[Illustration: Fig. 29.]

Produced by Peter Becker and the Online Distributed

Proofreading Team at http://www.pgdp.net

+------------------------------------------------------------------+

| Anmerkungen zur Transkription |

| |

| Gesperrter Text ist als ~gesperrt~ dargestellt, kleinere Schrift |

| als $kleiner$, Fettschrift als _fett_ und Kursivschrift als |

| |kursiv|. |

| Eine Liste der Änderungen befindet sich am Ende des Buchs. |

+------------------------------------------------------------------+

Erklärung der Abkürzungen.

Blblatt. = Blumenblatt.

Blkr. = Blumenkrone.

Bltn. = Blüten.

br. = breit.

-f. = -förmig (eif. usw.)

fiedersp. = fiederspaltig.

fiedert. = fiederteilig.

Fr. = Frucht, Früchte.

Frkn. = Fruchtknoten.

ganzr. = ganzrandig.

gefied. = gefiedert.

H. = Höhe.

Haarkr. = Haarkrone.

l. = lang.

od. = oder.

Pfl. = Pflanze.

-st. = -ständig (grundst. usw.).

Stb.- = Staub- (Stbblatt usw.).

verw. = verwildert.

zerstr. = zerstreut.

z. T. = zum Teil.

* * * * *

A. Br. = Alexander Braun.

Andrzj. = Andrzejowski.

Aschrs. = Ascherson.

Aschrs. u. Gr. = Ascherson und Graebner.

DC. = De Candolle.

Ehrh. = Ehrhart.

Fl. Wett. = Flora der Wetterau.

Kl. u. Gcke. = Klotzsch und Garcke.

L. = Linné.

Lmk. = Lamarck.

M. B. = Marschall v. Bieberstein.

M. u. K. = Mertens und Koch.

N. v. E. = Nees von Esenbeck.

P. B. = Palisot de Beauvois.

P. J. M. = P. J. Müller.

P. M. E. = Patze, Meyer und Elkan.

R. Br. = Robert Brown.

Rchb. = Reichenbach.

R. u. Sch. = Roemer u. Schultes.

Sch. u. Sp. = Schimper und Spenner.

Schwgg. u. K. = Schweigger und Koerte.

W. u. K. = Waldstein und Kitaibel.

Wh. u. N. = Weihe und Nees.

Willd. = Willdenow.

W. u. Grab. = Wimmer und Grabowski.

Die Ziffern 1-12 bedeuten bei Angabe der Blütezeit die entsprechenden

Monate.

[Illustration]

Flora von Deutschland

Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen

den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden

und angebauten Pflanzen

Herausgegeben von

Prof. Dr. O. Schmeil und Jost Fitschen

Mit 1000 Abbildungen

Neunundzwanzigste Auflage

~bearbeitet von~

Jost Fitschen

[Illustration]

1922

Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig

Alle Rechte, insbesondere das der Übersetzung, vorbehalten

Spamersche Buchdruckerei in Leipzig

Vorwort zur 29. Auflage.

Seit einer Reihe von Jahren ist die »Flora von Deutschland« in fast

unveränderter Fassung erschienen. Auch die vorliegende Auflage weist

keine durchgreifenden Änderungen auf; doch sind in dem Bestreben, den

Inhalt des Werkes mit den neuesten Ergebnissen der Wissenschaft in

Einklang zu bringen, einzelne Tabellen teilweise einer Neubearbeitung

unterzogen worden. An eine Erweiterung des Umfangs durch Aufnahme einer

größeren Zahl von Kulturpflanzen ist aus naheliegenden Gründen in

absehbarer Zeit nicht zu denken. Dafür ist als Ergänzung der Flora ein

Werk gesondert erschienen[1], das eine Bestimmung der einheimischen und

bei uns angepflanzten Holzgewächse ermöglicht und auf das Interessenten

hiermit verwiesen werden.

~Altona~, im Frühjahr 1922.

~Jost Fitschen.~

Vorwort zur 10. Auflage.

Die vorliegende neue Ausgabe hat nach verschiedenen Richtungen hin

nicht unwesentliche Änderungen erfahren.

Wie schon eine flüchtige Durchsicht des Buches zeigt, sind im

speziellen Teile die Familien in anderer Reihenfolge als bisher

aufgeführt. Diese Änderung erfolgte, weil das System, das den früheren

Auflagen zugrunde gelegt war, dem heutigen Stande der Wissenschaft

nicht mehr recht entspricht. In Übereinstimmung mit dem »Lehrbuche

der Botanik« ist vielmehr das von ~Alexander Braun~ aufgestellte und

von Eichler, Engler, Wettstein u. a. Forschern weiter ausgebildete

natürliche System zur Anwendung gekommen.

Während es sich hierbei in der Hauptsache nur um eine andere

Gruppierung des Stoffes handelt, an die sich jeder Benutzer des

Buches schnell gewöhnen wird, ist eine weitere Änderung von mehr

einschneidender Bedeutung. Zum Bestimmen der Familien und Gattungen

dienten bislang zwei Tabellen, von denen die eine nach dem natürlichen,

die andere aber nach dem Linnéschen System eingerichtet war.

Die letztere ist mit der neuen Auflage in Fortfall gekommen. Wir

entsprechen damit dem Wunsche vieler Schulmänner, die das Linnésche

System vom Unterrichte vollständig ausgeschlossen wissen wollen.

Nun muß jedoch anerkannt werden, daß dieses System, obgleich es für die

Wissenschaft nur noch einen historischen Wert besitzt, beim Bestimmen

von Pflanzen wertvolle Dienste zu leisten vermag. Es wäre uns deshalb

auch nicht angängig erschienen, die erwähnte Tabelle zu beseitigen,

wenn wir nicht geglaubt hätten, dafür etwas Besseres einsetzen zu

können, nämlich eine Tabelle, die auf völlig neuen Gesichtspunkten

basiert: ~Sämtliche Gewächse -- mit Einschluß der berücksichtigten

Kryptogamen -- sind ohne Hinblick auf irgendein System in 8 Gruppen

gebracht, die so abgegrenzt wurden, daß es nur eines Blickes

bedarf, um eine unbekannte Pflanze in sie richtig einzugliedern~.

Zur Unterscheidung der einzelnen Familien und Gattungen sind in

erster Linie stets die ~augenfälligsten~ und ~deutlichsten Merkmale~

berücksichtigt worden. Die neue Tabelle bietet gegenüber der alten

außerdem den großen Vorteil, daß mit ihrer Hilfe selbst solche Gewächse

leicht bestimmt werden können, die entweder nur selten blühen (wie

manche Wasserpflanzen!) oder sehr kleine, unscheinbare Blüten besitzen.

Auf Wunsch vieler Freunde des Buches haben wir weiter eine Tabelle

eingerichtet, die das ~Bestimmen sämtlicher Holzgewächse allein nach

den Blättern~ ermöglicht.

Eine besondere Sorgfalt wurde auch der ~Fassung des Textes~ gewidmet.

Mit Ausnahme ganz weniger Ausdrücke, die am Fuße der Tabellen angegeben

und in der Einleitung erklärt worden sind, haben wir alle Bezeichnungen

vermieden, die nur der botanischen Kunstsprache angehören und deshalb

für den Anfänger unverständlich sein würden. Infolge dieser Einrichtung

kann das Buch auch von dem mit Erfolg benutzt werden, der keinerlei

botanische Vorkenntnisse besitzt und im Bestimmen von Pflanzen nicht

geübt ist.

Die Anzahl der ~Abbildungen,~ deren große Bedeutung von allen Seiten

immer mehr anerkannt wird, hat wiederum eine beträchtliche Vermehrung

erfahren. Dieser Umstand, in Verbindung mit den bereits erwähnten

Bereicherungen, hat zur Folge gehabt, daß das Buch um etwa einen

Bogen stärker geworden ist. Es hat aber, da zum Drucke dünnes, jedoch

sehr gutes Papier verwendet wurde, den Charakter einer Taschenflora

keineswegs verloren.

Erklärung der botanischen Kunstausdrücke.

1. Die Wurzel.

Die _Wurzel_ ist niemals mit Blättern (Blattresten, Blattnarben!)

besetzt und dadurch von den unterirdischen Stengelgebilden sicher zu

unterscheiden. Die _Haupt-_ oder _Pfahlwurzel_ bildet die direkte

Fortsetzung des Stengels; ihre seitlichen Verzweigungen sind die

_Seiten-_ oder _Nebenwurzeln_. Bei vielen Pflanzen geht die Hauptwurzel

bald zugrunde und wird durch einen Büschel faden- oder strangf.

Nebenwurzeln ersetzt, die am unteren Teile des Stengels entspringen.

Die _Hauptwurzel_ heißt: _spindelf.,_ wenn sie einen langgestreckten,

spitzen Kegel darstellt (Querschnitt kreisrund, Längsschnitt lanzettl.

-- Möhre); _rübenf.,_ wenn sie im oberen Teile dick aufgetrieben und

kreisrund ist (Runkelrübe). Außerdem unterscheidet man noch _walzliche,

fädliche, holzige_ und _fleischige_ Hauptwurzeln. Die Nebenwurzeln sind

zuweilen _knollig_ verdickt (Scharbockskraut, Knabenkraut).

2. Der Stamm.

Der _oberirdische_ Stamm ist entweder holzig und ausdauernd oder saftig

und krautig und dann meist alljährlich absterbend. Im letzteren Falle

wird er gewöhnlich _Stengel_ genannt. Einen hohlen, durch verdickte

Knoten und Querscheidewände gegliederten Stengel bezeichnet man als

_Halm_ (Gräser). Beim _Halbstrauch_ ist der untere Teil verholzt,

während der obere krautig bleibt und jedes Jahr abstirbt (Bittersüß).

Nach der Richtung, Beschaffenheit der Oberfläche usw. nennt man den

Stamm: _aufrecht,_ d. h. senkrecht oder ziemlich senkrecht (Raps);

_aufsteigend,_ im unteren Teil auf dem Boden liegend, im oberen

aufrecht (Feld-Beifuß); _niederliegend_ oder _niedergestreckt,_ der

ganzen Länge nach dem Boden aufliegend (Vogel-Miere); _kriechend,_

niederliegend und dabei an verschiedenen Stellen Wurzeln treibend

(Gänse-Fingerkraut); _windend,_ sich spiralig um andere Körper

herumlegend (Hopfen); _kletternd,_ mit Hilfe von Ranken, hakenf.

Stacheln oder Wurzeln an anderen Gegenständen in die Höhe steigend

(Weinstock, Klebkraut, Efeu); _rasig,_ wenn viele Stengel derselben

Pfl. dicht gedrängt zusammenstehen; _stielrund,_ im Querschnitt

kreisrund; _halbkreisrund,_ der Querschnitt ist ein Halbkreis;

_geflügelt_, mit breiten, herablaufenden Hautsäumen (viele

Platterbsen); _gefurcht_, der Länge nach mit ziemlich breiten, rinnenf.

Vertiefungen versehen (Pastinak); _gerillt_, _gerieft_, ebenso, aber

die Vertiefungen sehr schmal (mehrere Doldengewächse).

_Ausläufer_ sind am Grunde des Stammes entspringende Seitenzweige,

die entweder dem Boden aufliegen oder in der Erde fortkriechen, an

den Knoten Wurzel schlagen und oberirdische Sprosse bilden (Erdbeere,

Kartoffel).

Der _unterirdische_ Stamm ist von der Wurzel durch die Ausbildung von

Blättern oder Blattschuppen zu unterscheiden (s. oben). Man nennt

ihn _Wurzelstock_, wenn er von mäßiger Dicke und ziemlich gleichf.

(wurzelähnlich) gebaut ist (Windröschen); _Knolle_, wenn er mehr oder

weniger kugelig verdickt ist (Kartoffel) und _Zwiebel_, wenn er stark

verkürzt und von mehreren dicken, fleischigen Blätt. schalenf. umgeben

ist (Küchenzwiebel).

3. Das Blatt.

Das Blatt tritt uns in sehr verschiedener Gestalt entgegen. Die als

»Blätter« schlechtweg bezeichneten grünen Gebilde der Pfl. sind die

_Laubblätter_, während die dem Bltnstande angehörigen, am Grunde des

Bltnstiels oder in der Nähe der Blüte stehend. Blätt. _Deck-_ oder

_Hüllblätter_ genannt werden. Sie gleichen zuweilen den Laubblätt.

(Lippenblütler), sind aber meist von ihnen durch Größe, Gestalt und

Färbung verschieden (Hülle und Hüllchen der Doldengewächse, Hüllkelch

der Korbblütler).

1. Die _Teile_ eines vollständigen Blattes sind: 1. _Blattfläche_ oder

_Blattspreite_, der ausgebreitete Teil desselben; 2. _Blattstiel_,

der stielartige Träger der Blattfläche; 3. _Blattscheide_, der

unt., den Stengel röhrenf. umschließende Teil des Blattes (Gräser).

_Nebenblätter_ sind rechts und links am Grunde des Blattstiels sitzende

blattart. Anhängsel, die zuweilen der Blattfläche gleichen, meist aber

kleiner und anders gestaltet sind (vgl. Fig. 544). Bei den Gräsern

findet sich an der Grenze zwischen Blattscheide und Blattfläche ein

häutiges Anhängsel, das _Blatthäutchen_.

2. Nach ihrer _Stellung_ sind die Blätter: _grundständig_, wenn sie am

Grunde des Stengels entspringen und dann _rosettig_, wenn sie dicht

gedrängt stehen und nach allen Seiten ausgebreitet sind (Löwenzahn);

_wechselständig_ oder _zerstreut_, wenn sie einzeln in ungleicher

Höhe am Stengel stehen (Schwarzwurz); _gegenständig_, wenn sich 2

Blätt. in gleicher Höhe des Stengels gegenüberstehen (Taubnessel);

_quirlständig_, wenn in gleicher Höhe am Stengel mehr als 2 Blätt.

entspringen (Waldmeister).

[Illustration: Fig. 1.]

Nach der Art der _Anheftung_ nennt man das Blatt: _sitzend_,

wenn ein Blattstiel fehlt (Tulpe); _herablaufend_, wenn sich die

Blattfläche noch ein Stück am Stengel herunterzieht (Schwarzwurz);

_stengelumfassend_, wenn die Blattfläche ganz oder fast ganz um

den Stengel herumgreift (Fig. 1, Schlafmohn); _durchwachsen_,

wenn das Blatt mit seinem ungeteilten Grunde den Stengel umgibt,

so daß dieser durch dasselbe hindurchgewachsen zu sein scheint

(Fig. 2, durchwachsenes Hasenohr); _verwachsen_, wenn 2 gegenst.

Blätter am Grunde miteinander verschmolzen sind (Jelängerjelieber);

_schildförmig_, wenn der Stiel in der Mitte der Blattfläche angewachsen

ist (Fig. 3, Wassernabel, Kapuzinerkresse).

[Illustration: Fig. 2.]

[Illustration: Fig. 3.]

3. Bezüglich der _Teilung_ der Blattfläche heißt das Blatt: _ganz_

oder _ungeteilt_, wenn es ohne jeden Einschnitt ist (höchstens am

Rande gezähnt, gesägt usw.); _fiederspaltig_, mit nach der Mittelrippe

verlaufenden, nicht allzu tiefen Einschnitten (Raps, Löwenzahn);

_fiederteilig_ oder _fiederschnittig_, mit tieferen, fast die

Mittelrippe erreichenden Einschnitten (Wasserfeder); _leierförmig

fiederspaltig_, ebenso, aber mit größerem Endlappen (Fig. 5);

_handförmig geteilt_, mit Einschnitten, die nach dem Grunde des Blattes

verlaufen (Fig. 4, Hahnenfußarten); _gelappt_, wenn es durch spitze

Einschnitte in breitere, meist stumpfe und abgerundete Zipfel geteilt

ist (Fig. 6, Ahorn, Leberblümchen, Frauenmantel).

[Illustration: Fig. 4.]

[Illustration: Fig. 5.]

[Illustration: Fig. 6.]

[Illustration: Fig. 7.]

4. Nach der _Zusammensetzung_ unterscheidet man das _einfache_ und

das _zusammengesetzte_ Blatt. Das letztere besteht aus mehreren

völlig getrennten Blättchen, die durch Stielchen oder Gelenke mit dem

gemeinschaftlichen Blattstiel zusammenhängen. Es heißt: _gefiedert_,

wenn der Blattstiel an 2 gegenüberliegend. Seiten kleine Blättchen

(Fiederblättchen) trägt (Rose), und zwar _unpaarig-gefiedert_, wenn

ein Endblättchen vorhanden ist, _paarig-gefied._, wenn ein solches

fehlt (Fig. 7, Platterbse, Erbse); _unterbrochen-gefied._, wenn

größere Fiederblättch. mit kleineren abwechseln (Fig. 8, Kartoffel,

Odermennig); _doppelt-gefied._, wenn die Fiederblättchen wieder

gefied. sind (viele Doldengewächse); _gefingert_ oder _handförmig_,

wenn mehrere Blättchen an der Spitze des Stengels von einem Punkte

ausgehen. Nach der Anzahl der Blättch. heißt das Blatt 3zählig (Fig.

9, Klee), 5zählig (Fingerkräuter), 7zählig (Roßkastanie) usw.; doppelt

3zählig heißt ein Blatt, wenn an Stelle eines Blättch. wieder ein

3zähliges Blatt sitzt (Fig. 10, Laserkraut); _fußförmig_, wenn die

Blättch. nicht von einem Punkte, sondern nebeneinander entspringen

(Fig. 11, Nieswurz).

[Illustration: Fig. 8.]

[Illustration: Fig. 9.]

[Illustration: Fig. 10.]

[Illustration: Fig. 11.]

[Illustration: Fig. 12.]

5. Nach der Beschaffenheit des _Randes_ heißt das Blatt: _ganzrandig_,

wenn es ohne jeden Einschnitt ist (Flieder); _gesägt_, wenn die

spitzen Sägezähne in spitzem Winkel zusammenstoßen (Fig. 14a, Rose);

_doppelt gesägt_, wenn große u. kleine Sägezähne abwechseln (Fig. 14b,

Hagebuche); _schrotsägeförmig_, wenn die meist nach unt. gekehrt.

Sägezähne wiederum fein gesägt sind (Fig. 12, Löwenzahn); _gezähnt_,

wenn die spitzen Zähne in einem stumpfen Winkel zusammenstoßen

oder durch einen sanften Bogen verbunden sind (Fig. 14c, kleine

Brennnessel); _gekerbt_, wenn die abgerundeten Ausschnitte in einem

Winkel zusammenstoßen (Fig. 14d, Veilchen); _geschweift_, mit

welligen, sehr seichten Einschnitten (Fig. 14e, Gänsefußarten);

_buchtig_, wenn Ausschnitte und Einbuchtungen abgerundet sind (Fig. 13,

Eiche).

[Illustration: Fig. 13.]

[Illustration: Fig. 14.]

[Illustration: Fig. 15.]

[Illustration: Fig. 16.]

[Illustration: Fig. 17.]

[Illustration: Fig. 18.]

6. Nach dem _Gesamtumriß_ ist das Blatt: _nadelförmig_ (Nadelhölzer);

_linealisch_, mit parallelen Rändern, viel länger als breit (Fig. 15,

Gräser, Nelken); _lanzettlich_, 3- bis 4mal so lang als breit, mit

zugespitzten Enden (Fig. 16, Weidenröschen); _eiförmig_, am Grunde

breiter als an der Spitze, etwa doppelt so lang als breit (Fig. 17,

Birnbaum); _verkehrt eif._ (Fig. 19), ebenso, aber über der Mitte am

breitesten (Aurikel); _elliptisch_ (Fig. 18, Kirschbaum); _kreisrund_

(Froschbiß); _keilf._, in der Nähe der Spitze am breitesten und nach

dem Grunde spitz zulaufend (Fig. 52, Seidelbast); _spatelf._, wie vor.,

aber mit abgerundeter Spitze (Fig. 20, Gänseblümchen); _nierenf._,

breiter als lang, am Grunde mit einem tiefen, meist abgerundeten

Einschnitt zwischen 2 breiten, abgerundeten Lappen (Fig. 21,

Haselwurz); _rautenförmig_, ein verschobenes Viereck darstellend (Fig.

22, Schwarzpappel, Wassernuß). Alle diese Formen gehen auch ineinander

über.

[Illustration: Fig. 19.]

[Illustration: Fig. 20.]

[Illustration: Fig. 21.]

7. Nach der Form des _Blattgrundes_ bezeichnet man das Blatt als:

_herzförmig_, mit spitzem Einschnitt zwischen 2 abgerundeten

Seitenlappen (Fig. 23, Bohne), _nierenförmig_ (s. oben!);

_pfeilförmig_, mit spitzem Einschnitt und 2 spitzen, abwärts

gerichteten Seitenzipfeln (Fig. 24, Ackerwinde); _spießförmig_, wie

vor., aber die Zipfel wagerecht abstehend (Fig. 25, Melde).

[Illustration: Fig. 22.]

[Illustration: Fig. 23.]

[Illustration: Fig. 24.]

[Illustration: Fig. 25.]

4. Die Haare.

Die _Haare_ sind dünne, meist röhrenf. und durchsichtige Auswüchse

der Oberhaut, die aus einer bis vielen linienf. aneinander gereihten

Zellen bestehen. _Borsten_ sind steife, stechende Haare; _Brennhaare_

enthalten im Innern einen scharfen, Brennen erregenden Saft, der beim

Abbrechen der Spitze ausfließt (Brennnessel); _Sternhaare_ sind sternf.

verästelte Haare; _Drüsen_ oder _Drüsenhaare_ tragen an der Spitze ein

kugeliges, Flüssigkeit absonderndes Köpfchen (Fig. 375, Sonnentau).

Nach der Art der _Behaarung_ nennt man die Stengel und Blätter: _kahl_,

wenn sie vollständig unbehaart sind; _flaumig_ oder _weichhaarig_, mit

kurzen, wenig abstehenden Haaren (oft mit bloßem Auge kaum wahrzunehmen

-- scharfer Hahnenfuß); _seidenhaarig_, mit glänzenden, meist dicht

anliegenden Haaren (Gänse-Fingerkraut); _zottig_, mit dichten, langen,

weichen Haaren (Bilsenkraut); _rauhhaarig_, mit abstehenden, ziemlich

steifen, aber nicht stechenden Haaren (Skabiose); _steifhaarig_,

_borstig_, mit steifen, borstigen Haaren (Schwarzwurz); _filzig_, mit

dichten, ineinander verflochtenen Haaren (Königskerze); _wollig_, mit

langen, gekräuselten Haaren (Staubfäden der Königskerze); _gewimpert_,

am Rande mit fast gleichlangen, parallelen, abstehenden Haaren (Blätt.

der Simsen).

5. Die Blüte.

Die _Teile_ der Blüte. Eine vollständige Blüte ist zusammengesetzt

(von außen nach innen) aus den _Kelchblätt._, _Blblätt._, _Stbblätt._

und dem _Stempel_. Die beiden äußeren Blattkreise (Kelch- und

Blblätt.) werden auch als _Bltnhülle_ bezeichnet. Sind beide Kreise

der Bltnhülle von gleicher Beschaffenheit (Tulpe) oder ist nur ein

Kreis vorhanden (Windröschen), so ist die Bltnhülle _einfach_. Sind

dagegen die beiden Blattkreise von verschiedener Beschaffenheit und

Färbung, so nennt man die (meist grünen) Blätt. des äußeren Kreises

den _Kelch_ und die auffällig (weiß, rot, blau usw.) gefärbten Blätt.

des inneren Kreises die _Blkrone_. Dann bezeichnet man die Bltnhülle

als _doppelt_. Die _Stbblätt._ sind in der Regel aus dem den Bltnstaub

enthaltenden _Stbbeutel_ und dessen stielart. Träger, dem _Stbfaden_,

zusammengesetzt. Der unt., meist kugelig oder walzl. gestaltete Teil

des _Stempels_ heißt _Frknoten_. Er setzt sich nach oben in einen

stielart. Teil, den _Griffel_, fort, der in die sehr verschieden

gestaltete _Narbe_ endigt. Enthält eine Blüte nur Stbblätt., so wird

sie _Stbblüte_ genannt; ist nur ein Stempel vorhanden, so heißt sie

_Stempel-_ oder _Frucht-Blüte_. Das mehr oder weniger verdickte Ende

des Bltnstiels, aus dem die genannten Teile entspringen, ist der

_Bltnboden_. Ist dieser mehr oder weniger gewölbt, so steht der Frkn.

höher als die anderen Bltnteile: er ist _oberständig_ (Fig. 26, 1).

Ist der Bltnboden aber napf- oder krugf. ausgehöhlt, und ist der in

dieser Höhlung (also unter den übrigen Bltnteilen) stehende Frkn. mit

dem Bltnboden verwachsen (Fig. 26, 2), so nennt man ihn _unterständig_.

Tritt bei derselben Beschaffenheit des Bltnbodens eine Verschmelzung

nicht ein, so ist der Frkn. mittelständig (Fig. 26, 3).

[Illustration: Fig. 26.]

Die _Blütenhülle_. Die Kelch- und Blblätt. sind entweder frei, d. h.

vollständig unter sich getrennt od. mehr od. weniger vollkommen

miteinander _verwachsen_. Läßt sich eine Blüte durch mehr als einen

Schnitt in zwei symmetrische Teile zerlegen, so daß die eine Hälfte das

Spiegelbild der andern ist, so heißt sie _regelmäßig_ (Schlüsselblume);

läßt sie sich aber nur durch einen einzigen Schnitt in der angegebenen

Weise teilen, so ist sie _unregelmäßig_ (Taubnessel, Veilchen).

Die Blkr. kann ihrer Gestalt nach sein: _röhrig_, mit wenig

sich erweiterndem Saum[2] und daher überall ziemlich gleichweit

(Schlüsselblume); _keulig_, nach oben sich verdickend (Fig. 630,

Schwarzwurz); _glockig_ (Glockenblume); _trichterf._, von unten nach

oben gleichmäßig erweitert (Fig. 121, Winde); _radf._, mit kurzer Röhre

und flach ausgebreitetem Saum (Ehrenpreis, Labkraut); _stieltellerf._,

ebenso, aber mit langer Röhre (Flieder); _krugf._, oben verengt, unten

bauchig (Fig. 51, Sumpfheide, Heidelbeere); _zweilippig_, unten röhrig,

oben durch einen tiefen Einschnitt in 2 Zipfel (_Lippen_) gespalten

(Fig. 651, Taubnessel); _schmetterlingsf._, mit 5 freien, ungleichen

Blblättern, von denen das größere, obere _Fahne_ (Fig. 27, |Fa.|),

die beiden seitlichen _Flügel_ (|Fl.|), die beiden unt., verwachsenen

(|K.Sch.|) _Kiel_ oder _Schiffchen_ genannt werden (Erbse). Fast

sämtliche Formen kommen auch beim Kelch vor.

[Illustration: Fig. 27.]

An den freien Blblätt. unterscheidet man den unt. schmäleren Teil, den

_Nagel_, und den oberen, ausgebreiteten Teil, die _Platte_. Je nach der

Länge des Nagels heißt ein Blblatt _lang-_ oder _kurzbenagelt_.

Die Bltnhülle der _Orchideen_ besteht aus 6, in 2 Kreisen angeordneten

Blätt., von denen das unt. Blatt des inneren Kreises zu einer

Honiglippe ausgebildet und oft gespornt ist (Fig. 41).

Bei den Bltn der _Gräser_ (Fig. 28, 789) nennt man die kleinen kahnf.

Deckblättchen _Spelzen_. Die Spelze am Grunde eines Ährchens, die

etwa die Stelle des fehlenden Kelches einnimmt, ist die _Kelchspelze_

(|K.|); die beiden darauf folgenden Spelzen, die Staubblätt. und

Stempel einhüllen, bezeichnet man als _Bltnspelzen_. Sie werden als

_äußere_ (|a.B.|) und _innere_ (|i.B.|) Bltnspelze unterschieden.

[Illustration: Fig. 28.]

Die _Blütenstände_. Sind bei einer Pflanze mehrere Bltn vorhanden, so

sind dieselben fast immer in einer gesetzmäßigen Art und Weise zu

Bltngemeinschaften od. _Bltnständen_ angeordnet. Den Stengelteil des

Bltnstandes, dem die einzelnen bltntragenden Zweige od. die gestielten

od. ungestielten Bltn entspringen, bezeichnet man als die _Hauptachse_

desselben. Die aus ihm hervorgehend. Zweige werden _Nebenachsen_

genannt. Man unterscheidet:

1. _Traubige Blütenstände._ Die Hauptachse ist bis zu einer gewissen

Größe verlängert und übertrifft die Nebenachsen an Länge und Stärke.

Dazu gehören: _Traube_, die Hauptachse trägt langgestielte Bltn (Fig.

29a, Maiblume); _Doldentraube_, eine Traube, bei der alle Bltn fast in

gleicher Höhe stehen (Fig. 29b, Rainfarn); _Rispe_, eine Traube, deren

Nebenachsen wieder Trauben bilden (Fig. 29c, Weinstock, Rispengräser);

_Doldenrispe_, eine Rispe, bei der die Endbltn fast in gleicher

Höhe stehen (Fig. 29d, Eberesche); _Ähre_, die Hauptachse trägt

ungestielte Bltn (Fig. 29e, Eisenkraut). Bei der _zusammengesetzten

Ähre_ (Fig. 29f, Roggen) findet sich an Stelle der Blüte eine kleine

Ähre (Ährchen); der _Kolben_ ist eine Ähre mit fleischig verdickter

Achse (Fig. 29g, Aronstab), das _Kätzchen_, eine Ähre mit unscheinbaren

Bltn, die später als Ganzes abfällt (Haselnußstrauch). Wenn bei einem

Kätzchen Achse und Deckschuppen verholzen, so wird es als Zapfen

bezeichnet (die meisten Nadelholzbäume).

[Illustration: Fig. 29.]

2. _Doldige Blütenstände._ Die Hauptachse ist verkürzt (»hört plötzlich

auf«), und die Nebenachsen entspringen an einem Punkte. Hierher

gehören: _Dolde_, von der verkürzten Hauptachse erheben sich gestielte

Bltn, die zumeist in gleicher Höhe stehen (Fig. 29h, Schlüsselblume);

_zusammengesetzte Dolde_, eine Dolde, bei der jede Nebenachse wieder

eine Dolde trägt (Fig. 29i, die meisten Doldenpfl.); _Köpfchen,_ auf

der verkürzten Hauptachse stehen dicht gedrängt zahlreiche ungestielte

od. ganz kurz gestielte Bltn (Fig. 29k, Grasnelke). Wenn ein Köpfchen

von Hüllblätt. umgeben wird (wie bei den Korbblütlern), so nennt man es

_Blütenkörbchen_ (Fig. 29l).

3. _Trugdoldige Blütenstände._ Die Hauptachse ist durch eine endst.

Blüte abgeschlossen und trägt unter dieser nur noch eine od. wenige

Nebenachsen, die entweder mit einer Blüte abschließen od. in derselben

Weise verzweigt sind. Bei der _Trugdolde_ entspringen unter der endst.

Blüte an einem Punkte 2 od. mehr Nebenachsen, die sich wiederholt wie

die Hauptachse verzweigen können (Fig. 30, Wolfsmilch, Holunder).

_Büschel_ od. _Knäuel_ sind Trugdolden mit sehr verkürzten Stielen,

so daß die Bltn meist unregelmäßig gehäuft erscheinen (viele Nelken,

Gänsefuß).

[Illustration: Fig. 30.]

6. Die Frucht.

Aus dem Frkn. entwickelt sich die Fr. Die Frknwand bildet sich zur

_Fruchthülle_ od. _Fruchtschale_ aus. Man unterscheidet:

1. _Trockene Früchte._ Die Frschale ist bei der Reife trocken. Öffnen

sich die reifen Früchte nicht, so nennt man sie _Schließfrüchte;_ wenn

dagegen zur Reifezeit die Frschalen aufspringen, bezeichnet man die Fr.

als _Kapselfrüchte_ (Springfrüchte). Die _Nuß_ ist eine Schließfrucht

mit harter Schale (Haselnuß); die _Teil-_ oder _Spaltfrucht_ eine

Schließfrucht, die bei der Reife in 2 oder mehrere einsamige Teile

(Ahorn, Doldengewächse) zerfällt. Besondere Formen der Kapselfrüchte

sind die _Hülse,_ eine einfächerige, mit 2 einander gegenüberliegenden

Längsspalten aufspringende Fr. (Erbse), und die _Schote,_ eine

ebenfalls mit 2 Klappen aufspringende Fr., die aber durch eine

Längsscheidewand in 2 Fächer geteilt ist (Kreuzblütler). Ist die Schote

wenig länger als breit, so wird sie _Schötchen_ genannt.

2. _Saftige Früchte._ Die Frhülle ist saftig und fleischig. Besteht

sie aus einer häutigen Außen- und einer saftigen Innenschicht, so

bezeichnet man die Fr. als _Beere_ (Weinbeeren); ist die Frwand

aus 3 Teilen zusammengesetzt: einer äußeren häutigen, einer mittl.

fleischigen und einer innern harten Schicht, so heißt sie _Steinfrucht_

(Kirsche).

Anleitung zum Gebrauch der Bestimmungstabellen.

Es ist bei der Einrichtung der Tabellen darauf Bedacht genommen, sie

so zu gestalten, daß auch der im Bestimmen nicht Geübte sich rasch

orientiert und bei sorgfältiger Beobachtung und genauer Untersuchung

ohne große Mühe den Namen einer ihm unbekannten Pflanze auffindet.

Um über die ersten Schwierigkeiten hinwegzuhelfen, soll an einigen

Beispielen gezeigt werden, wie beim Bestimmen einer Pflanze zu

verfahren ist.

1. Das _Schneeglöckchen_ (Galanthus nivalis). Wir beginnen auf Seite

12, wo es in der ersten Tabelle heißt:

1. Pfl. ohne Bltn und Samen usw.

415

-- Pfl. mit samenerzeugenden Bltn usw.

_2_

Die hinter einer Ziffer und dem darauf folgenden Striche stehenden

Merkmale bilden stets Gegensätze, von denen immer nur einer auf die zu

bestimmende Pflanze zutreffen kann. In diesem Falle kommen die ersten

Merkmale nicht in Betracht, denn es handelt sich um eine Pflanze mit

»samenerzeugenden Blüten«. Wir folgen deshalb der am Ende der Reihe

stehenden Ziffer, die uns auf Nr. 2 der Tabelle verweist, wo wieder

zwischen zwei Gegensätzen die Entscheidung getroffen werden muß. Da

nach einer Bemerkung zu der 1. Gruppe nur die Nadelhölzer gehören,

so ist die vorliegende Pflanze der 2. Gruppe zuzurechnen, und wir

müssen unter Nr. 3 weiter suchen. Hier ist die Entscheidung nicht

immer leicht, da es bei beiden Gruppen Ausnahmen gibt, wie schon

die Worte »in der Regel« und »fast stets« andeuten. Die in Klammern

beigefügten Bemerkungen werden aber leicht auf den rechten Weg helfen,

und selbst dann, wenn dem Anfänger trotzdem ein Irrtum unterlaufen

sollte, wird er in den allermeisten Fällen doch zum Ziele gelangen,

weil die »schwierigen« Gewächse in beide Gruppen aufgenommen sind.

Unsere Pflanze gehört zweifellos zur 1. Gruppe, zu den Monokotylen,

der parallelnervigen Blätter und der 6(2×3)zähligen Blütenteile wegen.

Es ist deshalb zur weiteren Bestimmung die nächste Tabelle auf der

folgenden Seite zu benutzen. Von Nr. 1 kommen wir auf Nr. 2, weil die

Blüten weder fleischige Kolben noch kugelige Köpfchen bilden. Die

Pflanze ist in Stengel und Blätter gegliedert, was uns nach Nr. 3 und

dann sofort weiter nach Nr. 19 führt. Ohne Schwierigkeiten gelangen

wir weiter nach 20, 25, 26, 27 und schließlich nach 28, wo sich

die letzten Gegensätze finden. Der Fruchtknoten ist unter der Blüte

sichtbar, weshalb die Pflanze zu der Familie der Amaryllidaceen gehören

muß. Zur Bestimmung der Art benutzen wir die Tabelle auf Seite 401 und

kommen -- unterstützt durch die Abbildung -- ohne große Mühe auf den

richtigen Namen.

2. Das _Buschwindröschen_ (Anemone nemorosa). Die Pfl. gehört nach der

1. Tabelle unzweifelhaft zu den Dikotylen (gefingerte Blätt.!). Da ein

Kelch fehlt, ist Tabelle III auf Seite 21 weiter zu benutzen. Von Nr. 1

gelangen wir nach Nr. 9 und von hier nach Nr. 12. Es kann zweifelhaft

erscheinen, ob die Blätt. quirlst. od. wechselst. sind. Während

nämlich im oberen Teile des Stengels 3 Blätt. zu einem Quirl geordnet

sind, entspringt am Grunde des Stengels noch ein einzelnes Blatt.

Wie in allen zweifelhaften Fällen, so ist es auch hier gleichgültig,

welchen Weg man einschlägt. Gehen wir z. B. von Nr. 12 nach Nr. 48, so

gelangen wir weiter nach Nr. 72 und schließlich nach 73, wo wir sofort

herausfinden, daß die Pflanze zu der Familie der Ranunculaceen gehören

muß. Wenn wir von Nr. 12 nach 13 gehen, so gelangen wir sogar noch

etwas rascher zu demselben Resultate (von 13 nach 14, 15 und 16). Die

Familientabelle auf Seite 114 führt uns auf die Gattung Anemone (1, 2,

3, 4, 17, 18,) und schnell ist dann aus der Tabelle auf Seite 118 auch

die Art herauszufinden.

3. Der _Gamander-Ehrenpreis_ (Veronica chamaedrys). Für Anfänger, die

mit den botanischen Kunstausdrücken noch nicht genügend vertraut sind,

empfiehlt es sich, beim Aufsuchen der Familie oder Gattung auf Seite 37

zu beginnen. Die Pflanze ist krautig und hat gegenst. Blätt., weshalb

wir auf Seite 60 weiter suchen müssen. Nr. 1 dieser Tabelle verweist

uns nach Nr. 20, dann weiter nach 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 30

und schließlich nach 32. Wie die dort aufgeführten Merkmale erkennen

lassen, gehört unsere Pflanze zu den Scrophulariaceen, weshalb wir auf

Seite 262 weiter zu prüfen haben. Die vierzipfl. Blkr. und die Zweizahl

der Stbblätt. bilden die Merkmale der Gattung Veronica. Mit Hilfe der

Arttabelle auf Seite 267 wird dann leicht festgestellt, daß es sich nur

um den Gamander-Ehrenpreis handeln kann.

Tabellen zum Bestimmen der Familien und Gattungen nach dem natürlichen

System.

(Eine Tabelle zum Bestimmen der Familien und Gattungen nach einfachen

Merkmalen beginnt auf S. 37.)

_1._ Pfl. ohne Bltn und Samen; Vermehrung durch einzellige, staubfeine

Körner (Sporen). Farne, Bärlappe, Schachtelhalme usw.

_Kryptógamae_[3] 415

-- Pfl. mit samenerzeugend. Bltn, die entweder Stbblätt. und Stempel

oder beide enthalten.

(_Phanerógamae_) _2_

_2._ Samenknospen frei, nicht von einem Frkn. eingeschlossen. Bäume od.

Sträucher mit nadel- od. schuppenf., meist immergrünen Blätt. (Hierher

gehören nur die Nadelhölzer)

_Gymnospérmae_ 412

-- Samenknospen v. ein. Frkn. eingeschlossen

(_Angiospérmae_) _3_

_3._ Laubblätt. in der Regel mit parallel od. bogig verlaufenden,

unverzweigten Hauptnerven (Fig. 31), stets einfach und ungeteilt;

Bltnteile meist in der 3-Zahl vorhanden; Keimling mit einem Keimblatt.

$(Hierher gehören die Liliengewächse, Orchideen, Schilfe, Binsen,

Gräser, Halbgräser usw. -- aber keine Bäume und Sträucher. Ebenso

gehören alle Pfl., deren Bltn außer dem Stempel noch 5 od. 10 Stbblätt.

enthalten, zur folgenden Gruppe. Von den Gewächsen, in deren Bltn

sich 4 Stbblätt. mit dem Stempel zusammenfinden, gehören nur eine

grünlich blühende Wasserpfl. (Potamogeton) und (Fig. 917) eine kleine

weißblühende Laubwaldpfl. (Maianthemum) mit meist nur 2 bogennervigen,

herzf. Blätt. zu dieser Gruppe.)$

_Monocotýleae_ Tabelle I, Seite 13

[Illustration: Fig. 31.]

-- Laubblätt. fast stets mit fiederig (Fig. 18) od. fingerig (Fig.

6) angeordneten Hauptnerven; Bltnteile meist in der 5- oder 4-Zahl

vorhanden; Keimling mit 2 Keimblätt. $(Hierher gehören u. a. alle

Bäume und Sträucher (mit Ausnahme der Nadelhölzer), sämtliche Pfl.

mit feinzerteilten, handf. geteilten, fiederteiligen, gefied. od.

gefingerten Blätt., alle Landpfl. mit gezähnten, gesägten und gekerbten

Blätt. und alle Gewächse ohne grüne Blätt. [außer einigen Orchideen]).$

(_Dicotýleae_) _4_

_4._ Bäume od. Sträucher $(bei kleinen Sträuchern ist der Stengel zuw.

nur unten holzig.)$

Tabelle II, Seite 16

-- Kräuter

_5_

_5._ Bltnhülle nicht in einen grünen Kelch und eine andersfarbige

Blkr. gegliedert $(die Bltnhülle ist entw. einfach (nur ein Kreis von

Bltnhüllblätt.) od. doppelt und dann gleichfarbig, d. h. beide Kreise

haben gleiche Färbung)$

Tabelle III, Seite 21

-- Bltn mit Kelch und Blkr. $(der Kelch ist nicht immer grün, doch

stets anders gefärbt als die Blkr. Zuw. fällt er früh ab und ist dann

nur an den Knospen zu finden)$

_6_

_6._ Blkr. getrenntblättr.

Tabelle IV, Seite 27

-- Blkr. verwachsenblättr. $(zuw. nur am Grunde verbunden)$

Tabelle V, Seite 32

Monocotýleae. Einkeimblättrige Pflanzen.

Tabelle I.

_1._ Bltn alle in einem keulenf. oder walzl., oft fleischigen Kolben

oder in kugeligen Köpfchen (Fig. 32, 33 u. 909-911)

_29_

[Illustration: Fig. 32.]

[Illustration: Fig. 33.]

-- Bltn nicht in Kolben od. kugeligen Köpfchen

_2_

(Nur bei Zea (Mais) stehen die Stempelbltn in einem Kolben.)

_2._ Pfl. nicht in Stengel und Blätt. gegliedert, nicht im Boden

wurzelnd, stets schwimmend od. untergetaucht; Stengel blattart., rundl.

od. an einem Ende stielart. verschmälert und dann meist kreuzweise

verbunden. Blüht sehr selten

Wasserlinse, Entenflott, _Lemna_ 385

-- Pfl. in Stengel und Blätt. geglied. od. mit nicht deutl.

unterscheidb. Blätt., aber dann nie freischwimmend

_3_

_3._ Bltn blumenkronart. gefärbt (weiß, gelb, rot, blau usw.),

bisweilen außen grün od. doch mit grünen Zipfeln od. Streifen, selten

ganz grün od. gelblich, aber dann stets 2lippig

_19_

-- Bltn unscheinbar, grünl. od. bräunl., nicht blumenkronart., nie

2lippig; Bltnhülle oft nur in Form von Schuppen od. Spelzen vorhanden

od. ganz fehlend $(Hierher gehören u. a. alle Gräser u. grasart.

Gewächse, Binsen, Simsen, alle unter Wasser blühend. Pfl., sowie alle

Wasserpfl. mit quirlst. Blätt. -- aber auch viele mit anders gestellten

Blätt. Einige Orchidaceen mit grünl. od. gelbl. Bltn gehören zur

vorhergehenden Gruppe)$

_4_

_4._ Landpfl.

_13_

-- Wasserpfl.

_5_

_5._ Blätt. quirl- od. gegenst. $(Keine Gräser od. Binsen)$

_8_

-- Blätt. wechselst.

_6_

_6._ Bltn mit 1 od. 2 kahnf. Deckblättchen (Spelzen), in kleinen

Ährchen (Fig. 28 u. 833); Stbblätt. 2-3

_15_

-- Bltn nicht von kahnf. Deckblättchen umschlossen; Bltnhülle 4- od.

6blättr., zuweilen fehlend od. sehr wenig entwickelt

_7_

_7._ Bltn in wenigblüt. Köpfchen (Fig. 34); Bltnhülle 6blättr.,

trockenhäut., bräunl.; Stbblätt. 6

_Juncus_ 396

[Illustration: Fig. 34.]

-- Bltn in Ähren od. doldenf. Büscheln od. einzeln, zuw. von Scheiden

eingeschlossen; Bltnhülle nicht 6blättr.; Stbblätt. 1-4.

_Potamogetonáceae_ 380

_8._ (5.) Blätt. am Grunde mit einer den Stengel umgebend. Scheide od.

mit einem großen, durchscheinenden Blatthäutchen

_Potamogetonáceae_ 380

-- Blätt. am Grunde ohne Scheide u. ohne ein großes, durchscheinendes

Blatthäutchen

_9_

_9._ Blätt. mehr od. weniger fein gesägt od. gezähnelt (zuweilen nur

vorn -- Lupe!)

_12_

-- Blätt. völlig ganzrandig

_10_

_10._ Blätt. gegenst., die oberen oft zu einer auf dem Wasser

schwimmenden Rosette zusammengedrängt; Bltn einzeln, blattachselst.,

nur mit 2 kleinen, sichelf. Hüllblätt.; Fr. 4teilig, scharf berandet

(Fig. 35)

|Callitriche|[4] 90

[Illustration: Fig. 35.]

-- Blätt. quirlst.; Stengel hohl

_11_

_11._ Stbblätt. 8; Blätt. zu 3-6, die untergetauchten schmal lanzettl.,

zurückgeschlagen, die oberen eif.

|Elátine| 149

-- Stbblatt 1; Blätt. zu 8-12, linealisch

|Hippúris| 212

_12._ (9.) Blätt. gegenst. (selten zu 3), besonders vorn gezähnelt;

Bltn grün, in Ähren (Potamogeton densus)

_Potamogetonáceae_ 380

-- Blätt. zu 3-8quirlig, der ganzen Länge nach gleichmäßig gezähnt od.

feingesägt (Fig. 36); Bltn weiß od. rötl., einzeln, sitzend od. auf

langen fadenf. Stielen (Hydrilla, Helodea)

_Hydrocharidáceae_ 379

[Illustration: Fig. 36.]

_13._ (4.) Bltnhülle 6blättr. od. 6teil. $(bei Paris 8-10blättr.)$;

Stbblätt. mindestens 6

_16_

-- Bltnhülle entweder aus 1 od. 2 Spelzen (kleine kahnf. Deckblättch.)

gebildet (Gräser und Riedgräser) od. aus 2 kleinen sichelf. Blättch.

od. fehlend; Stbblätt. 1-3

_14_

_14._ Blätt. gegenst.; Bltn einzeln, blattachselst., von 2 weißl.,

sichelf. Blättchen gestützt; Fr. 4teilig (Fig. 35)

|Callitriche| 90

-- Blätt. nicht gegenst.; Bltn mit 1 od. 2 Spelzen, in kleinen Ährchen;

Blätt. am Grunde scheidig

_15_

_15._ (6.) Bltn zwischen 2 Spelzen; Ährchen am Grunde meist mit

2 Kelchspelzen (Fig. 28); Stengel knot., meist rund u. hohl;

Blattscheiden meist gespalten (der Länge nach aufgeschlitzt), an der

Übergangsstelle zur Blattfläche mit einem Häutchen od. einer Haarreihe.

Gräser.

_Gramíneae_ 331

[Illustration: Fig. 37.]

-- Bltn hinter ~einer~ Spelze (Fig. 37); Ährchen am Grunde ohne

Kelchspelzen (aber zuweilen mit leeren Bltnspelzen); Stengel fast

nie knotig, meist 3kantig, massiv; Blattscheiden meist geschlossen.

Riedgräser

_Cyperáceae_ 360

_16._ (13.) Stengel windend; Blätt. langgestielt, pfeilf. bis herzf.;

Stbbltn und Stempelbltn auf verschiedenen Pfl.

_Tamus_ 402

-- Stengel nicht windend

_17_

_17._ Bltnhülle bräunl., lederart., trocken, ein Griffel mit 3 Narben

(Fig. 38). Binsen, Simsen

_Juncáceae_ 396

[Illustration: Fig. 38.]

-- Bltnhülle grün od. gelblich grün, nicht trockenhäutig

_18_

_18._ Narben federig (Fig. 39) od. dem Frkn. schief aufsitzend (Fig.

40); Fr. bei der Reife in 3 od. 6 Teilfrüchte zerfallend; Blätt.

schmal, grasart.; Pfl. 10-60 cm hoch, an feuchten Orten wachsend

_Juncagináceae_ 380

[Illustration: Fig. 39.]

[Illustration: Fig. 40.]

-- Narben weder federig noch dem Frkn. schief aufsitzend; Fr. bei der

Reife nicht zerfallend

_Liliáceae_ 387

_19._ (3.) Bltnhülle unregelmäßig, 6blättr., in 2 Kreisen angeordnet,

das unt. Blatt des inneren Kreises zu einer Honiglippe ausgebildet, oft

gespornt (Fig. 41 u. 953); Stbblätt. 1 (selten 2), 2fächerig, mit der

großen, klebrigen Narbe zu einem »Säulchen« verwachsen; Frkn. unterst.,

oft gedreht. Pfl. zuweilen nur mit schuppenf., nicht grünen Blätt.

_Orchidáceae_ 404

[Illustration: Fig. 41.]

-- Bltnhülle regelmäßig od. fast regelmäßig, nicht lippig

_20_

_20._ Landpfl. od. Wasserpfl., bei denen wenigstens die ob. Blätt. weit

aus dem Wasser hervorragen

_25_

-- Wasserpfl. Blätt. entw. alle untergetaucht od. die ob. schwimm.

_21_

_21._ Blätt. klein, nicht 1 cm breit, gegenst. od. quirlig

_23_

-- Blätt. bedeutend größer, wechselst.

_22_

_22._ Blätt. entweder schwertf., stachelig-gesägt (Fig. 42), zu einer

schwimmenden Rosette vereinigt od. herzf., kreisrund, langgestielt

(Fig. 43), schwimmend; Bltn weiß (Stratiotes, Hydrocharis)

_Hydrocharidáceae_ 379

[Illustration: Fig. 42.]

[Illustration: Fig. 43.]

-- Blätt. linealisch, lanzettl., eif. od. (Fig. 44), pfeilf., niemals

schwertf. od. kreisrund; Bltn weiß od. rötlich, zu 1-5 an den Gelenken

des Stengels entspringend od. in quirligen Rispen od. Trauben

_Alismatáceae_ 378

[Illustration: Fig. 44.]

_23._ (21.) Blätt. quirlst. (Hydrilla, Helodea)

_Hydrocharidáceae_ 379

-- Blätt. gegenst.

_24_

_24._ Blkr. weiß, auf der einen Seite gespalten, mit tief 5teiligem

Saum; Kelch 2spaltig (Fig. 45)

|Móntia| 102

[Illustration: Fig. 45.]

-- Blkr. rötlichweiß, mit 3-4 freien Blblätt.; Kelch 2-4spaltig

|Elátine| 149

_25._ (20). Jede Blüte mit 1-4 Griffeln od. Narben

_26_

-- Jede Blüte mit 4 bis vielen Griffeln. Wasser- oder Sumpfpfl.

_Alismatáceae_ 378

_26._ Zarte Uferpflanzen mit gegenst. Blätt.; Kelch 2-4 spalt.

_24_

-- Landpfl. od. höhere Sumpfpfl.; Bltnhüllblätt. alle blumenkronart.

gefärbt

_27_

_27._ Stbblätt. 3; Narben 3, zuweilen blumenblattart.; Frkn. unterst.

_Iridáceae_ 402

-- Stbblätt. 6 (seltener 4)

_28_

_28._ Frkn. unterst. $(unter der Blüte sichtbar)$

_Amaryllidáceae_ 401

-- Frkn. oberst. $(von den Bltnhüllblätt. umschlossen)$

_Liliáceae_ 387

_29._ (1). Nur 1 Kolben vorhanden, der von einem Deckblatt gestützt

wird (Fig. 909-911)

_Aráceae_ 385

-- Mehrere (meist 2) walzl. od. eif. Kolben untereinander od. Bltn. in

kugeligen Köpfchen; obere Kolben und Köpfchen mit Stbbltn (Fig. 32-33)

_Typháceae_ 386

Dicotýleae. Zweikeimblättrige Pflanzen.

Tabelle II.

Bäume und Sträucher.

_1._ Stengel windend, kletternd od. rankend

_66_

-- Stengel nicht windend, kletternd od. rankend

_2_

_2._ Blätt. nadel- oder schuppenf. $(zur Blütezeit immer vorhanden)$

_63_

-- Blätt. nicht nadel- od. schuppenf. $(zur Blütezeit zuw. fehlend)$

_3_

_3._ Pfl. zur Blütezeit mit mehr od. weniger entwickelten Blätt.

_13_

-- Die Blätter stecken zur Blütezeit noch ganz in der Knospe

_4_

_4._ Bltn nicht in Kätzchen

_8_

-- Bltn (wenigstens die Stbbltn) in Kätzchen $(Stbblätt. und Stempel

stehen hinter einer Schuppe)$

_5_

_5._ Entwickelte Kätzchen aufrecht od. schief abstehend

_7_

-- Stbkätzchen (Kätzchen mit Stbblätt.) und oft auch die

Stempelkätzchen hängend

_6_

_6._ Schuppen der Stbkätzchen am Rande meist lang zottig;

Stempelkätzchen hängend, mit den ersteren nie auf derselben Pfl.

(Populus)

_Salicáceae_ 79

-- Schuppen der Stbkätzchen am Rande nicht langzottig; Stempelbltn

entw. knospenart. (Fig. 46a) od. in kleinen eif. Kätzchen (Fig. 46b),

mit den Stbkätzchen auf derselben Pfl. $(aber nicht immer auf demselben

Zweige)$

_Betuláceae_ 76

[Illustration: Fig. 46.]

_7._ (5.) Stbblätt. kürzer als die Kätzchenschuppen (Fig. 47);

Stbkätzchen bis 1½ cm lang, Stempelkätzchen 5-6 mm lang (Fig. 254);

Zweige glänzend dunkelbraun. Pfl. bis 1½ m hoch

_Myríca_ 85

[Illustration: Fig. 47.]

-- Entwickelte Stbblätt. viel länger als die Kätzchenschuppen; Kätzchen

größer

_Salix_ 79

_8._ (4.) Bltn ohne jede Bltnhülle; Stbblätt. 2 (Fig. 48)

_Fráxinus_ 238

[Illustration: Fig. 48.]

-- Bltnhülle vorhanden

_9_

_9._ Stbblätt. 20 bis viele; Bltn weiß od. rosa (Prunus)

_Rosáceae_ 166

-- Stbblätt. höchstens 8; Bltn nie weiß

_10_

_10._ Bltn goldgelb

_12_

-- Bltn nicht goldgelb

_11_

_11._ Blkr. langröhrig, rosa; Stbblätt. 8

_Daphne_ 211

-- Blkr. glockig, bräunlichrot; Stbblätt. 3-8; Bltn gebüschelt (Fig. 49)

_Ulmus_ 86

[Illustration: Fig. 49.]

_12._ (10.) Stbblätt. 2; Bltn über 1 cm lang

_Forsýthia_ 238

-- Stbblätt. 4; Bltn etwa 3 mm breit, in Dolden

_Cornus_ 230

_13._ (3.) Blätt. ungeteilt, gelappt od. buchtig, aber nicht

gefiedert oder gefingert $(also nicht aus völlig getrennt. Blättch.

zusammengesetzt)$

_24_

-- Blätt. gefiedert od. gefingert

_14_

_14._ Stbbltn in walzenf. Kätzchen; Stempelbltn zu 1-3 an der Spitze

der Ästchen. Walnuß,

_Juglans_ 79

-- Weder Stbbltn noch Stempelbltn in Kätzchen

_15_

_15._ Blätt. gegenst.

_21_

-- Blätt. wechselst.

_16_

_16._ Blkr. schmetterlingsf. (Fig. 27); Stbblätt. 10, ihre Fäden

verwachsen

_Papilionáceae_ 195

-- Blkr. nicht schmetterlingsf.

_17_

_17._ Bltn grünlichgelb, grünlichweiß od. purpurviolett

_19_

-- Bltn goldgelb, rot od. reinweiß

_18_

_18._ Stbblätt. 6; Bltn gelb; Blätt. gefiedert, dornig, lederart.

_Mahónia_ 124

-- Stbblätt. zahlreich; Blätt. nicht lederart.

_Rosáceae_ 166

_19._ Blattstiele, Blütenrispen und junge Zweige wollig zottig; Bltn

grünlichgelb; Stbblätt. 5; Fr. in rötl. Kolben

_Rhus_ 161

-- Blattstiele nicht wollig zottig

_20_

_20._ Bltn dunkelviolett, klein, in ährenf. Trauben

_Amórpha_ 204

-- Bltn grünlichweiß, in Rispen; Blätt. sehr groß; Blättch. am Grunde

grobgezähnt

_Ailánthus_ 160

_21._ (15.) Blätt. gefingert; Fr. mit stachlichter Hülle. Kastanie

_Aesculus_ 159

-- Blätt. gefiedert

_22_

_22._ Bltn aufrecht, weiß od. gelblichweiß, in Rispen od. Trugdolden

(Sambucus)

_Caprifoliáceae_ 288

-- Bltn hängend

_23_

_23._ Bltn gelbgrün, in Büscheln; die einzelnen Bltn langgestielt,

entw. nur Stbblätt. od. nur Stempel enthaltend

_Negúndo_ 159

-- Bltn weiß, in Traub.; Kapsel häut., aufgeblasen

_Staphylāēa_ 160

_24._ (13). Blätt. wechselst. od. (Fig. 54) gebüschelt

_39_

-- Blätt. gegenst.

_25_

_25._ Auf Baumästen wachsende Sträucher

_Lorantháceae_ 87

-- Pfl. im Erdboden wurzelnd

_26_

_26._ Stbblätt. 2-8 od. nur Stempel in der Blüte

_29_

-- Stbblätt. 10 bis viele

_27_

_27._ Kleine, bis 30 cm hohe Halbsträucher; Bltn fast stets gelb

_Heliánthemum_ 148

-- Höhere Sträucher. Bltn weiß

_28_

_28._ Stbblätt. 10; Stbfäden platt, 3 spitzig; Kelchzipfel u. Blblätt.

5; Bltn geruchlos

_Dēūtzia_ 164

-- Stbblätt. zahlreich; Kelchzipfel und Blblätt. 4-5; Griffel 1 bis

mehrere, unten verwachsen; Bltn stark duftend

_Philadélphus_ 164

_29._ (26.) Blkr. 2lippig; Stbblätt. 2 od. 4 (2 lange und 2 kurze)

_Labiátae_ 251

-- Blkr. nicht 2lippig (oder undeutlich und dann mit 5 Stbblätt.)

_30_

_30._ Stengel niederliegend, dünn, nur am Grunde holzig; blühende

Triebe aufrecht; Blätt. mehr od. weniger lederart.

_38_

-- Bäume od. Sträucher mit aufrechten Zweigen

_31_

_31._ Blätt. lederart., immergrün; Bltn geknäuelt, gelblichweiß

_Buxus_ 90

-- Blätt. krautig, leicht zerreißbar, im Herbste abfallend

_32_

_32._ Bltn grün od. gelblichgrün

_36_

-- Bltn weiß, gelblichweiß, rötlich od. violett.

_33_

_33._ Stbblätt. 5; Blkr. verwachsenblättr.; Frkn. unterst.

_Caprifoliáceae_ 288

-- Stbblätt. höchstens 4

_34_

_34._ Blblätt. 4, frei; Stbblätt. 4; Frkn. unterst.

_Cornus_ 230

-- Blkr. verwachsenblättr.; Stbblätt. 2; Frkn. oberst.

_35_

_35._ Fr. eine Beere; Kelch abfallend; Bltn weiß

_Ligústrum_ 238

-- Fr. eine Kapsel; Kelch bleibend; Bltn rötl., bläulich od. weiß

_Syrínga_ 238

_36._ (32.) Blätt. gelappt; Stbblätt. meist 8. Ahorn

_Acer_ 159

-- Blätt. nicht gelappt; Stbblätt. 4-5 od. nur Stempel in der Blüte

_37_

_37._ Zweige meist dornig; Seitennerven des Blattes der Blattspitze

zugebogen; Griffel 2-4spalt.; Fr. eine Beere

_Rhamnus_ 160

-- Zweige dornenlos, jung oft 4kantig od. zusammengedrückt;

Seitennerven des Blattes dem Rande zu verlaufend; Fr. eine rote,

stumpf- od. geflügelt kantige Kapsel

_Evónymus_ 160

_38._ (30.) Bltn blau, einzeln, ansehnlich

_Vinca_ 242

-- Bltn hellrosa, zu 1-2 auf langen Stielen, nickend (Fig. 110).

Nadelwälder

_Linnǣa_ 290

_39._ (24.) Bltn (wenigstens die Stbbltn) in dichten od. (Eiche)

lockeren Kätzchen oder in lang herabhängenden kugeligen Büscheln oder

Köpfchen

_57_

-- Bltn nicht in Kätzchen, meist auffällig gefärbt

_40_

_40._ Stbblätt. höchstens 10 oder nur ein Stempel in der Blüte

_44_

-- Stbblätt. 20 und mehr, stets mit den Stempeln in derselben Blüte;

Bltn zuweilen gefüllt

_41_

_41._ Bltnstiel mit bleichem, halbangewachsenem Deckblatt (Fig. 50);

Blätt. schief herzf. Linde

_Tília_ 153

[Illustration: Fig. 50.]

-- Bltnstiel ohne ein solches Deckblatt

_42_

_42._ Bltn weiß od. rötlich; Blätt. mit oft früh abfallenden

Nebenblätt.; Bltnboden krug- od. becherf., auf seinem oberen Rande

Kelch, Blkr. und Stbblätt. tragend

_Rosáceae_ 166

-- Bltn gelb

_43_

Flora von Deutschland Ein Hilfsbuch zum Bestimmen der zwischen den deutschen Meeren und den Alpen wildwachsenden und angebauten Pflanzen · 第 1 / 45 段