen so groß als das fruchtbare. 4. 5. Wie
vor., selten.
Gekieltes R., _V. carináta_ Loiseleur
_3._ Kelchsaum mit 6 borstenf. Zähnen; Fr. zottig
_6_
-- Kelchsaum schief, mit 3-4 sehr kleinen und einem größeren Zahn (Fig.
716)
_4_
[Illustration: Fig. 716.]
_4._ Kelchsaum so breit als die Fr. (Fig. 716a), netzaderig; Fr. eif.,
mit vertieftem, eif. Mittelfelde. 4. 5. Gemüsefelder. Nur in der
Rheingegend
Borstiges R., _V. eriocárpa_ Desvaux
-- Kelchsaum schmäler als die Fr., nicht netzaderig
_5_
_5._ Fr. ei-kegelf., mit vertieftem, längl. Mittelfelde, fruchtbares
Fach viel größer als die fast fädlichen leeren; Kelchrand halb so breit
wie die Fr., sehr deutlich gezähnt (Fig. 716b). 7. 8. Äcker, meist
häufig
Gezähntes R., _V. dentáta_ Pollich
-- Fr. kugelig-eif., auf der einen Seite tief gefurcht, fruchtbares
Fach viel kleiner als die aufgeblasenen leeren; Kelchrand ⅓ so breit
als die Fr. 6. 7. Wie vor., zerstr. $(_V. auricula_ DC.)$
Gefurchtes R., _V. rimósa_ Bastard
_6._ Kelchsaum becherf., mit 6-12 eif., begrannten und an der Spitze
hakenf. gebogenen Zähnen. 5-7. Äcker, selten und unbeständig
Gekröntes R., _V. coronáta_ DC.