Zu fluges Wort, ein hemmnis dem Beginnen,
Das fühne Taten scheut in zauderhastem Sinnen;
Das mit berechnend faltem Geist
Das heute wegen Morgen von sich weist,
Und das manchen, der zu viel ans End’ gedacht,
Verzagt und flügelnd um sein Glüd gebracht.
Wagen und Beginnen liegt in jedes Menschen hand—
Das Ende hat fein Weiser noch erfannt.
Es trifft nicht in die vorgedachte Bahn,
Wie sie ersonnen hat des Grüblers Wahn;
Drum hat sich arg getäuscht, wer an das End’ gedacht,
Wenn er zu lichten wähnt der Zukunft dunkle Nacht.
Des Daseins höchste Frag’ ist: Werden und Bestehen,
Es wirke alles ohne Sorge ums Vergehen.
Die Blüte denkt ans Welken nicht,
Ums Löschen unbekümmert strahlt das Licht;
Im Weltenplan hat Gott ans Ende nicht gedacht,
Denn was er schuf, hat ohne Ende er gemacht.