Chrysander. Abschied? so zeitig? warum denn?
Valer. Ich glaube nicht, daß Sie im Ernste fragen.
Chrysander. Gott weiß es, Herr Valer; in dem allerernstlichstem
Ernste. Ich lasse Sie wahrhaftig nicht.
Valer. Um mich noch empfindlicher zu martern? Sie wissen, wie lieb
mir die Person allezeit gewesen ist, die Sie mir heute entreißen.
Doch das Unglück wäre klein, wenn es mich nur allein träfe. Sie
wollen noch dazu diese geliebte Person mit einem verbinden, der sie
ebenso sehr haßt, als ich sie verehre? Meine ganze Seele ist voller
Verzweiflung, und von nun an werde ich weder hier noch irgendswo in
der Welt wieder ruhig werden. Ich gehe, um mich--
Chrysander. Nicht gehen, Herr Valer, nicht gehen! Dem Übel ist
vielleicht noch abzuhelfen.
Valer. Abzuhelfen? Sie beschimpfen mich, wenn Sie glauben, daß ich
jemals diesen Streich überwinden werde. Er würde für ein minder
zärtliches Herz, als das meinige ist, tödlich sein.