Einzellige Organismen oder Ketten von wenigen, an einander gereihten
Zellen, deren Leib von einer weichen, dicken, dehnbaren Haut allseitig
umschlossen ist. Diese ~Zellmembran~ ist glatt, ohne Oeffnung, an
einem Ende des Körpers oft mit hakenförmigen Haftapparaten versehen.
Das ~Protoplasma~ ist sehr dehnbar und contractil, mit vielen Körnchen
durchsetzt. Der ~Zellkern~ gross, meist ein helles kugeliges Bläschen,
mit einem Nucleolus. Die wurmähnlichen Bewegungen der kriechenden
Zellen geschehen durch Zusammenziehungen der (unmittelbar unter der
Membran liegenden) Rindenschicht des Protoplasma, welche bisweilen
in muskelähnliche Fäserchen differenzirt ist. Alle Gregarinen leben
~parasitisch~ im Darm oder in der Leibeshöhle (seltener in den
Geweben) von Thieren (besonders von Würmern und Gliederthieren). Sie
ernähren sich vom Safte dieser Wohnthiere, der durch die Membran der
schmarotzenden Zellen in das Innere ihres Protoplasma hindurchschwitzt
(Endosmose). Fortpflanzung ~ungeschlechtlich~, durch Theilung oder
durch Sporenbildung. Im letzteren Falle zieht sich eine einzelne
Gregarine, oder mehrere mit einander verschmelzende Gregarinen, kugelig
zusammen und umgeben sich mit einer Kapsel. Die Zellkerne verschwinden
und das Protoplasma zerfällt in zahlreiche Keimzellen oder ~Sporen~
(Psorospermien, Pseudonavicellen). Später schlüpft aus jeder Spore
ein ~Moner~ aus, welches sich durch Neubildung eines Nucleus in eine
~Amoebe~ verwandelt. Indem letztere sich mit einen Membran umhüllt,
wird sie zur ~Gregarine~.
Erste Ordnung der Gregarinen:
~Monocystida~ (STEIN). Einzellige Gregaringe.
Gregarinen-Leib eine einfache Zelle, mit einem einzigen Kern.
~Gattung~: Monocystis (agilis). Fig. 7.
Zweite Ordnung der Gregarinen:
~Polycystida~ (HAECKEL). Vielzellige Gregaringe.
Gregarinen-Leib eine Kette von zwei oder drei (selten mehr) an einander
gereihten Zellen, jede Zelle mit einem Kern.
~Gattung~: Didymophyes (paradoxa).
Vierte Classe des Protistenreiches.