_Bonn_, d. 9ten März 39.
_Theuerster Freund!_
Meine liebenswürdige und geistreiche Freundin, Frau Naumann, will die
Güte haben, die beiliegenden Blätter an Dich zu besorgen. Ich bin
mit Amtsgeschäften überhäuft und war seit mehreren Tagen unwohl; es
fiel mir daher unmöglich, die Sendung mit einem Briefe zu begleiten.
Doch bedarf es dessen wohl nicht. Ob ich jemals wieder über meinen
Shakspeare sprechen würde, schien sehr zweifelhaft, weil mir die
Sache unsäglich zuwider geworden war; daß ich aber, wenn ich spräche,
meine Meinung frei heraus und ohne Rücksicht sagen würde, das war
vorauszusehen. Lebe recht wohl.