III.

_Breslau_, am 17t. März 1827.

Lassen Sie, mein Höchstverehrter, sich den Ueberbringer dieser Zeilen,

Herrn Heinrich Romberg, Sohn des trefflichen verstorbenen Andreas

auf das angelegentlichste empfehlen. Der sehr ausgezeichnete junge

Künstler, der sich durch sein sehr gründlich ausgebildetes und höchst

graziöses Violinspiel hier, wie in Berlin, verdienten großen Beifall

ergeigt hat, ist Allen, die ihn näher kennen lernten, auch durch sein

ganzes anmuthiges und feines Wesen lieb und werth geworden, und so

empfiehlt sich dieser Empfohlene freilich selbst besser, als man ihn

durch ein Rekommandationsschreiben zu empfehlen vermag. Sein Sie ihm

räthlich und thätlich in dem, was er in Dresden bezweckt, nach Vermögen

behülflich. Die Musen werden’s Ihnen lohnen!

Für wie so Vieles aus Ihrem reichen Geistesschatz der Lesewelt

Gegönnte, hab’ ich Ihnen wieder zu danken!! Das soll und muß

ausführlich geschehen, noch ehe der März uns in den April schickt. Bis

dahin und immer, mit dem Toast Tieck ~for ever~!

Briefe an Ludwig Tieck (3/4) Dritter Band · 第 177 / 309 题