VORBEMERKUNG

Dieses lyrische Drama wurde vor ungefähr 25 Jahren geschrieben. Es setzt

die Kenntnis der hier folgenden Fabel aus dem Mahabharata voraus:

Während der Wanderungen, die Arjuna in Erfüllung eines Bußgelübdes

unternahm, kam er nach Manipur. Dort sah er Chitrāngadā, die schöne

Tochter von Chitravāhana, dem König des Landes, und von ihrer Anmut

überwältigt, bat er den König um ihre Hand. Chitravāhana fragte ihn

nach seiner Herkunft. Auf die Antwort, er sei Arjuna der Pandara,

erzählte der König ihm, daß einer seiner Ahnen, Prabhanjana vom

königlichen Stamme von Manipur, lange kinderlos geblieben war. Um einen

Erben zu erhalten, legte er sich strenge Bußübungen auf. Die Strenge

seines Lebens fand Gnade vor Shiva, und der Gott gewährte ihm und jedem

seiner Nachkommen ein Kind.

Es geschah aber, daß das versprochene Kind stets ein Knabe war. Er,

Chitravāhana, war der Erste, dem nur eine Tochter, Chitrāngadā, gewährt

war, um das Geschlecht zu erhalten.

Er hatte sie deshalb stets wie einen Sohn gehalten und zu seinem Erben

gemacht. --

Der König fährt in der Erzählung fort: »Der einzige Sohn, den sie

gebären wird, muß der Erhalter meines Geschlechts sein, und diesen Sohn

verlange ich als Kaufpreis für die Einwilligung in die Heirat. Wenn du

willst, kannst du sie unter dieser Bedingung haben.« Arjuna gab das

Versprechen, nahm Chitrāngadā zum Weibe und lebte mit ihr drei Jahre in

ihres Vaters Hauptstadt. Als ihnen ein Sohn geboren wurde, umarmte er

sie liebevoll, nahm Abschied von ihr und ihrem Vater und setzte seine

Wanderung fort.

Chitra: Ein Spiel in einem Aufzug · 第 4 / 25 题