Illustration zum Almanac de Gotha. 1785.]

Der Aufenthalt in Dresden regte in unserem Künstler zeitweilig die

Erwägung an, ob er nicht ganz dorthin übersiedeln sollte; als ihm

jedoch 1777 der Antrag gemacht wurde, die Stellung eines Inspektors

am kurfürstlichen Kupferstichkabinett zu übernehmen, lehnte er ab.

Die Rückreise führte Chodowiecki über Leipzig, wo er Friedrich Oesers

Bekanntschaft machte, der durch seine Beziehungen zu Winckelmann und

später zu Goethe mehr als durch seine manierierten Malereien bekannt

geworden ist.

[Illustration: Abb. 70. +Titelvignette zu Salzmanns Carl von

Carlsberg.+ Leipzig. 1784. (~E.~ 495.)]

Viel Muße, die auf den Reisen empfangenen Eindrücke und Anregungen

daheim zu verarbeiten, fand Chodowiecki nach seiner Heimkehr nicht.

Von allen Seiten kamen Aufträge, häuften sich die Bestellungen, die er

nur in den seltensten Fällen auszuschlagen sich entschließen konnte.

Zwei Schriftsteller besonders bemühten sich, ihn für ihre Zwecke zu

gewinnen: Friedrich Nicolai und Johann Kaspar Lavater.

[Illustration: Abb. 71. +Modekupfer zum Göttinger

Taschenkalender.+ 1778. (~E.~ 195.)]

[Illustration: Abb. 72. +Fortgang der Tugend und des Lasters.+

(~E.~ 188.)

Chodowiecki · 第 40 / 81 题