Denn (um an meinen ersten Brief anzuknüpfen): warum bist Du fort und ich
hier allein? Ist das nicht zum Hadern? Du bist freilich nun der große
Strahlende geworden, ja der so blendend Strahlende, daß ich gar nicht
die Augen zu Dir aufheben darf, und schon deshalb ist das Schreiben sehr
dienlich, -- ich aber blieb hier in der kranken Dämmerung, und wenn ich
nicht die Hoffnung hätte wie einen Felsen, wie einen _rocher de bronce_,
in nicht gar zu langer Frist dorthin zu gelangen, wo Du bist -- wie wäre
dies Dasein sonst zu ertragen? Lieber Papa, verzeih schon, ich weiß, daß
die Äußerung von Gefühlen früher nicht üblich war zwischen uns, aber
damals ging es uns Beiden ja verhältnismäßig wohl. Nun verstehst Du
wohl: meine Einsamkeit macht mich mitunter recht weich.