Lieber Engels!
Einliegend Briefe von Cluß:
1. 20. Juni.
2. 4. Juli.
3. 8. Juli mit Zirkular von Kinkel.
4. Zirkular von Kinkel vom 2. August.
5. Cincinnati, 6. August, Brief von Kinkel an Hutzel.
6. Brief von Hillgärtner an Hutzel.
7. Brief von Cluß vom 22. Juli.
Das geheime Sendschreiben von Kossuth, wovon Cluß in seinem letzten
Briefe spricht, findest Du englisch in dem morgen erscheinenden Paper
von Jones. Es ist daher nicht beigelegt.
Dienstag, am 3. August, fand Kinkelsche Garantenversammlung statt. Die
Hauptsache war die: Reichenbach hütet wie ein Zerberus den Schatz. 200
Pfund Sterling, die Kinkel-Willich bisher verausgabt, haben sie
_aufgenommen_ bei Gerstenberg usw. auf die Revolutionsdepositen.
Statutenmäßig können sie bloß verfügen, sobald _drei_ Mann wenigstens
von den Garanten ernannt sind .... Löwe (alliiert mit Ruge) schlug vor,
das Geld dem Revolutionsbunde in Amerika auszuhändigen. Kinkel erklärt
sich jetzt für bereit, mit Goegg, Ruge usw., _gemeinsam_ zu gehen und
gemeinsam das Geld zu verwalten, damit er überhaupt ans Verwalten kommt
....
Aber nun tut sich eine dritte Sache auf, deren nächstes Resultat zwar
Kinkel und Goegg, beide Seiten, von dem „Schatze“ fernhalten kann.
_Nämlich einerseits agitiert unser Eduard Meyen_ dafür, das Geld für die
Ausgaben eines großen _London weekly paper_[1] zu verwenden. Imandt usw.
betrachten dies als den einzigen Weg, das Geld vor Kinkel und Goegg zu
retten.
Über die heutige Sitzung werde ich genauen Bericht erhalten, da Imandt
jetzt B. M. G. [Bundesmitglied] ist.
Eben erhalte ich den einliegenden Brief von Freiligrath, woraus folgt,
daß der Biedermann Johnson sich auf nichts einläßt. Ich weiß mir also
absolut nicht mehr zu helfen, und die Position wird scheußlich.
Also der brave Goegg ladet den Freiligrath ein. Auf den können sie immer
noch nicht verzichten, werden es schließlich aber doch müssen.
Gruß an Alraun [Dronke].
Dein K. M.
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[1] Londoner Wochenblatt.
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