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5: _Pandava_ (so für Pandaṟa zu lesen). Das Königsgeschlecht, von
dem das Mahābhārata handelt, stammt von _Kuru_ ab; ein Zweig
derselben sind die Pāṇḍavas, fünf Brüder (S. 50), zu denen der
Held Arjuna gehört. Dieser stammt also auch aus dem Hause der
Kurus. (S. 9.)
35: _Malati-Hain._ Mālati ist der großblütige Jasmin.
38: _Stephali-Blüten_; lies _Sh_ephali. Śephālikā ist der Strauch
vitex negundo, dessen Blüten in Vasavadatta Abt. IV mit
Zinnoberkügelchen verglichen werden.
53: _Kinsuka-Blüte._ Der Kiṃśuka, Butea frondosa, ist ein
stattlicher Baum, dessen Zweige im Frühjahr mit großen
scharlachroten Schmetterlingsblüten bedeckt sind. Die schöne Blüte
ist aber geruchlos.
56: _Asoka-Blüten._ Der Aśokabaum, Jonesia Asoka, hat rote Blüten.
Er spielt in der indischen Dichtung eine große Rolle. Aśoka
bedeutet »Kummerlos.«
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Tagore's Dichtung entspricht nicht dem Sinn der Sage. Er sagt S. 6 von
Chitrā's Vater: »er hatte sie deshalb stets wie einen Sohn gehalten und
zu seinem Erben gemacht«. Der Text in Protap Chandra Roys Übersetzung
lautet: I have duly made her a _Putrikā_. _putrikā_ ist ein juristischer
Ausdruck und bezeichnet eine Tochter, die mangels eines Sohnes (_putra_)
die Familie ihres Vaters, nicht ihres Gatten fortpflanzen soll. Für
letzteren bedeutet also die Eingehung einer solchen Ehe den Verzicht auf
die Fortpflanzung seiner Familie. Tagore hat dies offenbar nicht gewußt
und macht daher aus _putrikā_ eine Tochter, die als Sohn (_putra_)
erzogen wird! Das Epos kennt eine Sage, wo eine Prinzessin für einen
Prinz ausgegeben und als solcher erzogen wird (die Geschichte von
_Śikhandin_). Diese Reminiszenz mag sich bei dem Dichter mit dem
Sagenstoff, auf den er in der Vorrede hinweist, verschmolzen haben.
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Für die Anmerkungen ist die Übersetzerin dem Sanskritisten der Bonner
Universität, Herrn Geheimrat Prof. Dr. Jacobi, zu Dank verpflichtet.