Die Tagacaolos hausen südlich von den Vilanen, in den westlichen
Gestadelandschaften des Meerbusens von Davao und südlich vom Vulcane
Apo. Tagacaolos wohnen auch als Nachbarn der Mandayas nördlich von der
Balete-Bai. Ihren Namen scheinen sie vom Flusse Tagalaya herzuleiten,
welcher auf jenem Berge entspringt. Ihr Hauptort heisst Malalag (Cavada
II, 221). Sie sind ebenfalls Heiden, obwohl es unter ihnen genug
Mohammedaner giebt, besonders im Süden, welche aber kaum äusserlich
an den Lehren des Korans festhalten. Sie glauben an das Dasein eines
übernatürlichen Wesens, das seinen Sitz auf dem Apo hat. "Diesem Genius
des Guten und Bösen bringen sie, um ihn zu besänftigen, beständig
Menschenopfer, insbesondere, wenn sie sich einbilden, dass er ihnen
zürnt, oder auch nur, wenn sie sich vornehmen, Schwefel zu sammeln,
damit er es ihnen gestatte" (Ausland 1881, S. 219).