Von der deutschen Dichtergedächtnisstiftung in 1500 Exemplaren angekauft

Urteile der Presse:

»~Hamburger Nachrichten~« 12. Juli 1910. Wir müssen sagen, wenn

das Wesen eines wertvollen Buches darin besteht, daß es durchaus nur

von dem einen geschrieben werden kann, der es schrieb, und daß es

dessen ganze Persönlichkeit in sich zusammengefaßt und einen Teil von

deren lebendiger Wirksamkeit auf den Leser zurückstrahlt, dann gehört

das Buch sicher zu den wertvollen. Die Persönlichkeit des Verfassers

spiegelt so daraus hervor, daß man zugleich Respekt vor ihr hat,

Respekt vor ihrer Geradsinnigkeit und ihrem rüstigen Mut, die Dinge

anzugreifen und zu wirken, wo überhaupt sich ein Wirkungsfeld zu

erschließen scheint.

»~Kölnische Zeitung~« 17. August 1910. Ein warmes, lebhaft

pochendes Herz breitet hier seine Sehnsucht, seine Hoffnungen und

seine Ideale vor uns aus; ein Arzt, den seine Fahrten vielfach in der

Welt umhergeführt haben, den seine Praxis mit dem Bettler und mit dem

Protzen zusammengeführt hat, und der manches Mannes Gemüt erkundet hat,

erzählt, bald behaglich plaudernd, bald mit dichterischem Schwung,

aber stets des Zieles wohlbewußt, allerlei Beobachtungen, Erlebnisse

und Schicksale aus dem bunten Leben der Menschen, die der Wahn und die

Leidenschaft oft irregeführt und die eine treue Freundeshand zuweilen

rettet. Man kann dem Werke nur gute Fahrt wünschen.

»~Neue Hamb. Zeitung~« 17. September 1910. Seine mutigen,

helltönenden Anklagen gegen die kleinen und großen Mächtigen dieser

Erde verdienen ein lautes Echo. Und darum ist dem Buche schnell eine

zweite Auflage zu wünschen, der dann -- man müßte sich schwer getäuscht

haben, wenn es anders wäre -- weitere folgen werden.

+Dr.+ ~Holitscher~ schreibt in der »~Internationalen

Monatsschrift~ zur Erforschung des Alkoholismus«: Schon lange, lange

habe ich nichts gelesen, was mich so tief gepackt und erschüttert hat

wie diese Blätter. Ich habe sie mit dem Gefühl aus der Hand gelegt,

neben diesem Prachtmenschen, der das geschrieben, gedacht und gefühlt

hat, ein schwacher, armer, unwürdiger Irrender zu sein, aber auch mit

dem sicheren Empfinden, daß mich dieses Buch besser gemacht hat, wie

noch kaum je eins zuvor. Das ist Christentum, das ist Liebe, das ist

Wahrheit! Ja, mögen die Wellenringe all des Guten, das es enthält, von

ihm ausgehen, Liebe säen und neues Leben erwecken.

»~Hamburger Hausfrau~« 18. September 1910. Was für ein gesundes,

starkes, freigewordenes Buch ist es! Das Donnern und Brausen des Ozeans

tönt darin; die fruchtbaren Wälder rauschen in ihrem köstlichen Grün,

die Maschinen stampfen; die Menschen leben ihre Ruhetage in ihren

Leidenschaften und Hoffnungen; aber die Sonne des Südens steht darüber

wie eine große heilige Freude, und die Sprache, die darin anklingt, ist

wahr und tönend vor Liebe.

Solche Bücher braucht unsere materialistische Zeit, braucht ein

Geschlecht, das der schrankenlosen Erotik weihrauchumduftete Altäre

errichtet hat. Männer und Frauen aller Stände sollten es lesen.

Pädagogen und Politiker, Kaufleute und Handwerker, Ärzte und Priester,

keiner, er mag zu all diesen Fragen stehen wie er immer will, wird

sich der flammenden Wahrheit, die aus diesen Blättern herausleuchtet,

entziehen, und keiner wird unberührt bleiben von dem hohen Idealismus,

der uns daraus entgegenweht.

»~Deutscher Guttempler~« 1910, Nr. 25. »Im Kampf um die Ideale«

ist ein außergewöhnliches Buch. Außergewöhnlich seines eigenartigen

Aufbaues wegen. Der gewaltige Stoff, die Fülle reichen Lebens, die

Kämpfe und Probleme, an die uns der Dichter heranführt, ließen sich

schwer in die Form einer geschlossenen romanhaften Erzählung pressen.

Dafür gestattet das Buch aber demjenigen, der seinen reichen Stoff

beherrscht, beliebig oft kleine Ausschnitte herauszugreifen und als

selbständigen Unterhaltungsstoff einem kleinen oder großen Kreise von

Zuhörern zu bieten. Neulich erlebte ich das in einer Loge in Hamburg,

in welcher ein Mitglied recht geschickt die Geschichte, wie Bonne zum

Orden kam und Guttempler wurde, vorlas. Das wirkte so tief, so wirklich

ergreifend auf uns Zuhörer, daß wir geradezu erschüttert waren. Da ging

mir die Gewißheit auf, daß hier ein wahrer Schatz für unsere Logen uns

beschert worden ist, an dem wir reiche Freude finden müssen.

»~Tägliche Rundschau~« 22. November 1910. Ich habe noch kein Buch

gelesen, dem in so reichem Maße die Kraft innewohnt, den ermüdeten

Kämpfer zu stärken, dem Verzweifelten die Zuversicht an dem endlichen

Siege des Guten wiederzugeben, es sei denn -- das Evangelium. Und in

der Tat: Geist des Evangeliums ist es, der diesem Buche seine Kraft,

sein Feuer und seine anziehende Milde verleiht.

Starke Persönlichkeiten fordern immer auch den Widerspruch heraus.

Aber man wird stets wieder nach dem Buche greifen; denn es zieht an,

es fesselt durch die Fülle und Größe der Gedanken gleich wie durch die

Kraft, mit der sie vorgetragen werden, durch den Reichtum und Fülle

der Empfindungen und vor allem durch die Macht der Persönlichkeit des

Verfassers, von der ein suggestiver Zwang ausgeht, welcher den Leser

in den Kreis seiner Ideen nötigt. Es ist ein starkes Buch; eines,

welches Wellenringe des Geistes aussendet, die fortwirken werden,

gleichgestimmte Schwingungen erregend. Es ist ein Trompetenruf zum

Sammeln, wie er not tut in unserer Zeit, in welcher viele Menschen nur

ihre eigenen Interessen sehen und verfechten, zur Sammlung um die hohen

Güter unserer deutschen Kultur.

»~Die Hilfe~« 31. Dezember 1910. Das ganze Buch will nichts

anders mit seinen oft lose aneinander gereihten Blättern sein als

das schlichte, offene Bekenntnis eines warmherzigen und tatkräftigen

modernen Arztes. Als solches kann es auch wiederum manchem Leser

zu einem wertvollen, starken Lebensbuche werden. Gerade solchen,

die inmitten der Nöte unseres gesamten öffentlichen und sozialen

Lebens oft den Mut verlieren wollen, sei dieses Buch als Führer zu

einem tatkräftigen Idealismus empfohlen. Der Druck des Buches ist

ausgezeichnet und fehlerfrei.

Im Kampf um die Ideale, die Geschichte eines Suchenden · 第 33 / 39 题