[561] =Spessern=, überbieten, mehr ansagen, entstanden aus dem noch
gebräuchlichen »es bessern.«
[562] =Quanzen=, wahrscheinlich ist gemeint: 15 auf die
Partie haben, ~avoir quinze sur la partie~; daher der Name eines
Spiels, wobei der erste, der 15 in der Karte hat, gewinnt, ~jouer au
quinze~.
[563] =Labeten=, durch Kaufen sein Spiel verlieren.
[564] =paschen=, einen Pasch werfen, dann würfeln überhaupt.
und Spieler betreffend.
(=Holzschnitt=: Herzzehn, daneben Charaktere; unten: zwei Männer
spielen Triktrak in einer Art Laube, auf viereckigen Steinen sitzend;
auch das Triktrak steht auf einem solchen Stein.)
Eichel, Schellen, Grün und Herz
Bringen dir bald Freud, bald Schmerz.
Bald gehts: Jetzt hab ich gewonnen;
Bald heißts: Mein Geld ist zerronnen.
Sags nur meiner Frauen nicht,
Was hier bei dem Spiel geschicht,
Sie möcht treten sonst ins Mittel
Und mir lesen ein Capitel.
Des Autoris poetische Erinnerung an den Leser.
Durch dieses Büchlein hab ich sehr viel Geld erschnappet,
Besonders wenn ich oft ein simpeln Kerl ertappet.
Versuch es auch einmal, gewiß, es reut dich nicht,
Wann deine Kunst mit Maß zu rechter Zeit geschicht.
Man lebt doch in der Welt, muß sehn, wie man sich nähret,
Daß man der Hungersnoth und des Dursts sich erwehret.
Wann in den Schranken bleibt der Lust, so ist es gut,
So machstu, daß man dir stets alles Gutes thut.
Ende.
(=Holzschnitt=: Eine Dame spielt die Orgel [eine Heilige Cäcilia?].
Ein Knabe, rechts hinter der Orgel stehend, bewegt mit den Händen zwei
Blasbälge.)
Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.
Notizen des Bearbeiters:
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Unterschiedliche Schreibweisen wurden wie im Original beibehalten.
Viele Wörter stammen aus deutschen Dialekten und wurden entsprechend
beibehalten.
Typographische Fehler und einzelne Satzzeichen wurden stillschweigend
geändert.
'n mit Makron' wurde durch '[=n]' ersetzt.
Inhaltsverzeichnis am Anfang eingefügt.