Es sind am heutigen Tage drei Jahre und drei Tage her, als er Dich zum
erstenmal sah; im ersten Augenblick das Schicksal wissend, das ihn mit
Dir zusammenfügte; im nächsten auch schon das Zweite: daß Du die
Magnetnadel seist, die niemand einstellt als die Kraft. Das Dritte ahnte
er damals nicht.
Daß es drei Jahre dauern würde, drei niemals endende Jahre der
unaufhörlichen Qual. Und daß, wenn diese drei Jahre dann ein Ende
genommen haben würden, das Feuer sich selbst verzehrt haben sollte und
nichts mehr sein.
Daß Du aber an ihrem Ende kommen würdest, ausgestoßen, aus einer ganz
verschütteten Welt, in sein Haus, schon wissend -- und doch es nicht
begreifend --, daß niemand mehr war als Du und Er.
Und daß zwei Nächte der vollkommenen Hölle sein würden, Tür an Tür mit
Dir und -- genug!
Und danach die Erkenntnis.
Und danach die Angst, daß nun das Unselige kommen würde, nun, nun! daß
die Nadel sich einstellen werde in diesem Augenblick, in jedem nächsten,
der bevorstand. Und die Angst, daß die Erkenntnis ein Irrtum sei. Und so
lag er über der Asche Tage und Nächte, blies und blies, bis dann beide
Ängste ihn hinüberrissen zu Dir, um -- was? Vielleicht -- nur zu
gestehn. Vielleicht wegen der Erlösung.
Da aber war die Insel. Da war die Erkenntnis ein Irrtum gewesen. Da kam
der Flug in die Flamme. Und durch die Flamme. In das zeitlose Eis.
Da war sie doch wahr gewesen, die Erkenntnis.
Noch ist zu sagen von einer Flucht und einigen Tagen sinnlosen Kampfes
um das, was längst nicht mehr war.
Und zu sagen vielleicht von der ruhigen Kälte Eines, der drei Jahre im
Feuer stehn sollte -- ganz kalt.