Lieber Engels!
Ich war soeben mit Freiligrath bei Gerstenberg, und es ist Aussicht, daß
ich bis Freitag, wenn auch nicht den Wechsel diskontiert, doch einen
Vorschuß darauf erhalte. Mit Strohn war es, _of course_,[1] nichts. Also
immer noch möglich – was ich sehr wünsche –, daß ich zu Dir komme.
Den Artikel und die 2 Pfund für Pieper und Dronke erhalten.
Ich weiß nun sicher, daß ich recht berichtet war mit der Anwesenheit
Mazzinis in London.
Hirsch war vorgestern beim russischen Konsul, an demselben Tage im Hause
Fleurys zusammen mit Stieber und Goldheim.
Dein K. M.
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[1] Selbstverständlich.
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[Undatiert. Offenbar 27. April 1853.]
Lieber Herr Engels!
Es ist mir furchtbar unangenehm, in Geldsachen an Sie schreiben zu
müssen. Sie haben uns nur schon zu oft geholfen. Aber dieses Mal weiß
ich keine Rettung, keinen Ausweg. Ich habe an Hagen in Bonn, an Georg,
an Cluß, an meine Schwiegermutter, meine Schwester in Berlin
geschrieben. Schreckliche Briefe! Und von allen, allen bis heute keine
Antwort. So bleibt uns kein Mittel mehr übrig. Ausmalen, wie es hier
aussieht, kann ich nicht. Mein Mann ist in die City zu Gerstenberg. Sie
können denken, welch ein Gang das für ihn ist. Während der Zeit schreibe
ich diese Zeilen. Können Sie etwas uns schicken? Für Freitag hat der
Bäcker das Brot gekündigt. Gestern hat der Musch ihn noch abgewehrt,
indem er dem Bäcker auf seine Frage: „_Is Mister Marx at home?_“[1]
antwortete: „_No he aint upstairs!_“[2] und dann mit seinen drei Broten
unter dem Arme pfeilschnell davonlief und seinen Streich erzählte.
Leben Sie wohl.
Jenny Marx.
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[1] „Ist Herr Marx zu Hause?“
[2] „Nein, er ist nicht oben!“
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