[1] Ich werde demnächst eine übersichtliche Darstellung der Religion
der philippinischen Malaien veröffentlichen.
[2] Vorläufig zu dreien: dem Ilocanischen im nördlichen, dem
Tagalischen im mittleren und südlichen Luzon, dem Visaya-Stamm im
Visayer-Archipel und Mindanao. Dem Tagalischen Stamme winkt der
sichere Sieg über die beiden anderen.
[3] Die Spanier theilen die Malaien der Philippinen ein in "Indios",
d. s. Christen, Infieles oder Igorrotes (auch Cimarrones, Montescos,
Montaraces), d. s. Heiden und Moros, d. s. Mohammedaner.
[4] Sind nicht unter diesen "Armenios" richtig Parsis zu verstehen?
[5] Auch die Negritos von Tarlac (Pampanga) sind Ackerbauer, indem sie
Reis und Mais pflanzen (Cavada I, 164), ebenso pflegen die Negritos
von Camarínes Norte, vom Hunger getrieben, den Vicol-Malaien bei der
Bestellung der Reisfelder mitzuhelfen (Cavada II, 447).
[6] Dr. Schadenberg fand diese Bestattungsweise nicht allgemein vor,
dagegen bestätigt sie Cavada (I, 221).
[7] Ähnlich berichtet Dr. Schadenberg (147) nach Serrano und Calayag,
dass die Negritos für jeden verstorbenen Stammesgenossen einen Indier
(-Malaien) tödten.
[8] Pili, eine Art Canarium.
[9] Scheidnagel (S. 58) sagt treffend: Obwohl man sich sehr viel
Mühe gemacht, sie zu dem Lichte des Christenthums heranzuziehen,
so hat man doch nach meinem schlichten Verstande sehr wenig für die
Pflege der wahren Moral gethan.
[10] Der Patianac scheint überhaupt vor allem Nackten seine Macht zu
verlieren. Er ist jener Spukgeist, der den Reisenden vom rechten Wege
abbringt und ihn sich verirren lässt. Geschieht diess den Tagalen,
so ziehen sie sich nackt aus und strecken die entblössten Genitalien
gegen den Wind, worauf der Patianac seine Kraft einbüsst (Mas, l. c.).
[11] Barangay ist der Name einer in der Zeit der Conquista
gebräuchlichen Schiffsgattung.
[12] Bei dem Missbrauch der auf den Philippinen mit dem Namen der
Igorroten getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn man hie und da
von "igorrotes de Zambáles" liest, es sind diess eben unsere wilden
Zambalen.
[13] Auf den Philippinen ist das Tabaksmonopol eingeführt.
[14] Diess scheint ihr ursprünglicher Name zu sein, denn P. Mozo sagt
(Misiones, p. 62): "La primera nacion se llama Igolot, y corrompiendo
letras, suelen llamarla Igorrota". Auch Morga nennt sie "Ygolotes"
(Morga-Stanley 284).
[15] Nicht Hirsche wie Bastian (Reisen V, 272) erzählt.
[16] Festlichkeiten rein privater Natur, welche mit ihren religiösen
Anschauungen gar Nichts zu thun haben, werden Regnas genannt, wenn
sie vom ganzen Dorfe gefeiert werden, sind sie aber nur von einer
Familie veranstaltet, so heissen sie Bumaguil. Hier werden keine
Asiteras beigezogen (Lillo 30).
[17] Die Pungianen bei Pungian, die Quianganen bei Quiangan und die
Silipanen bei Silipan.
[18] Nach Mas, pobl. 27, Rohrstückchen.
[19] Mas, pobl. 5 und 12. Buzeta I, 54. Ilustracion 1860, 152.
[20] Dass sie nicht feige sind, geht daraus hervor, dass Hügel 1834
unter der Garnison Manila's auch einige Tinguianen bemerkte, wobei
er die Notiz macht: "Für die Regimenter werden diese Männer vor allen
anderen gesucht". Heute ist diess nicht der Fall, da die Conscription
eingeführt ist.
[21] Diess und das Folgende nach Nr. 22 der Ilustracion 1860.
[22] Aus dessen Namen "Adam" gemacht wurde (von den Mönchen).
[23] Hauptwaffe der Apayaos.
[24] Die Apayaos tragen denselben Lendenschurz wie die Igorroten.
[25] Ausnahmsweise ist der Name dieses Gottes in deutscher Orthographie
nach Semper's Schreibweise wiedergegeben.
[26] Deutsche Orthographie.
[27] In Semper, Erdk. X, 265, wird nur von geraden Linien gesprochen,
in den Skizzen, 55, auch von krummen.
[28] Falsche Orthographie: Bicol.
[29] Nach Buzeta I, 205, besitzen die Vicols ein eigenes Feldmaass,
den Pisoson, gleich einer viereckigen Fläche von 100 cast. Brazas
Länge und 50 Brazas Breite.
[30] Es sind darunter die Piraten gemeint, welche von Sulu und
Mindanao aus im XVI., XVII. und XVIII. Jahrhundert die Philippinen
brandschatzten und um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch mehrere
Jahrzehnte sich auf verschiedenen Punkten Mindoro's festgesetzt hatten.
[31] Man findet oft die falsche Schreibweise Bisayas oder Bisayer,
mitunter auf älteren deutschen Karten auch Bissaier.
[32] Wohl zu unterscheiden von der gleichnamigen Insel, welche nördlich
von Mindanao liegt und gleichfalls von Visayern bewohnt wird.
[33] Bellaco spanisch: Spitzbube.
[34] Spanisch: Kälberbesitzer.
[35] Spanisch: Etwas, was in einer Sache zwei Mal vorkommt oder
enthalten ist.
[36] Dasselbe gilt von dem Namen Mananapes.
[37] Nur indirect benutzt.
[38] Gerade kurz vor der Ankunft der Spanier hatten von Moslims
bedrängte Bohol-Visayer ihre Insel verlassen und sich in Dapitan auf
Nord-Mindanao festgesetzt.
[39] Die häufigsten Krankheiten sind Syphilis, Elephantiasis,
Dysenterie und Fieberkrankheiten. Masern-Epidemien sind nicht sehr
häufig, sind aber, sobald sie auftreten, sehr verheerend.
[40] Tänze, welche nur von einem Mädchen getanzt werden, heissen
Panjalays; der Kriegstanz führt den Namen: Sayan oder Moro-Moro.
[41] "Alle Versuche, grössere Unternehmungen mit chinesischen Arbeitern
zu betreiben, sind bisher durch die inländischen Arbeiter vereitelt
worden, die jene nicht dulden, sie durch offene Gewalt oder heimliche
Verfolgung vertreiben" (Jagor 252).
[42] Nähere Details in meinem Aufsatze über diesen Gegenstand in den
Nummern 1-3 des Jahrgangs 1881 der Österreichischen Monatsschrift
für den Orient.
[43] Nur Männer.
[44] Ohne die Mestizen von Tayabas und Sámar.
[45] Nach Buzeta's Schlusstabelle, pag. 143, im I. Bde des Werkes
findet sich die Angabe: 7000 españoles ó de raza española.
[46] Erst Anfang des XVII. Jahrhunderts konnte das Decret vollends
durchgeführt werden.
[47] Magallanes' Chronisten schreiben: Masava, Massana; andere
Varianten sind: Dimasana, Limasana, Limasaba.
[48] Sógbu, Zubu, Zubuth mit Varianten wie: Çubu &c.
[49] P. Francisco Combes. Historia de las islas de Mindanao, Joló y
sus adyacentes. Madrid 1667, p. 74.
[50] Man vgl. darüber: Fray Juan de la Concepcion. Historia general
de Philipinas. Sampaloc (Manila) 1788-92. Bd. V, p. 378.
[51] Oder nur der Caragalandschaft?
[52] Cartas de Indias. Madrid 1878, fol. 119.
[53] Das Datum ist vom 24. September 1559.
[54] Fray Gaspar de San Augustin. Conquista de las Islas Philipinas,
Madrid 1698, p. 91.
[55] Urdaneta wird als der erste genannt, welcher die Südsee von West
nach Ost durchschiffte; eigentlich gebührt dieser Ruhm einem anderen
Officiere des Legazpi, dem Capitän Arellano, welcher auf dem Wege
nach den Philippinen desertirte und noch früher mit seinem von einem
Mulatten gesteuerten Schiffe nach Méjico gelangte als Urdaneta. Er
hatte diess gethan, um den Preis zu gewinnen, den der König auf die
erste Durchkreuzung der Südsee von West nach Ost ausgeschrieben hatte.
[56] Die Schreibweise Bisayer ist unrichtig.
[57] Man vgl. darüber: Fray Gaspar de S. Augustin, a. a. 0.,
p. 214 u. 515.--Fray Juan de la Concepcion. a. a. O., Bd. VIII,
p. 137.--Rafael Diaz Arenas, p. 30.--Buzeta y Bravo. Diccionario
geográfico, estadístico, histórico de las Islas Filipinas, Madrid
1850, Bd. I, p. 285; Bd. II, p. 311.--M. C. Sprengel, Geschichte und
Beschreibung der Philippinischen Inseln (in Forster's und Sprengel's
Beiträgen zur Länder- und Völkerkunde, Leipzig 1782), S. 30.
[58] Damals auch Nebuy genannt.
[59] Unter den "Eroberungen" in den Visayern ist immer nur die
Unterwerfung der Küstenorte zu verstehen, denn die schwach bevölkerten
Binnenlandschaften sind zumeist noch heute unabhängig.
[60] Diese Schreibweise mit Il "Manilla" ist ganz falsch, sie findet
sich leider in vielen Lehrbüchern der Geographie.
[61] Vielleicht nur der Caraga-Küste (?).
[62] In deutschen Karten findet man: Illana-Bai, das ist entschieden
falsch, denn in dem spanischen Worte Bahia Illana ist das letztere
Wort ein Adjectiv, hergeleitet von dem Substantiv Illano. Die Illanos
sind nämlich die Küstenbewohner jener Bai; es kann daher im Deutschen
nur richtig lauten: Illanos-Bai, Bai der Illanos oder Illanische Bai,
aber nie Illana-Bai.
[63] Das Gebiet von Zamboanga wurde auch "Land der Subanos" (Çubanos)
genannt.