Aus Urteilen der Presse:
Als Dichtungen, mit sokratischer Methode gewertet, sind diese sieben
Kapitel des Waldemar Bonsels das Reinste, Klingendste, Gewählteste, was mir
seit langem begegnete. Eine Keuschheit des Geistes ist in diesen
Begegnungen, eine Zucht des Worts, eine Regie der Führung, die uns aus
jeder Bedrängnis der Gegenwart in das Lichtgebäude eines geruhsam
betrachtenden Willens führt.
»Tägliche Rundschau«, Berlin
Waldemar Bonsels ist der tiefgründige Denker und künstlerisch reife
Gestalter, der Dichter mit der umfassenden Menschenliebe und Wortführer für
eine neue, auf voraussetzungsloser Güte aufgebaute Weltordnung. Zu der
Weisheit und Liebe, die sein neues Buch: »Menschenwege, aus den Notizen
eines Vagabunden« ausströmt, gesellt sich als weiteres Geschenk die
wahrhaft adelige Form der Sprache, in die der Dichter den Reichtum seiner
Gedanken gefaßt hat.
Gerade in unserer haßerfüllten und ungerechten Zeit, die so viel
Schmerzliches und Bitteres über uns gebracht hat, wirkt ein so ganz aus
Seelengüte, Milde und feierlichem Ernst gestimmtes Werk wie eine
Offenbarung, in der wir den tieferen Sinn unseres Lebens wie eine
Verheißung von neuem erkennen.
»Straßburger Post«
Eine Vertiefung des Geistigen, eine Verinnerlichung des Seelischen und eine
Umhüllung des Ganzen mit einer Atmosphäre des mystisch Reinen und Frohen,
eines ins Höchste gerichteten Sinnes, spricht aus dieser Dichtung, daß es
sie schädigen hieße, wollte man versuchen, die Linien nachzuziehen. Es ist
eine über alle dogmatischen Satzungen erhobene, freie Religiosität, die als
einziges Ziel das Unvergängliche hat, um das sich seit Anbeginn der Kosmos
mit seinen Menschlein bewegt: Gott.
»Frankfurter Zeitung«
Über aller Wirklichkeit der bunten Lebensgeschehnisse dieses Buches steht
leuchtend die Wahrheit, die der Dichter in prophetischem Geiste verkündet.
Seine neue Betrachtung der Welt erwächst allein aus dem Glauben an eine
reine Menschlichkeit. Dieser Vagabund ist die Verkörperung der Sehnsucht
der neuen Jugend.
»Hannoverscher Courier«
Urteile der Presse über:
Waldemar Bonsels
Indienfahrt
Ich gestehe offen, daß mir noch niemals ein so formvollendetes,
künstlerisch durchdachtes und von Schönheit überquellendes Buch unter die
Augen gekommen ist.
»Der Bund«, Bern
Waldemar Bonsels' Buch ist nicht nur das Schönste, was ich je über Indien
gelesen habe, auch ohne Rücksicht auf den Gegenstand muß ich es zu den
wenigen großen Kunstwerken der Literatur der Gegenwart zählen, die an sich
vollkommen sind. In meiner tiefen Ergriffenheit möchte ich auf dieses Buch
alle die Lobsprüche häufen, wie sie schlagwortartig bei Anerkennungen
wiederkehren.
»Die Hilfe«, Berlin
Es ist unmöglich, die Glut dieses Buchs aus Rausch, Fieber, Weisheit und
Liebe zu zergliedern! Das Erlebnis Indien ist für Waldemar Bonsels das
Erlebnis der Natur ohne Konventionen, ohne Zivilisation, ohne
Mechanisierung des Lebens. Der Dichter durchstreift den Dschungel, immer
auf der Suche nach reiner ungetrübter Natur, voll Qual und Lust, voll Größe
und Einsamkeit. So wird der Leser vom stofflichen Reiz, vom Interessanten
zur Philosophie, zur Betrachtung, zum Miterleben einer Dichtung geleitet,
deren Gegenstand ein wirkliches Land ist, und aus einer Summe von
Eindrücken wird ein phantastisches, großartiges und kühnes Gemälde des
Lebens, wie es überall aus Gott fließt und zu seinem Urgrund zurückflutet.
»März«, München
Bonsels zeigt _sein_ Indien, das Indien eines Menschen, der mit durstiger
Seele durch die Wälder und Berge zieht. So, aus dem Persönlichen heraus,
erwacht dieses Land mit einer Lebendigkeit vor unseren Augen, als stünden
wir selber auf seiner Erde, als quölle der Dunst seiner Frühe und die Glut
indischen Mittags vor uns aus dem Boden mit all seinen Gefahren und
mystischen Verlockungen. Mir scheint dies wirklich die einzige Methode zu
sein, mit der ein Land deskriptiv zu erfassen ist. Man darf nicht mit der
Kamera und dem Lot auf solch eine Reise gehen, sondern mit einer Seele;
einer Seele, die hell sein muß wie ein Spiegel, der die Sonne aufnimmt und
widerstrahlt aus der Begrenztheit seiner Dinghaftigkeit in die
Unbegrenztheit seelischen Erlebnisses.
»Berliner Tageblatt«
Im Verlag von Schuster & Loeffler in Berlin erschienen:
Waldemar Bonsels
Die Biene Maja und ihre Abenteuer