IX.

In der Zerstreuung, in die mich vielerley Geschäfte bey meiner Ankunft

versezen, kann ich nur mein bester Herr Profeßor Ihnen für die viele

Liebe und Freundschaft danken die Sie mir bey meinem Aufenthalt in

Leipzig bezeiget. Da mir meine Stunden so knapp zugemeßen waren, wie

viel bin ich Ihnen nicht schuldig dass Sie mir den größten Theil davon

so angenehm und nüzlich haben verbringen machen.

Da ich übermorgen als den 3t. schon wieder von hier abreisen muß,[124]

so bitte ich Sie wegen der abzuschickenden Statue mit dem Herrn Rath

Bertuch zu korrespondiren, dem ich den umständlichen Auftrag gegeben

habe. Er wird auf Ihre Nachricht den Fuhrmann zur rechten Zeit nach

Leipzig schicken, und das nöthige besorgen.

Ich empfehle mich Ihnen und den Ihrigen aufs beste, wobey sich mein

kleiner Reisegefährdte[125] mit anschließt. Verzeihen Sie alle

Beschwerden die ich Ihnen mache, und bleiben Sie meiner vollkommensten

Ergebenheit versichert. Weimar d. 1 Okt. 1781.

Das bewußte ~Basrelief~ wird nächstens anlangen.

Goethes Briefe an Leipziger Freunde · 第 28 / 214 题