Fünf Sonette

I

Der Wind hat feierlich die Welt entfaltet,

Und alle Farben prunken unterm Licht.

Von Bäumen, Rasengrün und Dächern bricht

Der Glanz, noch eh er sich zur Form gestaltet.

Und wenn ihr durch die Straßen geht, behaltet

Ihr keines Dinges Namen noch Gewicht:

Nur Fensterspiegeln, Wolken, ein Gesicht,

Und die Bewegung stark und unveraltet.

Von steilen Dächern rinnt die Sonne, prallt

Wie ein Trompetenstoß auf Mensch und Wagen

Und springt zurück vom hastigen Asphalt.

Markisen, rot- und weiß-gestreifte, schlagen

In mächtgen Wogen, und der Himmel wallt

Wie eine Fahne, -- üppig und getragen.

Wir Menschen: Gedichte · 第 19 / 23 题