Wie man in den Wald schreit, also schreit es daraus

Ein Mann, der etwas gleichsah, aber nicht viel Komplimente machte,

kommt in ein Wirtshaus. Alle Gäste, die da waren, zogen höflich den

Hut oder die Kappe vor ihm ab, bis auf einen, der ihn nicht kommen

sah, weil er gerade die Stiche zählte, die er im Mariaschen von

seinem Nachbar gewonnen hatte. Und als er eben das Herz-Ass durch

die Finger schob und sagte: "Zweiundfünfzig und elf sind

dreiundsechzig", und bemerkte immer den Fremden noch nicht, der

etwas gleichsah, fragte ihn der Fremde: "Herr, für was sehet Ihr

mich an?" Der Gast sagte: "Für einen honetten Mann; was weiss ich

von Euch?" Der Fremde sagte: "Das dank' Euch der Teufel!" Da stand

der Gast vom Spieltisch auf und fragte: "Für was sieht denn der Herr

mich an?" Der Fremde sagte: "Für einen Flegel." Darauf sagte der

Gast: "Das danke dem Herrn auch der Teufel! Ich merke, dass wir

einander beide für den Unrechten angesehen haben." Als aber die

andern Gäste merkten, dass doch auch in einem feinen Rock ein grober

Mensch stecken könne, setzten sie alle die Hüte wieder auf, und der

Fremde konnte nichts machen, als ein ander Mal manierlicher sein.

Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes Eine Auswahl aus verschiedenen Quellen · 第 188 / 197 题