Ihre Briefe habe ich übergeben und Ihre Aufträge ausgerichtet.
Wahrscheinlich erhalten Sie mit der heutigen Post auch Ihre Büste
und ich hoffe dass Sie einigermassen mit der Arbeit zufrieden sein
werden.[121] Ich habe mit Clauern gesprochen, wegen des Verlangens
das Sie haben ihn auf eine Zeit bei Sich zu sehen. Er scheint
unentschlossen und ich wünschte selbst, ehe ich Durchl. dem Herzog
etwas davon sage und um Urlaub für ihn bitte, näher unterrichtet zu
sein, auf was für eine Art, wie lang und zu welchem Zweck Sie ihn
bei Sich zu haben wünschen, denn nach allen diesem wird der Herr
mich gewiss fragen. Klauer selbst scheint wegen einiger näherer
Bestimmung verlegen und ich wollte selbst rathen mit ihm dadrüber
so ausführlich und deutlich als möglich zu handeln. Es giebt bei
Arbeiten des Künstlers die schweer zu schätzen sind meistentheils
zulezt ein Misvergnügen, wenn man sich nicht gleich Anfangs zusammen
auf einen festen Fus gesezt hat. Es bleibt ihm ohnedem auch hier noch
verschiedenes zu thun, wo er unter ein Viertel Jahr schweerlich fertig
wird.
Ich schicke hier versprochener massen ein Exemplar der berühmten
Correspondenz, die ich mir zu seiner Zeit wieder zurück erbitte.
Ich weis nicht ob es Ihnen gehen wird, wie mir, Sie ist mir in der
Erzählung hübscher und lustiger vorgekommen als Sie mir gedruckt
erscheint.
Wollen Sie etwa einige architektonische Zeichnungen für Durchl. den
Prinzen[122] hierher schicken so würde ich sorgen dass sie kopirt
werden.
In dem ich dieses schreibe sind Sie wohl in einer wichtigen Handlung
begriffen, wozu ich alles Glück wünsche.[123] Vielleicht steht die
Statue schon auf ihrem Plaz und ich bin recht neugierig sie zu sehen.
Leben Sie recht wohl. Denken Sie gelegentlich an die Aufträge mit denen
wir Sie belästigt haben. Weimar den 3 Aug. 1780.