Wenn der iunge Herr Tobler aus Zürich, ein Sohn des bekannten
Chorherrn,[171] schon, ehe dieser Brief ankommt bei Ihnen gewesen ist,
so werden Sie ihn, auch ohne meine Empfehlung wohl aufgenommen haben,
weil er sich selbst auf das vortheilhafteste vorstellt. Eben dieses
werden Sie finden, wenn er sich nach diesem Briefe bei Ihnen zeigen
sollte. Ich bitte Sie nach Ihrer Gewohnheit ihm auch um meinetwillen
gefällig zu sein, und ihm, wenn er zu einigen seiner wohlgeratenen
Übersezungen aus dem Griechischen einen Verleger suchen sollte mit
That, oder, wie es die Umstände erfordern, auch nur mit gutem Rath
behülflich zu sein.
Der Herr Professor Garve ist so eben bei uns und erinnert sich seiner
Leipziger Freunde mit vielem Antheil.[172]
Ich empfehle mich Ihrem gütigen Andenken. Weimar den 30 Mai 1781.