Dosis: alle Stunden einen Eßlöffel voll in ein wenig kaltem

Wasser, zwischen den Anfällen. 30 Tropfen Laudanum und 30 Tropfen

Schwefeläther in ein wenig kaltem Wasser, ehe der Frost eintritt,

wird zuweilen einen Anfall verhindern.

Folgende Mittel sind sehr empfohlen und werden in verschiedenen

Fällen erfolgreich angewendet werden:

1 -- Chinin (~Quinine~) 12 Grane.

Löwenzahn- (~Dandelion~) Extract 1 Skrupel.

Schwarz Pfefferöl (~Oil of black pepper~) 10 Tropfen.

Mische es und mache 12 Pillen daraus. Alle Stunden -- an den

fieberfreien Tagen -- eine Pille, bis sie alle 12 genommen sind.

2 -- Schwefelsaures Chinin (~Sulphate of quinine~) 1 Skrupel.

Schwefelsäure 20 Tropfen.

Paregoricum (~Paregoric~) 1 Unze.

Löse das Chinin in der Schwefelsäure und füge dann Paregoricum hinzu.

Mische es und gib durch 6 Stunden jede Stunde einen Theelöffel voll.

3 -- Schwefelsaures Chinin 8 Grane.

Stechapfel- (~Stramonium~) Extrakt 1 Gran.

Schwefelsaures Morphium 1 „

Mische es wohl und theile es in 4 Dosen und nimm jede Stunde eine,

und zwar 4 Stunden vor dem erwarteten Frost angefangen.

4 -- Nehme man eine Muskatnuß (~Nutmeg~), lasse sie verbrennen oder

verkohlen, pulverisire sie, füge einen gleichen Gewichtstheil von

verbranntem Alaun (~Alum~) hinzu und theile es in 3 Pulver. Reinige

die Eingeweide mit einer Dosis Salz oder Castoröl und gebe ein

Pulver, wenn der Frost kommt.

5 -- Stachlige Eschenrinde (~Prickly ash bark~), wilde

Kirschbaumrinde (~Wild cherry bark~), Fischfrehme (~Dogwood bark~),

Schlangenwurz (~Black cohosh~), Virginischer Ehrenpreis (~Black

root~) oder Akeleiwurzel (~Culver~), Zimmet, Gewürznelken, von jedem

eine Unze grob gepulvert, und 5 Pints Cider. Lasse es ungefähr 24

Stunden stehen und gebe 2 Eßlöffel voll dreimal des Tages.

6 -- Ein Pint süße Milch und einen großen Eßlöffel voll Ingwer

(~Ground ginger~), erhitze es über dem Feuer und trinke es ungefähr

um die Zeit, wenn der Frost kommt. Wiederhole dieses bei jedem

Frostanfall.

=Homöopathisch.= ~Acidum nitri~ wird von Professor N. F. Cooke in

Chicago zur Behandlung dieser Krankheit empfohlen. Mische 12 Tropfen

dieser chemisch reinen Säure mit 4 Unzen destillirtes Wasser und gib,

ohne Rücksicht auf den Anfall, alle 3 Stunden einen Theelöffel voll.

Wenn der Frost nicht wiederkehrt, (so daß zum Beispiel, wenn der

letzte Frostanfall am Dienstag stattfand, am Mittwoch oder Donnerstag

ein solcher ausbleibt), gebe die Säure dreimal des Tages eine Woche

oder 10 Tage lang. Darauf erweitere die Zwischenräume auf zweimal des

Tages durch 2 Wochen hindurch. Dann einmal einen Tag um den anderen

und darauf alle 3 Tage. Ist die Behandlung ohne Erfolg, empfiehlt

Cooke kleine Dosen von Chinin, wie folgt:

Jede Dosis sollte in einem halben Gran bestehen, und die angenehmste

Form ist die halbe Gran verzuckerte Pille. Kann man sich dies

nicht verschaffen, so bediene man sich der Pulver. Nachdem das

Schweißstadium aufgehört hat, beginne mit einer Gabe Chinin und gebe

bei alltägigem Fieber alle 2 Stunden eine Dosis, bei dreitägigem

alle 3 Stunden eine Dosis. Die Gabe wird eingestellt, sobald die

Symptome des nächsten Frostes erscheinen. Nachdem der Anfall vorüber

ist, gebe man die Medizin wie zuvor und fahre damit fort, bis der

Frost gebrochen ist. Während des Anfalls gebe, was immer für Mittel

angezeigt erscheinen mögen. ~Aconitum~, wenn das Fieber stark ist,

~Belladonna~, wenn die Symptome hervorragend sind. ~Bryonia~ bei

starken Schmerzen in den Knochen.

Wenn der Frost gebrochen ist, gebe man mehrere Wochen lang ~China~ in

Dosen, wie bei ~Acidum nitri~ empfohlen.

Andere Mittel, welche gegeben werden können, wenn es angezeigt

erscheint, sind folgende:

~China.~ -- Gelbliche Haut- und Gesichtsfarbe, während des Frostes

galliges Erbrechen, Röthe des Gesichts, Herzklopfen; während

der fieberfreien Zeit gelbliche Gesichtsfarbe, schwache Augen,

Gedankenverwirrung, Schwindel, Durst, unbehagliches Gefühl in der

Magengrube, Verstopfung, allgemeine Schwäche. Durst vor oder nach

dem Froste oder während des Schweißstadiums, kurzer Husten, sehr

gering, wenn überhaupt vorhanden, Durst während des kalten oder

heißen Stadiums. Knorre heilte das eintägige Fieber, bei Schwindel,

Blässe, kalten Händen und Füßen, Erbrechen von Schleim, während des

Frostschauers Schmerzen im Kopf, in den Seiten und in der Magengrube,

trockenem, bellendem Husten, Schläferigkeit während des Fiebers, das

lange und heftig anhält, Verwirrung der Begriffe und Schläferigkeit

während des Anfalles und der fieberfreien Zeit; Angst, Entmuthigung,

große Geistesthätigkeit, zuweilen Delirium (Marcy und Hunt). Große

Schwäche und Hinfälligkeit, der Patient sieht blaß aus und hat

Mangel an Lebenskraft. Schweiß sogar während der fieberfreien Zeit.

Wassersucht, Frost in Körpertheilen, Hitze im Kopfe durch das Fieber

beschränkt und mit Frost gemischt, Durst mit folgendem Schweiße,

Fieber ohne Frostschauer, bei großem Durst und starkem Schweiß.

~Arsenicum.~ -- Aufgedunsenes Gesicht und erdfarben, oder eingefallen

und gelblich, die Haut brennend heiß und das Gesicht roth während

des Fiebers, letzteres aber während der fieberfreien Zeit blaß und

eingesunken; Zittern der Glieder während des Schweißstadiums, Zunge

bläulich, weiß oder hellroth, Frost und Hitze abwechselnd, brennende

Schmerzen im Magen, starke Schmerzen in den Gliedern, Rücken,

Kopf oder Brust während des Fiebers; während des Schweißstadiums

Schwere des Kopfes, Summen in den Ohren; zwischen dem Frost- und

Hitzestadium, Mattigkeit, Schwindel, Durst, Uebelkeit, Erbrechen

und Schlucken, Schweiß während des Schlafes. Hartlaub empfiehlt

~Arsenicum~ gegen Frost ohne Durst, dem Fieber mit oder ohne Durst

und dann Schweiß folgt; vor dem Frost Schwindel, Schmerzen über

den ganzen Körper, Strecken und Gähnen, Uebelkeit und Erbrechen,

Beklemmung der Brust; während des Fiebers Delirium, Schmerz im

Kopfe, Schwindel beim Aufstehen, bitterem Geschmack im Munde, ein

Schmerz in der Gegend der Leber, während der fieberfreien Zeit,

blasse Gesichtsfarbe, weiße Zunge, kalten klebrigen Schweiß,

Appetitlosigkeit, Anschwellen des Unterleibes, große Schwäche.

Anfälle kommen in der Regel des Morgens oder Abends. Fieber mit

fliegender Hitze und große Schmerzen der Knochen.

~Nux Vomica.~ -- Aeußerliche Hitze bei innerlichem Frost oder

innerliche Hitze und Frost von Außen. Während des Frostes sind Hände,

Gesicht, Haut und Nägel blau und kalt; Gähnen und Strecken; eine oder

beide Wangen roth, dichter Schweiß von säuerlichem Geruch; wenn dem

ersten Stadium äußerliche und innerliche Kälte und Gähnen folgt,

Frost am Abend oder Morgen während des heißen Stadiums, Kopfschmerz,

Schwindel, Uebelkeit, Durst. Schüttelnder Frost mit Durst, dem

Fieber mit Durst und Schweiß folgt. Bewegung während des Fiebers

oder Schweißes verursacht Frost. Während der fieberfreien Zeit ist

Kopfschmerz, Appetitlosigkeit, schlechter Geschmack im Munde, Schmerz

im Magen nach dem Essen, Verstopfung, viel Durst, Schweiß.

~Ipecacuanha.~ -- Vor dem Frost-Stadium Strecken und Mattigkeit bei

kaltem Schweiße auf der Stirne, leichter Frost, dem große Hitze

folgt; der Frost nimmt durch äußerliche Hitze zu; Durst nur während

des Frostes; Beklemmung der Brust; Uebelkeit und Erbrechen. Während

der fieberfreien Zeit hat die Speise einen bitteren Geschmack,

Appetitlosigkeit, Erbrechen nach dem Essen, Schlaflosigkeit.

~Bryonia.~ -- Wenn vor dem kalten Stadium Schwindel, Kopfschmerz und

Mattigkeit; -- ferner, wenn das erste Stadium mit starkem Frost,

Zittern und Hitze im Kopf eintritt; das zweite Stadium mit Hitze

und Frost abwechselnd, hierauf große Hitze und Durst, krampfartiger

Husten, stechende Schmerzen in der Seite und im Unterleib; nach

der Hitze starker Schweiß, Beklemmung der Brust, trockener Husten,

Neigung zum Schwitzen des Nachts und am Morgen; während der

fieberfreien Zeit Verstopfung, Durst, gelbliche Gesichtsfarbe und

Nachtschweiße.

~Eupatorium Perfoliatum.~ -- Leichter Frost stellt sich vor dem

Beginne des ersten Stadiums ein, Schwindel, Schwere und Läuten im

Kopfe während des kalten Stadiums; theilweiser Frost im Rücken,

Händen und Füßen; das Hitze-Stadium beginnt mit leichtem Frost

abwechselnd mit fliegender Hitze, bis das Fieber allgemein wird;

Uebelkeit und Erbrechen einer galligen Masse am Ende des Frostes.

Wenn der Frost um 9 Uhr Morgens beginnt bei Schmerzen in den Knochen,

klopfendem Kopfschmerz während des Frostes und der Hitze; Durst,

mehrere Stunden vor dem Froste beginnend, der während des Frostes und

der Hitze fortdauert; wenig oder kein Schweiß, Empfindlichkeit des

Unterleibes gegen Druck; beständige Neigung zum Schlaf; Nachtschweiße.

~Cedron.~ -- Die Anfälle kommen Abends 8 Uhr und folgen einer

großen Niedergeschlagenheit, drückendem Kopfweh und Stumpfheit

der Sinne; Mund trocken, großer Durst; Krämpfe, bei Thränen und

zusammenziehenden Schmerzen in den Armen und Beinen, kaltes Gefühl in

Händen und Füßen, Herzklopfen und Frostschauer. Diese Symptome halten

ein bis zwei Stunden an und lassen ein Gefühl von trockener Hitze,

der ein dichter Schweiß folgt, zurück; voller und schneller Puls;

rothes Gesicht; in der fieberfreien Zeit kalt und blaß; Durst und ein

Verlangen nach warmen Getränken. (Marcy und Hunt.)

~Pulsatilla.~ -- Langer Frost, wenig Hitze und kein Durst.

Kennzeichen einer schlechten Verdauung (~dyspepsia~). Der Frost

beginnt mit Erbrechen. Frost und Hitze kehren zu derselben Zeit an

jedem Tage zurück. Während des Frostes: Gesichtsblässe, Kopfweh mit

Schwere; zuweilen Erbrechen mit Schleim und Brustbeklemmung. Während

der Hitze: Kopfschmerz und Rothsein des Gesichts, aufgedunsenes

Ansehen, Seufzen, Klagen, ängstliches Athmen, Uebelkeit, Diarrhöe

mit folgendem Schweiß, Anfall von Ohnmacht und bei dem weiblichen

Geschlecht Unterdrückung der monatlichen Reinigung. Während der

fieberfreien Zeit: Kopfschmerz, Kochen des Bluts, Herzklopfen,

feuchter Husten und eine Neigung zum Weinen.

~Natrum Muriaticum.~ -- Heftiges Kopfweh während des Frostes und der

Hitze, verdunkelter Blick, theilweise Bewußtlosigkeit, Schmerzen

in den Knochen, gelbliche Gesichtsfarbe, Fieber mit Blasen auf

den Lippen, Durst während des Frostes, aber noch mehr während der

Hitze; leichter Frost, Gähnen und Strecken, ohne Durst, dem ein

starkes Fieber mit Durst folgt; dann Schweiß mit Schläfrigkeit und

Schlafsucht. (Pulte.)

~Ignatia.~ -- Gegen nervöse Anfälle, besonders wenn sie durch Schreck

hervorgerufen wurden. Durst nur während des Frostes, ebenso Schmerz

in den Eingeweiden. Das Fieber beginnt am Nachmittage und dauert

die ganze Nacht hindurch. Das geringste Geräusch erhöht des Kranken

Leiden.

~Veratrum album.~ -- Aeußerlicher Frost und kalter Schweiß, besonders

auf der Stirne und innerliche Hitze; großer Durst, besonders während

des Frostes und Schweißes; wässeriges Erbrechen und Diarrhöe,

leichenartige Farbe des Gesichts; Krämpfe, Delirium, große Angst,

schnelles Sinken der Kraft.

+Verordnung der Heilmittel.+ Löse 12 Kügelchen in 12 Theelöffel voll

Wasser und gebe alle 2 oder 3 Stunden einen Theelöffel voll, auch

während des Anfalles.

Gelbes Fieber.

Diese Krankheit kennzeichnet sich durch die gelbliche Hautfarbe und

das Erbrechen einer dunkeln Flüssigkeit. Sie ist besonders in warmen

Klimaten vorherrschend und eine Witterung von 79 oder 80 Grad, welche 2

oder 3 Monate hindurch anhält, wurde bisher zu seiner Hervorrufung für

nothwendig gehalten. In der Regel erscheint sie im Spätsommer oder im

Anfange des Herbstes und verschwindet nur mit dem Eintritte des Frostes.

+Ursachen.+ -- Die Verwesung von Pflanzen- und thierischen Stoffen

und Uebervölkerung. Die hervorragendsten Ursachen sind eine zu starke

thierische oder reizende Kost, unregelmäßige Lebensweise, geistige

Angst und Druck, Thränen, Kummer und das Aussetzen gegen Luft und heiße

Sonne.

+Symptome.+ -- Die ersten Symptome sind Schwindel, Schmerzen in dem

Rücken und den Gliedern, Frost, Uebelkeit und ein Gefühl von Ohnmacht.

+Zweites Stadium.+ -- Nachdem die obigen Symptome einige Stunden

lang angehalten haben, tritt eine Rückwirkung ein. Das Gesicht ist

geröthet, die Haut heiß und trocken, die Augen sind roth und funkelnd,

heftige Schmerzen im Kopfe, Rücken und den Gliedern; Unbehaglichkeit

im Magen, sehr schnelles Athmen, Erbrechen einer säuerlichen, galligen

Masse, Mund und Hals trocken, bei großem Durst und zuweilen Delirium,

die Zunge mit einem klebrigen, weißen Schleim überzogen, mit rothen

Rändern, hin und wieder böser Mund, so daß dadurch das Schlucken

erschwert wird. Der Kranke klagt über ein Gefühl von Schwere und

Beklemmung in der Magengrube und der Magen ist sehr reizbar, alles was

verschluckt wird, wieder von sich gebend.

Nachdem diese Symptome 25 bis 36 Stunden angehalten haben, wird dem

Kranken wieder leichter, ausgenommen das höchst unangenehme Gefühl im

Magen, bei Uebelkeit und Erbrechen.

Dieses Stadium kann einige Stunden lang anhalten und kann dabei ein

leichtes Schwitzen vorhanden sein, worauf die früheren Symptome noch

heftiger zurückkehren. Der Magen wird jetzt außerordentlich schmerzhaft

und empfindlich. Unaufhörliches heftiges Erbrechen einer Flüssigkeit

von dunkler Farbe, bei großem Durst. Die Haut und die Augen werden gelb

und der Kranke wird ruhelos und unstät. Die Schmerzen im Kopfe, Rücken

und in den Gliedern sind weniger heftig als zuvor und der Puls, die

Zunge und die Haut können sehr natürlich sein.

Dieses Stadium kann 12 bis 48 Stunden anhalten, dann tritt das letzte

Stadium ein, das sich durch Erbrechen einer grünlichen, gelblichen,

bräunlichen oder claretfarbigen Masse, welche das schwarze Erbrechen

genannt wird, kennzeichnet. Die Temperatur der Haut fällt unter ihren

natürlichen Zustand, der Kranke wird sehr schnell schwach, der Puls

sinkt, die Zunge wird trocken, schwarz und zusammengeschrumpft, das

Athmen unregelmäßig und beschwerlich, Krämpfe befallen die Eingeweide

und die Waden, das Gesicht verzieht sich und verliert seinen lebendigen

Ausdruck, Hände und Füße werden kalt; Diarrhöe, Schweiß, Blutflüsse und

schließlich Krämpfe treten ein.

+Behandlung.+

~Eclectische und Kräuterkur.~ Beim Beginn des Anfalles kann ein

Brechmittel von dem zusammengesetzten Pulver der Lobelia gegeben

werden, worauf die Eingeweide mit Folgendem, was sehr empfohlen

worden ist, geleert werden sollten:

Essig und Castoröl, von jedem ½ Weinglas

voll.

Salz 1 Theelöffel

voll.

Mische es zu einer Dosis und wiederhole es jede Stunde, bis die

Wirkung eintritt.

Zur Verminderung des Fiebers sollte kaltes Wasser auf der Oberfläche

des Körpers angewendet werden, zu welchem Behufe der Kranke in ein

großes Faß oder irgend ein anderes dazu passendes Gefäß gebracht

werden muß, Ströme von kaltem Wasser werden über den Nacken und

Körper des Kranken gegossen, bis das Gesicht blaß wird, worauf der

Kranke lebhaft abgerieben und in ein warmes Bett geschafft werden

sollte. Während des Frost-Stadiums der Krankheit lege man ein großes

Blasenpflaster über den Magen und gebe folgendes:

Gemeines Fußblatt (~Podophyllin~) 1 Gran.

Leptandrin 2 Grane.

Mische es in einem Mörser mit 10 Granen weißen Zuckers und gib es

auf eine Dosis mit stündlicher Wiederholung. Dies wird das Erbrechen

vermindern.

Wenn der Frost eine lange Zeit anhält, lege man den Kranken in ein

warmes Bad, das mit Senf gemischt ist, wobei Thee von grüner Münze

(~spearmint~), Katzenmünze (~catnip~) oder Salbei (~sage~) getrunken

werden sollten, um Schweiß hervorzurufen.

Schwefelsaures Chinin (~Sulphate of quinine~) kann in Dosen von 4 bis

6 Granen jede Stunde oder alle 2 Stunden gegeben werden. Limonade und

Cideressig lasse man unbeschränkt trinken. Kann der Magen diese nicht

behalten, gebe man vermittelst Einspritzung folgendes:

Schwefelsaures Chinin (~Sulphate of quinine~) 12 Grane.

Weinsteinsäure (~Tartaric acid~) 12 „

Limonade oder Citronensaft 1 Unze.

Mische es und gib es als Einspritzung; wenn nöthig, jede Stunde oder

alle zwei Stunden zu wiederholen.

Dr. Nott von Mobile empfiehlt Kreosot (~creosote~) während des

Fiebers zu geben. Nachdem die Eingeweide geöffnet sind, 20 Tropfen

Kreosot mit 6 Unzen Minderers Geist (~Spirits of mindererus~) mit

hinlänglich Alcohol, um den Kreosot zu lösen. Man gebe alle zwei

Stunden einen Eßlöffel voll. Waschen der Haut mit kaltem Wasser

und Essig wird die Hitze und Trockenheit vermindern. Auch können

Senfpflaster längs des Rückgrats gelegt werden.

Während der fieberfreien Zeit oder bei Sinken der Kräfte sollte mit

Chinin fortgefahren werden, auch Terpentinöl (~Oil of turpentine~)

ist mit Vortheil in diesem Stadium angewendet worden. Gebe jede

Stunde, oder alle 2 Stunden 10-15 Tropfen mit 2 oder 3 Granen

spanischen Pfeffers (~Capsicum~) in Limonade oder andern säuerlichen

Getränken.

Wenn der Kranke sehr hinfällig ist, gebe man das folgende:

Branntwein (~Brandy~) 4 Unzen.

Schwefelsaures Chinin (~Sulphate of quinine~) ½ Drachme.

Wozu eine oder zwei Unzen Terpentinöl, wenn nöthig, gefügt werden

können. Alle halbe Stunde oder jede Stunde einen Theelöffel voll.

Bei Wiedergenesung muß große Sorgfalt gegen einen Rückfall beobachtet

werden. Die Kost sollte aus Pflaumen, Datteln (~Tamarinds~) oder

Aepfelwasser mit ein wenig Wein bestehen. Starke Rindssuppe,

indischer Mehlschleim, gekochter Reis und andere leichte

Nahrungsmittel mögen gegeben werden. Als ein stärkendes Mittel dienen

kalter Aufguß von virginischer Schlangenwurzel (~Virginia snake

root~), oder ein Aufguß von Buschklee (~Shrubby Trefoil~).

=Homöopathisch.= Sobald die ersten Symptome erscheinen, sollte

sogleich ~Ipecacuanha~ gegeben werden, besonders bei Schwindel,

Frost, Schmerzen im Rücken und in den Gliedern, unbehaglichem Gefühle

im Magen, Uebelkeit und Erbrechen.

~Belladonna.~ -- Rothes und aufgedunsenes Gesicht; Augen hell, roth

und funkelnd oder starr; Zunge weißlich, gelblich oder bräunlich;

trockene, brennende Hitze; scharfe, ziehende Schmerzen im Kopf

bei klopfender, schmerzhafter Schwere, krampfartige Schmerzen in

dem Rücken und den Gliedern, Druck, krampfartige Schmerzen im

Magen, Neigung zum Erbrechen oder heftiges Erbrechen während der

fieberfreien Zeit, Tiefsinn, Niedergeschlagenheit. Bei eintretender

Rückwirkung große Erregtheit, beständiges Herumwerfen und Angst.

~Bryonia.~ -- Haut gelb, Augen roth oder stumpf, glasig oder

wässerig, Zunge trocken, weiß oder gelb belegt, starker Schmerz

im Magen, mit Erbrechen besonders nach Trinken, brennender Durst,

Schmerz in dem Rücken und den Gliedern, Kopfschmerz durch Bewegung

erhöht, Augen bei Bewegung schmerzhaft, Gefühl von Vollsein und Druck

im Magen und den Eingeweiden, Angst, Furcht und Besorgniß, Schwinden

des Gedächtnisses.

~Rhus toxicodendron.~ -- Haut trocken und gelb, Augen glasig und

eingefallen, Zunge trocken und schwarz, Lippen trocken und bräunlich,

Puls schnell und schwach, Delirium; Betäubung, schnarchendes Athmen,

beständige Bewegung, unangenehmer Schmerz oder Brennen im Magen,

Uebelkeit und Erbrechen, die unteren Theile gelähmt, Krämpfe in den

Eingeweiden, Kolik, Diarrhöe, schwieriges Schlucken oder Schmerz beim

Schlucken, Begriff stumpf und umwölkt.

~Arsenicum.~ -- Gesicht bläulich oder gelblich, Augen blaß und

eingefallen, Körper kalt, bei kaltem und klebrigem Schweiß, Nase

zugespitzt, Lippen und Zunge braun oder schwarz, schneller Puls,

schwach und unruhig oder zitternd, große Hinfälligkeit, dumpfer,

klopfender oder stechender Schmerz im Kopfe, brennende oder scharf

ziehende Schmerzen im Magen oder in der Gegend der Leber; steife

Glieder, häufiger zwingender Stuhl, oder die Entleerungen sind

schmerzlos und finden ohne Wissen des Kranken statt, Brustbeklemmung,

schnelles ängstliches Athmen, Krämpfe in den Waden, ziehende und

krampfartige Schmerzen in den Eingeweiden, Gefühl als wenn ein

schwerer Gegenstand auf die Eingeweide drücke, Gedächtnißschwäche,

Betäubung und Bewußtlosigkeit.

~Aconitum.~ -- Im ersten und zweiten Stadium anwendbar, wenn eine

brennende, trockene Haut, rothe Augen, gegen das Licht empfindlich,

Gesicht roth, Lippen und Mund trocken, Gefühl von großer Hitze,

Durst, Schmerzen in den Schläfen, der Stirne oder den Seiten des

Kopfes, Schwindel beim Aufstehen, große Hitze und Reizbarkeit des

Magens, kurzes und sehr schnelles Athmen vorhanden sind.

~Nux vomica.~ -- Haut gelb, besonders um Nase und Mund, Augen

entzündet, Ringe um die Augen, Zunge weiß oder gelb belegt, oder

trocken, aufgesprungen, braun mit rothen Rändern, brennende Schmerzen

im Magen, Erbrechen einer säuerlichen, galligen Masse, heftiges

Schlucken, Schwindel, Schmerzen im Kopfe, Zittern der Glieder,

Verlangen nach Bier, Branntwein oder andern Reizmitteln, Entleerungen

von einer blutigen oder galligen Masse aus den Eingeweiden, Kälte und

Krämpfe in den Beinen, große Angst, Todesfurcht, Bewußtlosigkeit und

Delirium mit Murmeln.

~Mercurius.~ -- Gelbe Hautfarbe, Augen roth, die Blutgefäße sind

angefüllt, Zunge mit dickem weißen Pelz oder trockenem und braunem

Schleim belegt, starke Neigung zum Schlafe oder Ruhelosigkeit, je

nach dem Zustand der Nerven, Gefühl von Ermüdung, schnelles Sinken

der Kräfte, heftiges Erbrechen einer galligen Schleimmasse, brennende

Schmerzen und Empfindlichkeit des Magens, Kälte der Arme und Füße bei

Krämpfen.

~Veratrum.~ -- Gesicht gelblich oder bläulich, kalt und mit kaltem

Schweiße bedeckt, Augen trüb, gelblich oder wässerig, Lippen und

Zunge trocken, braun und aufgesprungen, Schlucken, Kälte der Hände

und Füße, Entleerungen der Eingeweide, dünn, schwärzlich oder

gelblich, Zittern, Krämpfe in den Füßen, Händen und Beinen, Sinken

der Kraft, schwieriges Schlucken, sehr starker Durst, Erbrechen von

grüner Galle, oder Schleim, oder schwarzer Galle und Blut, Krämpfe im

Magen, den Eingeweiden und Gliedern.

~Sulphur.~ -- Gesicht blaß und gelblich, Puls hart, geschwind und

voll, Schwindel und starke Schmerzen in dem Kopf, Jucken oder

brennende Schmerzen in den Augen, Brausen in den Ohren, Schmerzen im

Rücken und in den Seiten.

+Verordnung der Heilmittel.+ -- Dosis: 6 Kügelchen, oder man löse 20

Kügelchen in einem halben Bierglas voll Wasser und gebe der Strenge

der Symptome angemessen, alle halbe, ganze, zwei oder drei Stunden

eine Dosis.

=Allöopathisch.= Die Eingeweide sollten mit 10 Gran Calomel geöffnet

und folgendes gegeben werden:

Schwefelsaure Magnesia (~Sulphate of magnesia~) 1 Unze.

Salpetersaure Potasche (~Nitrate of potash~) 10 Grane.

Lakritzen-Extrakt (~Extract of liquorice~) 1 Skrupel.

Zusammengesetzter Aufguß von Sennesblättern

(~Compound infusion of senna~) 5½ Unzen.

Sennesblätter oder Jalappenwurzel (~Tincture of

senna or jalap~) 3 Drachmen.

Spiritus von flüssigem Salz (~Spirits of sal

volatile~) 1 Drachme.

Mische es. Dosis: 2 bis 3 Eßlöffel. Dies sollte alle Stunde oder wenn

nöthig alle halbe Stunde wiederholt werden.

Anstatt des Calomels kann auch folgendes gebraucht werden:

Schwefelsaure Magnesia (~Sulphate of magnesia~) 1 Unze.

Cremor Tartari (~Cream of tartar~) 1 „

Reines Wasser 1 Pint.

Mische es. Dosis: Ein Weinglas voll.

Während des Frostes gebe man ein Senf-Fußbad; als Getränk

Pfeffermünz-, (~Peppermint~) Isop- oder Salbei-Thee. In der

fieberfreien Zeit oder dem Stadium der Ruhe gebe ein Reizmittel und

suche durch warme Getränke und die Tinktur von ~Veratrum Viride~ oder

das folgende Mittel Schweiß hervorzurufen:

Schwefelsaures Chinin (~Sulphate of quinine~) 12 Grane.

Aromatische Schwefelsäure (~Sulphuric acid~) 24 Tropfen.

Syrup 1 Unze.

Pfeffermünz-Wasser (~Peppermint water~) 1 „

Mische es und gebe jede Stunde einen Theelöffel voll.

Unser Familien-Arzt · 第 8 / 51 段