Lisette. Damis. Valer. Chrysander. Anton.
Lisette. Nun, Herr Chrysander? ich glaubte, Sie hätten die Herren zu
Tische rufen wollen? Ich sehe aber, Sie wollen selbst gerufen sein.
Es ist schon aufgetragen.
Anton. Das war die höchste Zeit! dem Himmel sei Dank!
Chrysander. Es ist wahr; es ist wahr; ich hätte es bald vergessen.
Der Zeitungsmann hielt mich auf der Treppe auf. Kommen Sie, Herr
Valer; wir wollen die jetzigen Staatsgeschäfte ein wenig miteinander
bei einem Gläschen überlegen. Schlagen Sie sich Julianen aus dem
Kopfe. Und du, mein Sohn, du magst mit deiner Braut schwatzen. Du
wirst gewiß eine wackre Frau an ihr haben; nicht so eine Xanthippe
wie--
Damis. Xanthippe? wie verstehen Sie das? Sind Sie etwa auch noch in
dem pöbelhaften Vorurteile, daß Xanthippe eine böse Frau gewesen sei?
Chrysander. Willst du sie etwa für eine gute halten? Du wirst doch
nicht die Xanthippe verteidigen? Pfui! das heißt einen Abc-Schnitzer
machen. Ich glaube, ihr Gelehrten, je mehr ihr lernt, je mehr vergeßt
ihr.
Damis. Ich behaupte aber, daß man kein einzig tüchtiges Zeugnis für
Ihre Meinung anführen kann. Das ist das erste, was die ganze Sache
verdächtig macht; und zum andern--
Lisette. Das ewige Geplaudre!
Chrysander. Lisette hat recht! Mein Sohn, contra principia negantem,
non est disputandum. Kommt! Kommt!
(Chrysander, Damis und Anton gehen ab.)
Valer. Nun ist alles für mich verloren, Lisette. Was soll ich
anfangen?