Novellen. Vierte Auflage. Geh. 2 Mark, geb. 3 Mark.
In diesem neuen Buch Graf Keyserlings stehen zwei wunderbare
Novellen vom aristokratischen Leben. Das Wesen alten Adels ist darin
aufgefangen, nur von ganz köstlichen, erlesenen Dingen vibrieren hier
die Seelen ...
(Die Zeit, Wien)
Die Erzählungen sind umsponnen von dem intimen Reiz einer hohen
Geisteskultur, unter der des Autors Schöpfungen zu Kabinettstückchen
werden von jener Besonderheit, wie etwa eine echte Brabanter Spitze
oder ein alter Goldbrokat.
(Münchner Post)
»Dorf- und Schloßgeschichten« könnte man diese Sammlung von drei
Novellen überschreiben, die zum künstlerisch Vollendetsten zählen, was
die neuere Literatur hervorgebracht hat. Es ist nicht nur der Titel
eines Buches der Ebner-Eschenbach, den wir ihnen geben möchten -- in
dieser echten Dichternatur, in ihrer vornehmen Abgeschlossenheit und
dem vollendeten Ebenmaße der Darstellung, in dem fast weiblichen Takte
des Empfindens liegt etwas vom Wesen unserer österreichischen Dichterin.
(Neue Freie Presse, Wien)
Das, was an den Novellen des Grafen Keyserling so wundervoll
verführerisch am Werk ist, möchte ich nicht so sehr die mit slawischer
Träumerei hinhauchende Melancholie dieser erlesenen Erzählungskunst
nennen, als vielmehr die ganz reife, süße Kultur ihres Autors. Als
Schriftsteller ist Keyserling ein brillanter Techniker, Impressionist,
von einer Sicherheit, wie wir sie an deutschen Epikern überhaupt noch
nicht gewohnt waren.
(Der Tag, Berlin)