XX.

Wenn der iunge Herr Tobler aus Zürich, ein Sohn des bekannten

Chorherrn,[171] schon, ehe dieser Brief ankommt bei Ihnen gewesen ist,

so werden Sie ihn, auch ohne meine Empfehlung wohl aufgenommen haben,

weil er sich selbst auf das vortheilhafteste vorstellt. Eben dieses

werden Sie finden, wenn er sich nach diesem Briefe bei Ihnen zeigen

sollte. Ich bitte Sie nach Ihrer Gewohnheit ihm auch um meinetwillen

gefällig zu sein, und ihm, wenn er zu einigen seiner wohlgeratenen

Übersezungen aus dem Griechischen einen Verleger suchen sollte mit

That, oder, wie es die Umstände erfordern, auch nur mit gutem Rath

behülflich zu sein.

Der Herr Professor Garve ist so eben bei uns und erinnert sich seiner

Leipziger Freunde mit vielem Antheil.[172]

Ich empfehle mich Ihrem gütigen Andenken. Weimar den 30 Mai 1781.

Goethes Briefe an Leipziger Freunde · 第 99 / 214 题