Jetzt kannst du's nimmer hören,
Wenn ich mit leisem Strich
Den Bogen an die Saiten leg'
Und rufe Dich.
Jetzt kannst Du's nimmer sehen,
Wenn spät nach Mitternacht
Mein Ämplein noch bei Blatt und Stift
Im Erker wacht.
Und kannst die schönen, weißen
Theerosen, die im Garten steh'n
Und die ich noch für Dich gepflanzt,
Auch nimmer seh'n.
Und doch, wenn meine Geige
Allein noch wach im Hause ist,
Verspür' ich's oft, daß Du, mein Lieb,
Mir nahe bist.
Eleanor.
Herbstabende erinnern mich an Dich --
Die Wälder liegen schwarz, der Tag verblich
Am Hügelrand in roten Gloriolen.
In einem nahen Hofe weint ein Kind;
Mit späten Schritten geht durch's Holz der Wind,
Die letzten Blätter einzuholen.
Dann steigt, des trüben Anblicks lang gewohnt,
Einsam empor der ernste Sichelmond
Mit halbem Licht aus unbekannten Ländern.
Er wandelt kühl gleichgültig seinen Weg,
Sein Licht umgiebt Wald, Röhricht, Teich und Steg
Mit melancholisch blassen Rändern.
Auch Winters, wenn die Nächte lichtlos sind
Und Flockenspiel und ungestümer Wind
Um's Fenster geht, glaub' ich Dich oft zu schauen.
Der Flügel tönt, mit lächelnder Gewalt
Spricht mir an's Herz Dein tiefer, dunkler Alt,
Grausamste aller schönen Frauen.
Dann greift zur Lampe manchmal meine Hand.
Ihr mildes Licht fällt auf die breite Wand,
Dein dunkles Bild schaut aus dem alten Rahmen
Und kennt mich wohl und lächelt sonderbar.
Ich aber küsse Hände Dir und Haar
Und nenne flüsternd Deinen Namen.
Risse.
Ich hatte eine seltne Violine
Mit wunderbar gebräunten, blanken, starken
Wänden und lichten,
Echten, uralten Sargen.
Nur schräg im Boden, sichtbar keinem Laien,
Zog sich ein Riß und gab den edlen Tönen
Ein seltsam hartes,
Verwundetes, krankes Stöhnen.
Kräh'n können auch die Raben.
Wer klingen will,
Wer Lieder singen will,
Darf keine Risse haben.
Villalilla.
(Gabriele d'Annunzio gewidmet.)
Auf weißen Säulen weiße Büsten,
In allen Wegen Fliederduft,
Und Schwalben schwirrend in der Luft.
Auf breiten Treppen schläft die Zeit,
Von den Akazien überschneit,
Die sich auf den Terassen brüsten.
In meine Nische eng geschmiegt
Hör' ich den Fall der Aprikosen,
Ich seh im Sande sich die großen
Schatten der Säulen träg verschieben
Und weiß nicht, wo die Zeit geblieben,
Die träumend mir im Sinne liegt.
Vom fernen Dorf kommt liebesmüde
Herüber ein verwehter Tanz,
Und vor mir flirrt der Sonnenglanz
Wie damals, in verträumter Pracht,
Am Tag vor unsrer ersten Nacht,
Zur Zeit der Oleanderblüte.
Ich seh' Dein Bild in aller Pracht
Der ersten Liebe auferstehen,
Ich seh' Dich durch die Pforte gehen
Wie damals, -- mit dem scheuen Bangen,
Mit rot und weißen Kinderwangen, --
Am Tag vor unsrer ersten Nacht.
Ein müdes Plaudern der Fontänen
Wird tönend in der Stille laut,
-- Wie damals! Meine Seele baut
An Träumen jener Nächte fort
Und sehnt nach einem Liebeswort
Sich müd, und sehnt sich müd nach Thränen.
Sphinxe.
Das ist die tiefste Lebenslist:
Den Ort auf jedem Wege wissen,
Wo seine Sphinx verborgen ist.
Ich fand im Leben keinen Tag,
In dessen Tiefe grinsend nicht
Das zwiegestalte Scheusal lag.
Ich bin ihr oft vorbeigegangen
Und sah den grünen Hungerblick
An meinen Schritten gierig hangen.
Ich schritt vorbei und grüßte sie
Mit freundlich bösen Kenneraugen:
Noch immer munter, gutes Vieh?
Sie kennt nun lang schon mein Gesicht
Und folgt mir mit mürrischen Tigerblicken,
Aber die Krallen zeigt sie nicht.
Bahnhofstück.
Auf einer Reise, heiß und matt,
Saß ich im überfüllten Wagen,
Ein altes, breites Zeitungsblatt
In beiden Händen aufgeschlagen.
Der Zug hielt an. Ich schaute auch
Wie andre müßig durch die Scheiben,
Sah Hüte, Schleier, halb im Rauch
Mir fensterlang vorübertreiben.
Da bog aus dunklem Seidenflor
Mit feiner Stirn und blonden Haaren
Ein schöner Frauenkopf sich vor,
Den ich gesucht seit vielen Jahren.
Ich schrak empor, und meine Hand
Fuhr zitternd nach dem Fensterrahmen,
Da hört' ich im Gewühl genannt
Mit lauter Stimme ihren Namen.
Ich sah nun, den ich lang gehaßt,
Mit kühlem Gruße zu ihr treten,
Am Arm die leichte Reiselast
Und hört' ihn leise mit ihr reden.
Sie gingen weg. Der Pfiff erklang,
Ich sank zurück; ein schwerer, trüber,
Schmerzhafter Dunst in's Aug' mir drang,
Und draußen flog die Stadt vorüber.
Reich des Todes.
Die Lichter sind erloschen,
Die Nacht tritt in das Haus;
Die hellen Taggespenster
Erblassen und ziehen aus.
Vorüber ist der Becher,
Der mir Vergessen bot;
Mein Haupt ist grau, und alle,
Die ich geliebt, sind tot.
Ich hülle mich in den Purpur
Und schaue über mein Reich.
Verschneit sind Straßen und Gärten,
Der Himmel ist fahl und bleich.
Mein Haupt ist grau und schüttelt
Sein Silber in den Wind.
Ein Wächter wacht und ruft Stunden,
Die tot und vorüber sind.
Und morgen bin ich tot.
Das ist ein Denken wunderbar,
Daß dann mein Aug', so licht es war,
Erlischt, und daß mein Mund vergißt
Die tausend Küsse, die er geküßt.
Dann wird die Welt, die mich gekannt,
Mit ihrer neugierfrechen Hand
Die Hülle von meinem Leben reißen,
Wird einer dem andern klar beweisen,
Daß ich ein schlimmer Geselle war,
Ein Dichter, ein Lügner, ein eitler Narr.
Und übermorgen, wenn ich vergessen,
Wird ein andrer mit gleichem Maß gemessen.
Derweil in einer andern Welt
Ein goldner Stern vom Himmel fällt,
Und geht ein Klagen und Weinen
Um ihn, um den Einen,
Den goldenen Stern, der so früh verblich.
Und der Stern war ich.
Auch mein Mädel wird weinen.
Dann kommen die Andern singend in's Haus
Und reden's ihr aus.
Sie sitzen zusammen beim Glase Wein
Und lachen mein.
Und ihre Lippen sind warm und rot.
Morgen bin ich tot.
Armes Volk.
Blätterfall und rauher Wind
Stieben meinem Schritt entgegen,
Und ich weiß nicht, armes Kind,
Wo wir heut uns schlafen legen.
Du auch wirst einmal im Wind
Laufen müd und voll Beschwerde,
Und ich weiß nicht, armes Kind,
Ob ich dann noch leben werde.
Jugendflucht.
Der müde Sommer senkt das Haupt
Und schaut sein falbes Bild im See.
Ich wandle müde und bestaubt
Im Schatten der Allee.
Durch Pappeln geht ein zager Wind.
Der Himmel hinter mir ist rot,
Und vor mir Abendängste sind
-- Und Dämmerung -- und Tod.
Ich wandle müde und bestaubt,
Und hinter mir bleibt zögernd steh'n
Die Jugend, neigt das schöne Haupt
Und will nicht fürder mit mir geh'n.
Rat.
Nein, Junge, suche Du allein
Den Weg und laß mich weiter gehen!
Mein Weg ist weit und mühevoll
Und führt durch Dornen, Nacht und Wehen.
Geh lieber mit den Andern dort!
Der Weg ist glatt und viel betreten
Ich will in meiner Einsamkeit
Auch fürder einsam sein und beten.
Und siehst Du mich auf Bergen steh'n,
Beneid' mich nicht um meine Flügel!
Du wähnst mich hoch und himmelnah --
Ich seh', der Berg war nur ein Hügel.
Dunkle Augen.
Mein Heimweh und meine Liebe
Ist heut in dieser heißen Nacht
Süß wie ein Duft von fremden Blumen
Zu heißem Leben aufgewacht.
Mein Heimweh und meine Liebe
Und all mein Glück und Mißgeschick
Steht wie ein stummes Lied geschrieben
In Deinem dunklen Märchenblick.
Mein Heimweh und meine Liebe,
Der Welt und allen Lärm entfloh'n,
Hat sich in Deinen dunklen Augen
Erbaut einen heimlichen Königsthron.
Der Straßenkehrer.
Auf schlanken Rößlein reiten,
Den Degen an der Seiten,
In mitten der Allee,
Das wär' für mich ein köstlich Metier.
Und Handschuh flämischledern
Und einen Büschel Federn
An meinen Hut gesteckt,
Darnach das Frauensvolk die Hälse reckt.
Im Sattel voltigieren,
Paradelang charmieren
Mit Damen fein und schmal,
Und »Küß die Hand« beim Abschied am Portal.
Mit einer schönen Frauen
Aus Bogenfenstern schauen
Und nicken einen Gruß,
Wenn der Soldat uns salutieren muß.
Ich würd' ein Trinkgeld geben
Den Fegern in den Gräben
Und dächte mir dabei,
Wie übel dran doch so ein Feger sei.
Königskind.
Wenn alle Nachbarn schlafen gangen
Und alle Fenster dunkel sind,
Bin ich noch wach mit heißen Wangen,
Das heimatlose Königskind.
Dann schmück' ich mich mit Purpurträumen,
Mit Gürtel, Krone und Geschmeid,
Dann rauscht mit goldverbrämten Säumen
Um meine Knie' das Königskleid.
Und meine Seele reckt sich mächtig
In Lust und Sehnsucht, stark und bleich,
Und schafft sich stumm und mitternächtig
Ein mondbeglänztes Heimwehreich.
Ein Traum pocht an die Pforte mir.
Tritt ein, mein Gast! Ich bin allein
Wie jedesmal, und bin bedürftig Dein.
-- Du?! Du, Elise? -- Grüß Dich, Kind!
Wie lang, daß wir zur Plauderzeit
Nicht mehr beisammen gewesen sind!
Ich ward gewohnt der Einsamkeit;
Laß seh'n, ob ich noch plaudern kann --
Hör' an!
Weißt Du, weißt Du noch, Elise?
Verglimmend hing die Sonne noch am Wald,
Kein Mensch auf der Wiese!
Ein Birnbaum breit und wohlgestalt
Verbarg dem Himmel unsre Lust. Nur fern
Vom Berge klomm empor ein früher Stern
Ein naseweiser Abendwind
Verstohlen aus der Hecke kroch
Und lachte, lachte wie ein Kind.
Weißt Du noch?
Ja, das war eine Flitterzeit,
Alle Welt in Rosen!
Du warst so lieb,
Und kamst zur Nacht- und Tageszeit
Über mich mit Kuß und Kosen,
Hinterrücks wie ein Dieb
-- Du warst so lieb!
Und nun, mein Blondchen, sag!
An jenem heißen Sommertag
-- Ich suchte Dich mit wildem Sinn
Und lauschte lang und rief nach Dir --
Wo warst Du hin?
Nun sitzest Du wie sonst bei mir
Und machst das Herz mir weich
Und liederreich,
Und siehst mich an und schmeichelst mir
Wie damals unterm Birnenbaum . . .
War das auch nur -- ein Traum?
Sommerruhe.
Der Wind ruht in den Ästen
Und schaukelt sich müde nur,
Es klingt wie von fernen Festen
Eines Liedes schwindende Spur.
Mein Glück ist schlafen gangen
Und lachet nur halb im Traum
Mit schönen, schmalen Wangen
Und schönen Lippen kaum.
Meine Liebe legt sich nieder
In meines Liedes Schoß
Und dehnt ihre feinen Glieder
Und machet die Augen groß.
Der Verse leichte Zügel
Fallen mir aus der Hand,
Mein Lied lenkt seine Flügel
In ein grünes Schlummerland.
Eine rote Sonne liegt
In des Teiches tiefen Fluten,
Ein verirrter Falter fliegt
Über Schilf und Weidenruten.
Alles, was mein Herz verlor,
Jugendmut und Kinderfrieden,
Schlummert hier im gelben Rohr
Einsam, stumm, weltabgeschieden.
Wie ein breites Abendrot
Liegt mein Leben und mein Leiden,
Ruhig wie ein dunkles Boot
Meine Träume drüber gleiten.
Über meinen wilden Sinn
Ist ein Frieden ausgegossen;
Was ich war und was ich bin,
Ist in einen Traum zerflossen.
Komm mit!
Komm mit!
Mußt Dich aber eilen --
Sieben lange Meilen
Mach' ich mit jedem Schritt.
Hinter Wald und Hügel
Steht mein rotes Roß.
Komm mit! Ich fasse die Zügel --
Komm mit in mein rotes Schloß.
Dort wachsen blaue Bäume
Mit goldenen Äpfeln dran,
Dort träumen wir silberne Träume,
Die kein Mensch sonst träumen kann.
Dort schlummern selt'ne Genüsse,
Die noch kein Mensch genoß,
Unter Lorbeern purpurne Küsse --
-- Komm mit über Wald und Hügel!
Halt fest! Ich fasse die Zügel,
Und zitternd entführt Dich mein rotes Roß.
Angst.
Verglimmende Fackelbrände
Vermooste Stufen und Wände --
Mein Traum ging schauernd durch's Haus,
Und streckte die ängstlichen Hände
Empor und löschte die Fackeln aus.
In's Haar den welken Kranz
Gedrückt und noch im Aug' den Glanz
Gefeierter Feste, stand ich schmal
Mit herbem Mund und müd vom Tanz
Allein und wie ein Geist im Saal.
Der Traum schritt mir vorüber,
Er war so blaß wie ich, --
Ich hörte wohl, wie sein trüber
Gang durch die Halle schlich.
Und ich fürchtete mich.
Da stand der Traum und bog die Hand
Nach mir. Die Hand war kalt und schwer.
Und da er meine Rechte fand
Erklang er schrill, und schrak, und schwand,
Und war nicht mehr.
Die Halle scholl. In meinem Haar
War noch der Kranz,
In meinem Auge war
Von gefeierten Festen ein Flackerglanz.
Ich fürchtete mich -- es war so nacht!
Da ward von Händen muttersacht
Des Schlummers Pforte aufgemacht.
Mansarde.
Es war so warm. -- Die Ampel hing
An der Decke meiner Mansarde.
Du lasest aus einem Buche vor.
Ich war so krank. -- Ein Schmetterling
Flog immer wieder zur Ampel empor.
Es träumte mein Ohr und mein Auge starrte.
Es träumte mein Ohr den silbernen Laut
Italienischer Terzinen.
Mein Auge träumte: Es lehnt meine Braut
Am Geländer, von Sonne beschienen,
Und liest ^vita nuova^ mir vor.
Die Ampel ging aus. Der Schmetterling
Stieß surrend an die Gardinen.
Mein Auge an Deinem Antlitz hing.
Du warst vom Monde beschienen
Und warst so bleich. Deine Rechte sank
Vom Simse zitternd. In Deinen Mienen
Lag unser Leid. Mir drang an's Ohr
Dein Stöhnen. Ich raffte mich halb empor,
Und konnte nicht helfen. -- Ich war so krank.
»Ich habe den Fuß an jene Stelle des Lebens gesetzt, über welche keiner
hinausgehen kann, der die Absicht hat, wiederzukehren.«
Dante.
Wendet die Blicke, Fragende, wendet
Von mir das Haupt!
Wo das Leben in lichte Geheimnisse endet,
Dahin zu treten,
Dort anzubeten
Ward mir vom Liebesgotte erlaubt.
Wendet den Blick!
Suchend tastet mein Herz
Den verlorenen Pfaden nach.
Wem aller Sinne Brücke zerbrach,
Dem führet in's Leben niederwärts,
Kein Weg zurück.
Frau Gertrud.
Frau Gertrud mir am Bette stand,
Eine helle Theerose in der Hand,
Eine helle Theerose im braunen Haar.
Ihre Stimme wie ein Lächeln war
Und floß so weh und wankte so --
Sie sang ihr altes ^Long ago^!
»Fern steht Dein graues Schloß am Meer,
»Wie kamest Du nach Deutschland her?
»Wie lang doch ist's, daß Deinen Sarg
»In lauter Theerosen ich verbarg,
»Und daß ich Dich vergessen hab'!
»Wie kamst Du her aus Deinem Grab?«
Ich reicht' ihr fragend meine Hand
Und lächelte, und griff -- die Wand,
Dran weiß ein Flecken Mondes stund' . . .
-- Fernher kam zart und liebeswund
Ein schlanker, kranker Geigenstrich,
Der schluchzend in der Nacht verblich.
Und floß so weh und wankte so --
-- ^Long, long ago^!
Frühsommernacht.
Der Himmel gewittert,
Im Garten steht
Eine Linde und zittert.
Es ist schon spät.
Ein Wetterleuchten
Beschaut sich bleich
Mit großen, feuchten
Augen im Teich.
Auf schwanken Stengeln
Die Blumen steh'n,
Hören Sensendengeln
Herüberweh'n.
Der Himmel gewittert,
Schwül geht ein Hauch.
Mein Mädel zittert --
»Sag, spürst Du's auch?«
Levkoyen und Reseden.
Auf dem Tisch ein kleiner Strauß
Von Levkoyen und Reseden
Lockt mein Sinnen weit hinaus
Aus der Stadt nach fernen Beeten.
Beeten, die voll Veilchen sind,
Von Syringen überhangen;
Und ein blondes Nachbarkind
Kommt den Zaun entlang gegangen.
Nahe ist ein Brunnen laut,
Tief in seinen Mauern schäumend,
Und ein Flug im Bienenkraut.
Sonst ist alles stumm und träumend.
Aller Friede, der mir fehlt,
Den ich zwischen Städtemauern
Früh verlor im Kampf um's Geld,
Schlummert dort und macht mich trauern.
Im Scherz.
Meine Lieder stehen
Vor Deiner Thür,
Sie klopfen an und bücken sich:
Öffnest Du mir?
Meine Lieder haben
Einen seidenen Klang,
Dem Rauschen Deines Kleides gleich
Im Treppengang.
Meine Lieder tragen
Ein Düften lind,
Ganz wie in Deinem Lieblingsbeet
Der Hyazinth.
Meine Lieder kleidet
Ein schweres Rot,
Das Deinem seid'nen Kleide gleich
Knistert und loht.
Meine schönsten Lieder
Gleichen ganz Dir.
Sie steh'n an der Pforte und bücken sich:
Öffnest Du mir?
Maria.