Der Kurfürst, Feldmarschall Dörfling, Obrist Hennings, Graf
Truchß, und mehrere andere Obristen und Offiziere treten auf.
Ihm gegenüber zeigen sich einige Offiziere mit Depeschen.--
In der Kirche sowohl als auf dem Platz Volk jeden Alters und
Geschlechts.
Der Kurfürst.
Wer immer auch die Reuterei geführt,
Am Tag der Schlacht, und, eh der Obrist Hennings
Des Feindes Brücken hat zerstören können,
Damit ist aufgebrochen, eigenmächtig,
Zur Flucht, bevor ich Order gab, ihn zwingend,
Der ist des Todes schuldig, das erklär ich,
Und vor ein Kriegsgericht bestell ich ihn.
--Der Prinz von Homburg hat sie nicht geführt?
Graf Truchß.
Nein, mein erlauchter Herr!
Der Kurfürst. Wer sagt mir das?
Graf Truchß.
Das können Reuter dir bekräftigen,
Die mirs versichert, vor Beginn der Schlacht.
Der Prinz hat mit dem Pferd sich überschlagen,
Man hat verwundet schwer, an Haupt und Schenkeln,
In einer Kirche ihn verbinden sehn.
Der Kurfürst.
Gleichviel. Der Sieg ist glänzend dieses Tages,
Und vor dem Altar morgen dank ich Gott.
Doch wär er zehnmal größer, das entschuldigt
Den nicht, durch den der Zufall mir ihn schenkt:
Mehr Schlachten noch, als die, hab ich zu kämpfen,
Und will, daß dem Gesetz Gehorsam sei.
Wers immer war, der sie zur Schlacht geführt,
Ich wiederhols, hat seinen Kopf verwirkt,
Und vor ein Kriegsrecht hiemit lad ich ihn.
--Folgt, meine Freunde, in die Kirche mir!