3. Rinder (Bovinae).

Im Gegensatze zu den meisten der bisher behandelten Bovidae sind Rinder

in grosser Zahl fossil vertreten, so dass wir mehr fossile als lebende

Arten kennen; weitaus der grösste Theil derselben stammt aus Indien, wo

sie zahlreich schon in den oberen Siwaliks lebten. Dort ist überhaupt

der Entwickelungsherd für diese ganze Gruppe zu suchen; dort kommt auch

die muthmassliche Stammform des Rindes, Portax, fossil und noch lebend

vor. Europa liefert ebenfalls bereits Formen pliocänen Alters, auch

nach Nordamerika gelangt eine Gattung im ? Pliocän.

[Illustration: Fig. 1028. Bos primigenius Boj. Diluvium von

Vögtlinshofen (Oberelsass). A oberer Molar. B unterer Molar. w =

accessorische Pfeiler, aus Basalwarzen entstanden.]

Die Rinder stellen die Gipfelformen dar in der Entwickelung der

Wiederkäuerreihe; bei ihnen wird das Maximum an Körpergrösse erreicht.

Das Gebiss zeigt die höchste Entwickelung; sind die Zahnsäulen bei

Schafen auch höher, so sind die Rinderzähne sehr viel voluminöser,

es treten accessorische Pfeiler an den oberen und unteren Molaren

auf (Fig. 1028 w), und der Schmelz ist oft gefältelt. Das Stirnbein

erreicht bei ihnen seine grösste Ausdehnung, nicht nur unter den

Wiederkäuern, sondern unter Säugethieren überhaupt, sowohl in der

Breiten- als in der Längsrichtung (Fig. 1029, 1030); es überdacht

die Schläfenhöhle und zuletzt auch das Hinterhaupt; das Parietale

wird allmählich von der Stirnregion auf die Hinterhauptsregion

zurückgedrängt. Die Hörner stehen vollkommen seitlich, extracranial,

meist weit hinter den Augenhöhlen, nach hinten oder aussen gerichtet,

ihre Längsrichtung fällt meist mit der Stirnebene zusammen; sie sind

oft sehr mächtig, cylindrisch, platt oder dreieckig.

h. Bubalinae.

Die Stirnzone ist noch verhältnissmässig klein, stark gewölbt; die

Scheitelbeine bilden noch einen Theil der Stirn. Der Hornansatz ist

der Mittellinie noch ziemlich nahe; die Hörner und Hornzapfen sind

meist dreikantig, stets mit flachen Seiten und erheben sich mitunter

noch etwas über die Stirnebene. Dies sind alles für Rinder noch wenig

fortgeschrittene Merkmale.

Büffel leben noch wild in Indien und Afrika; der älteste Vertreter

ist Buffelus sivalensis Rütim. aus den Siwaliks von Indien, dem der

riesige B. palaeindicus Falc. aus dem indischen und südeuropäischen

Diluvium folgte, von welchem der nordeuropäische diluviale B. Pallasi

Rütim. (bei Danzig) nur eine Localform darstellt. Als deren directe

Nachkommen sind die indischen Büffel zu betrachten. Auch der Anoa von

Celebes (Probubalus depressicornis H. Smith) war in den Siwaliks schon

vertreten durch Probubalus occipitalis Falc. und andere Arten.

i. Bovinae (s. s.).

Hierher gehören die extremeren Formen. Die wichtigeren, von einander

abzuleitenden Gattungen sind die folgenden (vergl. Tabelle p. 809):

1. Stirn verhältnissmässig niedrig und schmal; Hörner nach rückwärts

gerichtet.

Leptobos.

2. Stirn lang, dreieckig, oft concav; Hörner oft noch nach rückwärts

gerichtet.

Bibos.

3. Stirn ein wenig gewölbt, sehr breit, aber nicht sehr lang; Hörner

ganz nach auswärts gerichtet, nicht sehr weit hinter den Augen (Fig.

1029).

Bison.

4. Stirn ganz flach, sehr lang und sehr breit; Hörner ganz nach auswärts

gerichtet, sehr weit hinter den Augen (Fig. 1030).

Bos.

Leptobos Rütim. schliesst sich direct an Portax an.

L. Falconeri Rütim. Siwaliks von Indien.

L. Strozzi Rütim. Hornlos. Oberpliocän von Italien (Val d’Arno).

L. Fraseri Rütim. Diluvium von Indien.

Bibos Hodgs. ist von Leptobos abzuleiten.

B. elatus Pom. (= etruscus Falc.) Oberpliocän von Frankreich und

Italien (Val d’Arno).

B. palaeogaurus Rütim. Diluvium von Indien. An denselben schliessen

sich die verschiedenen in Indien noch lebenden Bibos-Arten an,

darunter die Stammformen des zahmen Zebu.

Bison Smith (Fig. 1029).

B. sivalensis Falc. Siwaliks von Indien.

B. ferox Marsh. Pliocän von Nordamerika.

B. priscus Boj. (Fig. 1029). Postpliocän von Europa, Asien und

Nordamerika.

B. europaeus Ow. Der Wisent, lebend und subfossil in Europa.

B. americanus Gm. Lebend in Nordamerika.

Bos L. (Fig. 1028, 1030). Das Parietale ist ganz von der Stirnregion

verdrängt.

B. planifrons Lyd. Siwaliks von Indien.

B. namadicus Falc. Postpliocän von Indien.

B. primigenius Boj. (Fig. 1028 u. 1030). Der Ur oder Auerochs.

Diluvial und subfossil in Europa; ist die Stammform der zahlreichen

Rassen des europäischen Hausrindes (B. taurus L.).

[Illustration: Fig. 1029. Bison priscus Boj. Diluvium. Schädel.]

[Illustration: Fig. 1030. Bos primigenius Boj. Diluvium von Athol,

Perthshire. Schädel. (¹⁄₃₀)]

Geologische Verbreitung der Mammalia.

In der oberen Trias sind, ganz vereinzelt, in Europa, Südafrika und

Nordamerika die ältesten Reste von Säugethieren gefunden worden; unter

diesen finden sich die primitivsten der bekannten Säugethiere, die

Dromatheriidae, mit monophyodontem Gebiss und Backzähnen, die nur

eine Hauptspitze und eine nur unvollkommen getheilte Wurzel besitzen,

also Formen, welche sich den Pelycosauria in dieser Beziehung noch

nahe anschliessen. In grösserer Anzahl finden sich sodann Säuger im

Dogger und Malm von England, sowie im oberen Jura und in der obersten

(Laramie-)Kreide der Felsengebirge von Nordamerika.

Diese mesozoischen Säuger lassen sich in zwei Ordnungen trennen, deren

eine, Multituberculata, wesentlich die Pflanzenfresser, die andere,

Pantotheria, die Fleisch- und Insektenfresser umfasst. Es waren

durchgehends kleine Geschöpfe, die höchstens Kaninchengrösse erreicht

haben. Ihr Bau ist viel zu wenig bekannt, als dass sich über ihre

systematische Stellung ein sicheres Urtheil abgeben liesse; nur so viel

lässt sich aussagen, dass ihrem Gebiss nach die Pantotheria eine sehr

primitive Stufe unter den Säugethieren einnehmen und die Stammformen

sowohl der Marsupialia als der Placentalia enthalten dürften, von

welchen Gruppen sie bei Beginn der Tertiärzeit nicht mehr zu trennen

sind. Die Multituberculata dagegen stellen einen stark specialisirten,

wahrscheinlich nicht weiter entwickelungsfähigen Typus dar, der

schon im unteren Eocän erlischt. Die Hauptentwickelung der Säuger

fällt in die känozoische Periode; gleich zu Beginn der Tertiärzeit,

unmittelbar nach dem Aussterben der letzten Dinosauria, treten Säuger

in beträchtlicher Artenzahl auf (Puerco-Epoche) und spielen von da

an bis zur Gegenwart die hervorragendste Rolle unter den Thieren des

festen Landes, sowohl was Körpergrösse als was Formenmannigfaltigkeit

anbetrifft. Säugethiere sind die wichtigsten Leitfossilien für

sämmtliche continentale Ablagerungen der Tertiärzeit.

Mit Ausnahme der nur noch im unteren Eocän vorkommenden

Multituberculata und einer ganz verschwindenden Anzahl kleiner

Marsupialia gehören sämmtliche ausserhalb Australiens gefundenen

känozoischen Säugethiere zu den Placentalia. Die Differenzirung ist

unter denselben im unteren Eocän noch ausserordentlich gering; es

lassen sich wohl die vier Gruppen der Landplacentalia, die Sarcotheria,

Aganodontia, Primates, Ungulata bereits erkennen, jede vertreten

durch ihre primitivsten Ordnungen, nämlich Insectivora und Creodonta,

Tillodontia, Prosimiae, Condylarthra; doch stehen deren damalige

Vertreter einander so nahe, dass eine scharfe Trennung dieser Gruppen

noch kaum möglich ist. Eine grosse Anzahl primitiver Merkmale vereinigt

diese sämmtlichen Placentalia des unteren Eocän noch innig mit einander:

Hirn winzig, reptilienartig; Schädel mit Sagittalkamm; Schwanz

sehr lang; Beine kurz; Füsse plantigrad, fünfzehig; Astragalus

articulirt distal nur mit Naviculare und besitzt ein einfach gewölbtes

Tibialgelenk; Radius und Tibia wohlentwickelt, frei; Humerus mit

Foramen; Femur mit drittem Trochanter; Gebiss vollständig, ohne

grössere Lücken; Molaren brachyodont, und mit Ausnahme von je einer

Gattung auch trigonodont und bunodont; Prämolaren einfacher als

Molaren, meist einhöckerig etc.

In den folgenden Tertiärepochen aber verändert sich das Aussehen

der Säugethierfaunen sehr bedeutend, und je jüngere Perioden der

Tertiärzeit erreicht werden, um so mehr verlieren die Säugethierfaunen

diesen einheitlichen und primitiven Charakter, der ihnen noch

während des unteren Eocän anhaftet. Schon im mittleren und oberen

Eocän entwickeln sich mehr und mehr Formen mit lophodonten und

tetragonodonten Molaren, sowie mit digitigraden Füssen, im Obereocän

Ungulata mit rudimentären Schneide- oder Eckzähnen. Aber erst nach der

Eocänzeit treten Formen auf mit gefurchtem Grosshirn, oder mit weniger

als 3/3 Zehen, oder mit tetragonodonten oberen Prämolaren. Erst im

Unteroligocän finden sich Sarcotheria mit verschmolzenem Scaphoid und

Lunare (Carnivora), erst im Oberoligocän Formen mit verschmolzenen

Metapodien (Gelocus); erst im Obermiocän erscheinen gehörnte

Artiodactyla, und erst im Pliocän Ungulata mit ganz säulenförmigen

Backzähnen.

Dabei nimmt die Mannigfaltigkeit der Formen immer mehr zu, und die

einzelnen Gruppen sondern sich immer schärfer von einander ab und

trennen sich von Epoche zu Epoche immer deutlicher in wohlbegrenzte

Ordnungen, Familien u. s. w.

Den grossen Continentalmassen der Erde entsprechend lassen sich bisher

vier Regionen unterscheiden, deren jede während der känozoischen

Periode ihre eigene Geschichte in Bezug auf Säugethiere hat:

1. Die eurasiatische oder altweltliche Region (Europa, Asien, Afrika);

2. Die nordamerikanische Region (mit Centralamerika);

3. Die südamerikanische Region;

4. Die australische Region.

Dieselben bilden vier von einander stets mehr oder weniger scharf

getrennte Landmassen, die geradezu als ebenso viele Entwickelungsherde

für Säugethiere bezeichnet werden müssen. Jede dieser vier Regionen ist

dadurch ausgezeichnet, dass in ihr eine Anzahl grosser und wichtiger

Säugethiergruppen, wenn auch nicht ihre erste Entstehung, so doch

ihre Hauptentwickelung genommen haben in der Art, dass dieselben

entweder ganz auf die betreffende Region beschränkt blieben, oder erst

in späteren Epochen nach den benachbarten Regionen einwanderten.

Vollständig abgeschlossen waren diese Regionen nicht von einander;

wenigstens zeitenweise standen sie in Verbindung, und es wanderten

Formen der einen in andere Regionen ein; doch ist dieser gegenseitige

Austausch während der Tertiärzeit nie so stark gewesen, dass dadurch

die Eigenartigkeit der Fauna einer dieser Regionen verwischt worden

wäre.

Nachstehend sind die Säugethiergruppen aufgezählt, welche für jede der

vier Regionen ganz besonders charakteristisch sind, indem sie während

der Tertiärzeit entweder vollständig auf eine solche Region beschränkt

oder doch in anderen nur sehr spärlich vertreten wären:

Eurasiatische Region: Insectivora (mit Ausnahme der Ictopsidae);

Viverridae, Mustelidae, Ursidae, Hyaenidae; Lagomyidae; Cynopithecidae

und Simiidae; (Proboscidea); gehörnte Rhinocerotidae;

Anoplotherioidea, Suoidea (mit Ausnahme der Dicotylinae), Booidea.

Nordamerikanische Region: Ictopsidae; Miacidae (Stammformen der

Carnivora); Nimravinae; Tillodontia; Leporidae; Condylarthra;

Amblypoda; Palaeosyopinae, Brontotheriinae, Hyracodontinae, Equinae;

Pantolestidae, Oreodontidae, Camelidae, Dicotylinae.

Südamerikanische Region: Caviidae, Chinchillidae; Edentata;

Toxodontia (incl. Macrauchenia).

Australische Region: Marsupialia (mit Ausnahme der Didelphidae).

Noch dürfte aber eine weitere Region zu entdecken sein, in der sich

eine Reihe von Säugethiergruppen entwickelt haben müssen, welche im

oberen Miocän und unteren Pliocän ganz unvermittelt in Europa und

Indien erscheinen, so vor allem Proboscidea, Antilopinae, Giraffinae,

Hippopotamidae, Simiae, Manidae und Orycteropus.

Die alte Welt bildet in Bezug auf Säugethiergeschichte ein

zusammenhängendes Ganze, soweit die bisher entdeckten Faunen in

Betracht kommen. Die europäischen Säugethiere sind wenigstens seit

dem oberen Eocän ziemlich gut bekannt, die indischen seit dem Miocän;

Afrika hat aber bisher noch keine tertiären Säugethiere geliefert,

und es kann daher nur dessen heutige Thierwelt in Rechnung gezogen

werden, welche sich der Hauptsache nach innig an die Pliocänfauna

von Europa und Indien anschliesst, während die so eigenthümliche

Fauna von Madagascar vielleicht noch am meisten Aehnlichkeit mit der

Oligocänfauna von Europa zeigt.

Aus dem unteren Eocän von Europa, der »Faune cernaysienne«, kennen wir

eine Anzahl insektivoren- und creodontenartiger, meist sehr kleiner

und dürftig erhaltener Formen, denen sich wie in Nordamerika die

letzten Nachkömmlinge der mesozoischen Multituberculata anschliessen.

Die spärlichen Säugerreste aus dem Mitteleocän kommen auf Formen

hinaus, welche in Nordamerika sehr reich entwickelt sind, während

die etwas zahlreicheren Geschlechter des Obereocän, unter denen

besonders Lophiodon neben anderen Perissodactyla hervorragt, den

nordamerikanischen wohl sehr nahe stehen, aber nicht mit ihnen

identisch sind.

Ein erstaunlicher Reichthum von Säugethieren ist uns aus dem

europäischen Oligocän überliefert. Zu dieser Zeit, als noch ein grosser

Theil von Mitteleuropa vom Meere bedeckt war, lebte auf dem Festlande

eine reiche Thierwelt, welche besonders aus französischen Fundorten

bekannt ist. Zahllose wohlerhaltene Reste dieser Säuger liegen vor

allem in den Phosphoriten von Quercy, in Spaltausfüllungen von unter-

und oberoligocänem Alter, mit denen aber wohl auch manche untermiocäne

und obereocäne Formen gemischt sind, so dass sich für viele Gattungen

das genauere Alter ihres Auftretens nicht mit voller Sicherheit angeben

lässt. Wir treffen darunter zahlreiche Formen, die als Stammformen

moderner Säugethiere ein grosses Interesse verdienen. Im Oligocän

erscheinen nun neben den im Eocän bereits vorhandenen Creodonta und

Prosimiae zum ersten Male in Europa zahlreiche Carnivora, Rodentia

und ein Heer von Artiodactyla, die letzteren grösstentheils in den

primitiveren Formen mit fünfhöckerigen oberen Molaren, und mit ihnen

eine grosse Zahl von Palaeotheriinae. Die hervorragendsten Geschlechter

des Unteroligocäns sind u. a. Palaeotherium, Anoplotherium, Xiphodon,

Hyaenodon, während im Oberoligocän Caenotherium, Anthracotherium,

Hyopotamus und Gelocus besonders auffallen, letzteres die Stammform der

für die alte Welt so ungemein charakteristischen echten Wiederkäuer.

Wenn es auch nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass eine grosse Anzahl

dieser Formen in letzter Linie auf nordamerikanische Eocänformen

zurückzuführen ist, so hatten sich bis zur Oligocänzeit dieselben doch

schon so weit in Europa fortentwickelt, dass diese ganze Fauna nur noch

wenige Aehnlichkeit zeigt mit der etwa gleichzeitigen White-River-Fauna

von Nordamerika. Nur einige Gattungen (s. unten) sind beiden Regionen

gemeinsam.

Der Beginn der Miocänzeit ist in Europa vor allem dadurch

charakterisirt, dass vorher oder kurz nachher eine grosse Reihe

primitiver Säugethiergruppen aus Europa verschwinden, welche bis dahin

eine wichtige Rolle spielten. Dazu gehören die Creodonta, zahlreiche

Rodentia, besonders Hystricomorpha, deren nächste Verwandte gegenwärtig

noch in Südamerika leben; ferner die Prosimiae, die bisherigen

Palaeotheriinae, sowie fast alle Artiodactyla mit fünfhöckerigen

Molaren; dafür finden sich sehr zahlreiche Carnivora, Suidae und

Cervidae, unter letzteren die artenreiche Gattung Palaeomeryx; zu ihnen

treten als Einwanderer aus Nordamerika verschiedene der dort so reich

vertretenen Perissodactyla, wie Protapirus, Chalicotherium, und vor

allem die ersten noch hornlosen Rhinocerotidae, welche sich nachher so

reich in der alten Welt entwickelten; diese Einwanderung fand übrigens

vielleicht schon während des Oberoligocän statt (Ronzotherium).

Weiter entwickelt erscheint diese Thierwelt im oberen Miocän, wo zum

ersten Male echte Ursidae und die Gattung Sus auftritt; an Stelle

von Protapirus findet sich Tapirus, die Cervidae und Rhinocerotidae

tragen Hörner; dazu kommen wieder fremde Einwanderer, Anchitherium

aus Nordamerika und aus unbekannter Heimath die ersten Proboscidea,

Simiidae und Antilopinae, sowie Felis und Machairodus.

Während der älteren Tertiärzeit bedeckte wohl eine üppige tropische

Sumpflandschaft das Festland von Europa; schon seit Beginn des Miocän

aber scheinen sich Grasflächen mehr und mehr über Europa auszubreiten;

an Stelle der schwerfälligeren Sumpfbewohner traten allmählich

flüchtigere Steppenthiere und Formen, deren Gebiss sich mehr und mehr

an ausschliessliche Grasnahrung anpasste, bis zu Beginn des unteren

Pliocän die Thierwelt Südeuropas einen Charakter erhält, der in hohem

Maasse an die des heutigen tropischen Afrika und Indien erinnert

und wohl auf ein ähnliches Landschaftsbild schliessen lässt: Weite

Grasflächen, bevölkert von Heerden grosser Antilopinae, Giraffinae,

Equinae neben Proboscidea, Rhinocerotidae, Simiae, in manchen

(waldigen) Gegenden zahlreiche Cervinae mit noch wenig verästeltem

Geweih, und vereinzelt auch Edentata. Die Equinae sind vertreten durch

Hippotherium, das wohl aus Nordamerika stammt. Die Heimath der neu

erschienenen Giraffinae und Edentata ist noch unbekannt.

Das bis dahin tropische Klima erreicht nun in Europa mit dem oberen

Pliocän allmählich einen subtropischen Charakter; damit verschwinden

hier die grossen Antilopinae, Giraffinae und zuletzt auch die Simiidae;

reicher Ersatz ist aber vorhanden; an Stelle von Hippotherium tritt

allmählich, wohl ebenfalls aus Nordamerika stammend, Equus (die

Stammform der lebenden Pferde); neben Mastodon erscheint Elephas, der

sich in Indien entwickelt haben dürfte; Rinder stellen sich zahlreich

ein, ebenso Cervinae mit reich verästeltem Geweih; dazu sind mächtige

Rhinocerotidae noch vorhanden, neben Sus erscheint Hippopotamus; die

Gattungen Ursus und Canis treten zum ersten Male auf. Mit zunehmender

Kälte verschwindet aber nun beim Anrücken der Eiszeit allmählich ein

grosser Theil dieser oberen Pliocänfauna aus Europa. In Indien dagegen,

das während des (Oberoligocän) Miocän und Pliocän ein zusammenhängendes

Faunengebiet mit Europa bildete und eine ähnliche, nur womöglich

noch üppiger entwickelte Fauna besass -- die Siwalikfauna, mit einer

Fülle von Proboscidea, Suidae, Giraffinae und Bovinae -- erhielt

sich ein grosser Theil dieser Formen, und ihre Nachkommen leben

daselbst theilweise noch bis zum heutigen Tage; andere sind in Indien

verschwunden, finden sich aber noch im tropischen Afrika, dessen

heutige Fauna in innigstem Zusammenhange steht mit der einstigen

europäisch-indischen Pliocänfauna.

In Europa äusserte die Eiszeit ihre Wirkungen, während der die

Pliocänfauna allmählich durch eine mehr arktische Fauna ersetzt wird;

deren Hauptvertreter sind Mammuth, wollhaariges Rhinoceros, Wildpferd,

Riesenhirsch und Renthier, Moschusochse, Ur und Wisent, Höhlenbär,

Höhlenlöwe und Höhlenhyäne, Lemminge u. s. w.; ihr Zeitgenosse war

der Mensch. Heute finden sich in Europa nur noch die Reste dieser

Diluvialfauna: manche Formen sind auf das Hochgebirge und in den hohen

Norden zurückgedrängt; ein grosser Theil ist ausgestorben.

In Nordamerika sind im Gegensatze zu Europa auch eine sehr grosse

Anzahl eocäner Säugethiere bekannt. Die geologische Entwickelung

vollzog sich daselbst während der ganzen Tertiärzeit viel ungestörter

als in Europa, und die daselbst in den einzelnen Epochen neu

auftretenden Säugethiergattungen scheinen grossentheils die direkten

Nachkömmlinge von Formen aus den älteren Epochen Nordamerikas zu sein,

von denen ja wohl auch eine grosse Anzahl europäischer Formen abstammen

dürfte. Die fossilen Reste der nordamerikanischen Tertiärsäugethiere

finden sich grösstentheils zu beiden Seiten der Felsengebirge in

ehemaligen Seebecken, an deren Ufern diese reichen Faunen einst lebten.

Einen überraschenden Formenreichthum liefert Nordamerika schon im

unteren (Puerco-) Eocän, aus welchem Cope gegen 90 Säugethierarten

aufzählt. Fast die einzigen Hufthiere daselbst sind Condylarthra

und zwar meist Periptychidae, die Fleischfresser sind Creodonta,

ausserdem giebt es hier Prosimiae und Tillodontia, und endlich, wie in

Europa, die letzten Vertreter der mesozoischen Multituberculata. Die

gewaltigsten der damaligen Säugethiere erreichen nur etwa Bärengrösse.

Bedeutend verändert ist diese Fauna zur Wasatch-Epoche; Condylarthra

sind noch zahlreich vorhanden, aber keine Periptychidae; die

dominirende Rolle unter den Hufthieren spielen Coryphodontia, manche

davon von Stiergrösse, die grössten Säugethiere jener Zeit; neben ihnen

treten die ersten noch kleinen und sehr primitiven Perissodactyla

(Hyracotherium) und Artiodactyla (Pantolestes) auf, sowie die ersten

Rodentia.

Im oberen (Bridger-) Eocän sind die bezeichnendsten Formen die

gewaltigen Dinocerata, grösser als die lebenden Nashörner; auch

Chalicotheriidae und Tapiridae sind hier sehr reich vertreten. Eine

Uebergangsperiode zum Oligocän ist die Uinta-Epoche.

Mit dem Beginn des White River-Oligocän verschwinden die Tillodontia

und Amblypoda; zu ausserordentlicher Blüthe kommen hier verschiedene

Familien der Perissodactyla, welche, im Gegensatze zu Europa, hier

noch sehr viel formenreicher sind als die Artiodactyla; letztere aber

zeichnen sich durch einen ausserordentlichen Individuenreichthum

aus. Die hervorragendsten Formen sind die mächtigen Brontotheriinae,

die fast Elephantengrösse erreichen; neben Hyracodontinae und

Palaeotheriinae treten zum ersten Male in noch sehr primitiven Formen

Rhinocerotidae auf. Von Artiodactyla erscheinen hier zuerst die für

Nordamerika so charakteristischen Oreodontidae und Camelidae, ferner

einige Tragulidae; auch die ersten Carnivora stellen sich hier ein,

Canidae und Felidae. Von europäischen Gattungen finden sich zu dieser

Zeit besonders Peratherium, Hyaenodon, Cynodictis, Entelodon, sowie

eine vereinzelte Art von Hyopotamus.

Im John Day-Miocän sind Creodonta und Brontotheriinae verschwunden;

es herrschen hier unter den Hufthieren die Oreodontidae und Equidae

(Anchitherium) vor, unter den Carnivora die Canidae und Nimravinae;

einzelne Suidae, Abkömmlinge europäischer Formen, stellen sich ein.

In der Ticholeptus- und Loup Fork-Epoche (Obermiocän und Pliocän)

erscheint zum ersten Male Hippotherium und Protohippus, beide ebenso

wie die Oreodontidae und Camelidae durch zahlreiche Arten vertreten;

Aphelops vertritt die Rhinocerotidae; als Einwanderer aus der alten

Welt stellt sich Mastodon ein, dazu Palaeomeryx (= Blastomeryx,

Stammform von Antilocapra).

In den Equus- und Megalonyx-beds (Oberpliocän und Diluvium) tritt Equus

in zahlreichen Arten zum ersten Male auf neben den letzten Camelidae;

zu dieser Zeit erscheinen zahlreiche Einwanderer aus den benachbarten

Regionen. Von der alten Welt kommen Ursus und verschiedene Mustelidae,

ferner Cervus, Bison und Elephas primigenius; von Südamerika eine

Anzahl riesiger Edentata und Hystricomorpha. Dafür sind Oreodontidae,

Rhinocerotidae und Hippotherium nicht mehr vorhanden.

Im späteren Diluvium verschwindet der grösste Theil dieser Fauna; die

Gattung Mastodon erhält sich bis kurz vor Anbruch der Neuzeit. Die

heutige Fauna von Nordamerika ähnelt in bemerkenswerthem Grade der

nordeuropäischen; sie enthält fast keine der für das nordamerikanische

Tertiär so bezeichnenden und so überaus reich entwickelten

Hufthiertypen mehr. Die Perissodactyla sind daselbst vollkommen

verschwunden, und mit Ausnahme von Dicotyles und Antilocapra sind die

nordamerikanischen Artiodactyla wohl sämmtlich altweltlichen Ursprungs.

Die ältesten Säugethiere, die bisher aus Südamerika bekannt wurden,

dürften miocänen, vielleicht oberoligocänen Alters sein; doch ist von

den älteren, besonders aus Patagonien stammenden Formen meist noch kaum

mehr als der Name bekannt. Uebrigens sind genauere Altersbestimmungen

der fossilen Säuger von Südamerika bisher nicht möglich.

Es sind höchst eigenartige, anderen Regionen vollkommen fremde Typen,

welche die Fauna von Südamerika bis etwa zum oberen Pliocän hinauf

allein zusammenzusetzen scheinen. Die merkwürdigen Toxodontia (incl.

Macrauchenia) sind die Vertreter der Hufthiere; neben ihnen stehen

eigenthümliche Rodentia, viele von ungeheurer Grösse, den Familien

der Caviidae und Chinchillidae verwandt; weitaus die bezeichnendsten

Formen sind aber die wunderbaren Edentata, riesenhafte Megatherien und

Glyptodonten nebst zahlreichen verwandten Formen; solche Geschöpfe

haben sich wohl bis ins Diluvium erhalten, seit dem oberen Pliocän

gemischt mit zahlreichen Einwanderern aus Nordamerika, die selbst

theilweise altweltlichen Ursprungs waren. Zu dieser Zeit etwa

erscheinen nämlich Mastodon, Tapirus, Equus, Dicotyles, Auchenia,

Cervus, dazu Ursus, Felis, Machairodus nebst manchen anderen

Fremdlingen in Südamerika. Heute sind die auffallendsten Formen der

überaus reichen Fauna aus den oberen Pampasablagerungen ausgestorben;

Toxodontia sind ganz verschwunden, von Edentata und Rodentia sind nur

noch zwerghafte Nachkommen erhalten; die lebenden südamerikanischen

Hufthiere, Auchenia, Tapirus, Dicotyles, Cervus sind sämmtlich

Nachkommen der fremden Einwanderer, ebenso die meisten Raubthiere und

vielleicht auch die Beutelthiere.

Tertiäre Säugethiere sind aus Australien nicht bekannt; doch mögen von

den zahlreichen, gewöhnlich als diluvial angesehenen Formen vielleicht

doch einige aus dem jüngsten Tertiär stammen. Die diluviale und die

mit ihr innig zusammenhängende recente Säugethierfauna von Australien

ist ausserordentlich scharf geschieden von der der übrigen Regionen.

Australien besitzt nur Marsupialia und Monotremata (abgesehen von

kosmopolitischen Gruppen kleiner Säuger wie Chiroptera und Muridae);

die Beutelthiere zeigen hier eine erstaunliche Formenmannigfaltigkeit,

während diese ganze Thiergruppe in der übrigen Welt unbekannt ist mit

Ausnahme von Didelphidae, die wiederum in Australien fehlen. Unter den

fossilen Beutlern giebt es eine grössere Anzahl gigantischer Formen,

Diprotodon, Nototherium, Halmaturus, Thylacoleo und andere, während die

lebenden durchgehends von nicht sehr bedeutender Grösse sind.

Nachstehender Stammbaum ist ein Versuch, die vermuthlichen

Verwandtschaftsbeziehungen der einzelnen Säugethiergruppen

übersichtlich darzustellen. Die einzelnen Gruppen sind in die Epoche

gestellt, in der sie zum ersten Male auftreten.

+-----+---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------+

| | Giraffinae Antilocapra |

| | | | |

| | | Cervinae | Ovinae Bovinae |

| N | Felinae Hyrax | | | +-----+----+ |

| e | | | +--------+-+ | | |

| o | Monotremata | ? Chiromys | | Cosoryx Antilopinae |

| g | | | ? Galeopithecus | Hippopotamidae | | | |

| e | | Hyaenidae | Machairodus Lemuridae | | | +------------+----+ |

| n | | | | | | | Proboscidea | | | |

| | | | Ursidae | | | | | | Dicotylinae +-------------+--+ |

| | | | | | | | | | | | | |

| | | Australische | | | | Edentata | | | | | Tragulus | |

| | | Marsupialia | | | | | Simiae | | Toxodontia | | | Hyaemoschus | Palaeomeryx |

| | | | | | | | | | | | | | | | | | | |

+-----+---|--|--------------|---------|----|-------|------------|----|-------------|-----|-----|--------|-------|--|------|--------|--------------|-------------------+

| | | | | | | | | | | +--+--+ | | | +-----+--+ | |

| | | | | | | | | | | | | | | | Prodremotherium |

| | | | | | | | | | | | | | | Suinae | | |

| | | | | | | | | | | | | | | | +---------------------+-----+ |

| O | | | Pinnipedia | | | Nimravinae | | | | | | +----+---+ | |

| l | | | | | | | | | | | | | | | Oreodontidae Gelocus |

| i | | | | | | | | | | | | | | | Xiphodontidae | | |

| g | | | | | | +---+---+ | | | | | | Hyotherium | | Camelidae | |

| o | | | | | | | | | | | | | | +----+-+ | | Caeno- |

| c | | | | Viverridae, | | | | | | | +----+--+ | | | therium |

| ä | | | | Procyonidae, | Cryptoproctinae | | | | | | Anoplotheriidae | | | | |

| n | | | | Mustelidae | | | | | | | | Entelodon | | | +--+--+ |

| | | | | | | | | | | | | | | | | | | |

| | | | | | Canidae | | | | | | Rhino- +-----+--+----+------+ | | |

| | | | | | | | | | | | | cerotidae | | Dichobunus |

| | | | | +------+-------+ | | | | | | Hyopotamidae | | |

| | | | | | | | | | | | | | | |

+-----+---|--|-------|-------------|----------------------------|----|-------------|--------|-----------|------|--------------------|----------------|--------|-------+

| | | | | | | | | | | | | | | |

| | | | | | | | | +-----+-----+ | | | | |

| | | | | | Chiroptera | | | | | Equidae | Achaenodon | | |

| | | | | | | | | | | | | | | | | |

| | | Didel- | | | | | | | Tapiridae | +---------+--+ | | |

| | | phidae | Hyaenodon- | | Rodentia | | | Adapidae | | | | | | |

| | | | | tidae | | | | | | | | | | Chalicotheriidae | Pantolestes | |

| | | | | | | | | | | | | | Dinocera- | | | | | | |

| | | | | | | | Tillotheriidae | | | | | tidae | +--+---------+ | +--+-----+ |

| E | | | | | | | | | | | | | | | | | | |

| o | | | | | | | | | | | | | | +--+---------+ +----+---------+ |

| c | | | | | | | | | | | | | | | | |

| ä | | | | | Miacidae | | | | Tarsiidae | | | | Hyracotheriidae Pantolestoidea |

| n | | | | | | | | | | | | | Sirenia | Coryphodontidae | | |

| | | | | Mesony- | | | Calamo- | +-+------+ | | | | Phenacodontidae | |

| | | | | chidae | Arctocy- | | dontidae | | | ? | | | | |

| | | | | | | onidae | +-----+------+ | +---+-----+ | | Pantolambdidae | | |

| | | | | | | | | | | | | | | +---+------+ |

| | | | | | | | | | | | | | +-----+-------+ |

| | | | | | | | | Esthonychidae +-------+--+ +---+-+--------------+ |

| | | | +--+--+ | | | Aganodontia | | |

| | | | +--------+----+ Insectivora | Hyopsodidae Periptychidae |

| | | | | +---+----+ Primates Ungulata |

| | | | Cetacea | | +-------+--------+ |

| | | | |? | | | |

| | | | +------------+--+------------+-----------------------------------+ |

| | | | | |

| | | | Proviverridae |

| | | Marsupialia Sarcotheria |

| | | | | |

| | | +-------------+--------+ |

+-----+---|--------------------|--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------+

| | | | |

| M z | | Multituberculata | |

| e o | | | | |

| s i | +--+--+ | |

| o c | | | |

| - u | +--------+--------+ |

| m | | |

| | Pantotheria (Prototheria) |

+-----+---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------+

Uebersicht über die geologische Verbreitung der wichtigeren Säugethiergruppen

in den verschiedenen Erdtheilen[M].

+-----------------+------+------+-------+-----+------+------+-------+-------+-----+--------+

| |Meso- |Unter-|Mittel-|Ober-|Oligo-|Mi- |Unter- |Ober- |Dilu-| Recent |

| |zoicum|eocän |eocän |eocän|cän |ocän |pliocän|pliocän|vium | |

+=================+======+======+=======+=====+======+======+=======+=======+=====+========+

|Monotremata | ... | ... | ... | ... | ... | ... | ... | ... | O | O |

|Pantotheria | E N | | | | | | | | | |

|Multituberculata | E N | E N | | | | | | | | |

|Marsupialia excl.| ... | ... | ... | ... | ... | ... | ... | ... | O | O |

|Didelphidae | ... | ... | ... | N | E N | E | ... | ... | S | N S |

|Cetacea | ... | ... | ... | --- | ---- | --- | ----- | ----- |---- | ----- |

|Sirenia | ... | ... | ... |? E N| E | E | E | E | N | + |

|Chiroptera | ... | ... | ... | N | E N | E N | E N | E N |E N S| + |

|Insectivora | ... | E | N | N | E N | E | E | E | EN |EAIN (S)|

|Creodonta | ? N | E N | E N | E N | E N | | | | | |

|Canidae | ... | ... | ... | ... | E N | E N | E N | E N S |E N S| + |

|Ursidae | ... | ... | ... | ... | ... | E | E | E N S |E N S|E I N S |

|Viverridae | ... | ... | ... | ... | E | E | E | E | ....|E I A |

|Mustelidae | ... | ... | ... | ... | E | E | E | E N S |E N S|EIANS |

|Hyaenidae | ... | ... | ... | ... | ... | ... | E | E | E |E I A |

|Cryptoproctinae | ... | ... | ... | ... | E N | N | ... | ... | ... | A |

|Nimravinae | ... | ... | ... | ... |(?E) N| N | | | | |

|Machairodinae | ... | ... | ... | ... | ... | E | E N | E N S |E N S| |

|Felinae | ... | ... | ... | ... | ... | E | E N | E N S |E N S|EAINS |

|Pinnipedia | ... | ... | ... | ... | ... |E N S | E N | E N |E N O| + |

|Tillodontia | ... | N | N | N | | | | | | |

|Sciuromorpha | ... | ... | N | N | E N | E N | E N | E N | E N |EIAN (S)|

|Hystricomorpha | ... | ... | ... | ... | E | ? S |(E N) S|(E N) S|(EN)S|(EIAN) S|

|Myomorpha | ... | ... | ... | ... | E N | E N | E N | E N | E NS| + |

|Lagomorpha | ... | ... | ... | ... | N | E N | E N | E N | E N |EIAN (S)|

|Edentata | ... | ... | ... | ... | ... | S |(E N) S| N S | N S |(A I) S |

|Prosimiae | ... | E N | E N | E N | E N | ... | ... | ... | ... | A I |

|Simiae | ... | ... | ... | ... | ... | E | E | E | S |E I A S |

|Periptychidae | ... | N | ? (E) | | | | | | | |

|Phenacodontidae | ... | N | N | | | | | | | |

|Hyracoidea | ... | ... | ... | ... | ... | ... | ... | ... | ... | E A |

|Toxodontia | ... | ... | ... | ... | ... | S | S | S | S | |

|Proboscidea | ... | ... | ... | ... | ... |E (N) | E N | E N S |E N S| A I |

|Amblypoda | ... | N | E N | N | | | | | | |

|Hyracotheriidae | ... | ... | E N | N | | | | | | |

|Tapiridae | ... | ... | N | E N | E N | E N | E N | E N | N S| I S |

|Rhinocerotidae | ... | ... | ... | ... | E N | E N | E N | E | E | I A |

|Chalicotheriidae | ... | ... | N | N | E N | E N | E I | I | I | |

|Equidae | ... | ... | ... | E N | E N | E N | E N | E N S |E N S| E A I |

|Pantolestidae | ... | ... | N | N | | | | | | |

|Caenotheriidae | ... | ... | ... | ... | E | (E) | | | | |

|Xiphodontidae | ... | ... | ... | ... | E | | | | | |

|Anoplotheriidae | ... | ... | ... | ... | E | | | | | |

|Hyopotamidae | ... | ... | ... | ... | E N |(E) N | | | | |

|Suidae | ... | ... | ... | ... |E (N) | E N | E N | E N |E N S| EAINS |

|Hippopotamidae | ... | ... | ... | ... | ... | ... | ? I | E I | I | A |

|Oreodontidae | ... | ... | ... | ... | N |N(? I)| N | | | |

|Camelidae | ... | ... | ... | ... | N | N | N | N I S | N S| I S |

|Tragulidae | ... | ... | ... | ... | E N | E N | E | I | ....| I A |

|Cervidae | ... | ... | ... | ... | ... |E (N) | E (N) | E N |E N S| EINS |

|Camelopardalinae | ... | ... | ... | ... | ... | ? I | E I | ... | ....| A |

|Bovidae | ... | ... | ... | ... | ... | E | E | E (N) |E (N)|EIA (N) |

+-----------------+------+------+-------+-----+------+------+-------+-------+-----+--------+

Fußnoten:

[M] E = Europa und Asien (incl. Afrika; nur für die Gegenwart ist die

Verbreitung in Indien = I und Afrika = A gesondert angegeben); N =

Nordamerika; S = Südamerika; O = Australien; + = kosmopolitisch.

Vergleichende Uebersicht der wichtigsten Fundorte von fossilen

Landsäugethieren.

+------------+--------------+------------------------------+------+---------+-------+

|Südamerika | Nordamerika | Europa mit Asien |Afrika| Indien |Austra-|

| |(incl. Mexico)| (excl. Indien u. China) | | |tralien|

+============+==============+==============================+======+=========+=======+

| | Höhlen und |DILUVIALE Sande, Kiese, Lehme,|Algier| | |

| | Torfmoore. |Löss; Süsswasserkalke von | |NARBADDA | |

| +--------------+Cannstatt etc.; Knochenhöhlen;| | | |

| |MEGALONYX-BEDS|Torfmoore. | | | |

| PAMPAS- |in den öst- +------------------------------+------+---------+-------+

| FORMATION |lichen Staaten|OBERPLIOCÄN: Forest-bed von | | | |

| in |und |Norfolk. | | | |

|Argentinien,|EQUUS-BEDS in |Tuffe von Perrier etc. (Auver-| | |Höhlen |

| Uruguay, |den westlichen|gne); Arnothal (Toskana). | | UNTERE | und |

| Bolivien, |Staaten (Ore- |Crag von Suffolk; Montpellier | | UND |jüngere|

| Brasilien, |gon, Texas, |und Perpignan; Casino | | OBERE |Ablage-|

| Ecuador |Mexico). |(Italien). | |SIWALIKS |rungen |

| +--------------+------------------------------+ |Südabhang| |

| | LOUP FORK- |UNTERPLIOCÄN: Concud (Spani- | | des | |

| | BEDS in |en); Mt. Lébéron (Vaucluse); | |Himalaya,| |

| | Nebraska, |Eppelsheim (Hessen); Bohnerze | | China, | |

| | Wyoming, |von Heudorf und Mösskirch | | Japan | |

| | Kansas, |z. Th. (Schwaben); Wiener | | | |

| | Neu-Mexico, |Becken; Baltavár (Ungarn); | | | |

| |Texas, Mexico.|Pikermi (Attika); Samos; Mar- | | | |

| | |ágha (Persien). | | | |

+------------+--------------+------------------------------+------+---------+-------+

|? | |OBERMIOCÄN: Monte Bamboli | | | |

| Paraná |TICHOLEPTUS- |(Toskana); Sansan und Simorre | | | |

| |BEDS in |(Gers); Sande von Orléans | | UNTERE | |

| |Nebraska, |und von Grive St. Alban | |SIWALIKS | |

| |Montana, |(Isère); Oeningen (Baden); | |Südabhang| |

| |Oregon. |Steinheim (Württemberg); Geor-| | des | |

| +--------------+gensgmünd und Günzburg | |Himalaya | |

| | |(Bayern); Braunkohlen von | | ↓ | |

| |JOHN DAY- |Göriach und Eibiswald (Steier-| | | |

| | BEDS in |mark); Leithakalk bei Wien). | | | |

| |Oregon, +------------------------------+ | | |

| |Washington. |UNTERMIOCÄN: St. Gérand le | | | |

| | |Puy (Allier); Issoir und Cour-| | | |

| | |non, (Puy de Dôme); Weissenau | | | |

| +--------------+-----------+ bei Mainz; | | | |

| | | | Haslach, | | | |

| | | | Eggingen, | | | |

| | | | Eselsberg, | | | |

| | | | Michelsberg bei | | | |

| | | | Ulm. | | | |

|? Patagonien| |Phosphorite+------------------+ | | |

| |WHITE RIVER- | von |OBEROLIGOCÄN: | | | |

| |BEDS in |Quercy, |Hempstead (Isle of| | | |

| |Dakota, |Caylux, |Wight); Sandsteine| | | |

| |Nebraska, |Mouillac |von Fontainebleau;| | | |

| |Wyoming, |(Süd- |Ronzon (Haute | | | |

| |Colorado, |frankreich)|Loire); Cadibona; | | | |

| |Assiniboia. | |(Piemont); | | | |

| | | |Flonheim(Hessen). | | | |

| | | +------------------+ | | |

| | | |UNTEROLIGOCÄN: | | | |

| | | |Hordwell | | | |

| | | |(Hampshire); | | | |

| +--------------+ |Bembridge(Isle of | | | |

| | | |Wight);Kalk von | | | |

| | | |Lamandine;Lignite | | | |

| | | |von Debruge | | | |

| |UINTA- oder | |(Vaucluse); Gyps | | | |

| |DIPLACODON- | |vom Montmartre | | | |

| |BEDS in Utah. | |(Paris); Beauchamp| | | |

| | | |(Paris); Bohnerze | | | |

| | | |von Frohnstetten | | | |

| | | |und Sigmaringen | | | |

| | | |(Württemberg), | | | |

| | | |Mauremont z. Th. | | | |

| | | |(Schweiz). | | | |

| +--------------+ |------------------+ | | |

| | | |OBEREOCÄN: | | | |

| |BRIDGER-BEDS | |Conglomerate von | | | |

| | in +-----------+Argenton (Indre) | | | |

| | Wyoming. |und Issel (Aude); Grobkalk von| | | |

| | |Paris; Bohnerze von Egerkingen| | | |

| | |z. Th. (Schweiz); Süsswasser- | | | |

| | |kalk von Buchsweiler (Elsass).| | | |

| +--------------+------------------------------+ | | |

| |WIND-RIVER | | | | |

| |und WASATCH- | MITTELEOCÄN: Londonthon; | | | |

| |BEDS in Neu- |Lignite von Soissons (Aisne). | | | |

| |Mexico und | | | | |

| | Wyoming. | | | | |

| +--------------+------------------------------+ | | |

| | PUERCO-BEDS |UNTEREOCÄN: Faune cernay- | | | |

| | in |sienne von La Fère (Aisne) und| | | |

| | Neu-Mexico. |Reims (Marne). | | | |

| +==============+==============================+======+=========+=======|

| |LARAMIE-KREIDE| | | | |

| | in | | | | |

| | Wyoming. | | | | |

| +--------------+------------------------------+------+---------+-------+

| |ATLANTO- |PURBECK von Dorsetshire. | | | |

| |SAURUS-BEDS |OOLITH von Stonesfield | | | |

| |von Wyoming. |(Oxfordshire). | | | |

| +--------------+------------------------------+------+---------+-------+

| |TRIAS von |BONEBED von Württemberg. |Basu- | | |

| |Nord-Carolina.| |toland| | |

+------------+--------------+------------------------------+------+---------+-------+

Vergleichende Uebersicht der tertiären und recenten Säugethierfaunen in

den vier Regionen.

+------------------------------------+-------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+--------------------------------+

| Südamerikanische Region | Nordamerikanische Region | Eurasiatische Region | Australische Region |

| | | | |

+====================================+=====================================+=======================================+===================================+================================+

|RECENT: Didelphys; Procyonidae, Ur-,|RECENT: Didelphys; Talpidae; Canidae,|RECENT: Insectivora; Canis, Ursus, | RECENT nur in Asien oder Afrika: | RECENT: Monotremata; |

| sus, Felis; Hystricomorpha; Eden- | Mustelidae, Procyon, Ursus, Felis;| Viverridae, Mustelidae, Felis; Hy- | Hyaena; Edentata; Prosimiae; | Marsupialia; Muridae; |

| tata; Platyrhinae; Tapirus; | Hystricidae, Castor; Dicotyles, | strix, Castor; Sus, Cervinae, Bovidae.| Catarhinae; Hyrax; Elephas; | Canis. |

| Dicotyles, Cervinae, Auchenia. | Cervinae,sehr wenige Bovidae (Bi- | Keine Marsupialia. | Tapirus, Rhinoceros, Equus; | |

| | son, Antilocapra). Keine Edentata, | | Hippopotamus, Tragulidae, | |

|Keine Prosimiae, Proboscidea, Bovi- | Primates, Perissodactyla. | | Camelopardalis. | |

| dae,fast keine Insectivora. +-------------------------------------+---------------------------------------+ +--------------------------------+

+------------------------------------+EQUUS- UND MEGALONYX-BEDS: * Didel- |DILUVIUM von Europa: Canis N, | | FOSSIL: Marsupialia (Dasyurus;|

|OBERE PAMPASFORMATION: * Canis, | phys; Talpidae E; * Canis E,* Ursus| Ursus N, Hyaena, Felis N, | | Halmaturidae; |

| * † Arctotherium, * † Machai- | E, * † Arctotherium, * Procyon, | † Machairodus N; † Elephas N; | | † Diprotodon; † Noto- |

| rodus;† Glyptodontidae, Dosypo- | * Mustelidae E, Felis E, † Macha- | † Rhinoceros, * † Elasmotherium, | | therium; Phascolomys; |

| didae,† Megatheriidae; Caviidae, | irodus E; * † Hydrochoerus, | Equus N; Sus, Cervinae, Bison | | † Thylacoleo). |

| Chinchillidae; Platyrhinae; | * † Amblyrhiza; * † Glyptodon, | N, Bos, † Ovibos N. | | |

| † Toxodontia; * † Mastodon; | * † Megatherium,* † Mylodon, +---------------------------------------+-----------------------------------+ |

| * † Hippidium, * † Equus; | * † Megalonyx; † Mastodon E |OBERPLIOCÄN: * Canis N, † Hyaenarctos, * Ursus N, Hyaena, Felis N, | |

| * Protauchenia, * Auchenia, | (americanus), *† Elephas primige- | Machairodus N, * Lepus N; Cynopithecidae; † Mastodon N (arvernensis), | |

| * Cervinae. | nius E, † Tapirus E, * † Equus | * Elephas N; Tapirus N, Rhinoceros, * Equus N; † Hippotherium N; | |

| | E; † Platygonus, Dicotyles, | Sus, * Hippopotamus, Cervus N, Antilopinae, Bovinae. | |

| | † Camelidae (Holomeniscus, Escha- | | |

| | tius), * Cervus E, * Bison E. | | |

| +-------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+ |

| |LOUP FORK-BEDS: Canidae, *Machairodus|UNTERPLIOCÄN: Hyaenarctos, Mustelidae, Ictitherium, * Hyaena, Machairodus | |

| | E; * Hystricidae; Palaeolagus; | N; Hystrix; Mesopithecus; † Dinotherium, Mastodon N, Rhinoceros, | |

| | * Edentata (Morotherium); Mastodon | Chalicotherium, * Hippotherium N; Sus, Cervus N, Giraffinae, | |

| | E; Tapiravus, † Rhinocerotidae | Antilopinae. | |

| | (Aphelops), † Hippotherium E; | | |

+------------------------------------+ † Protohippus, * † Hippidium; | | |

|ÄLTERE ABLAGERUNGEN: ? Procyonidae; | † Oreodontidae, Camelidae, | | |

| Hystricomorpha (Hydrochoerus, | † Blastomeryx, * † Cosoryx, | | |

| Lagostomus, Megamys); Glyptodon- | * Dicotyles. | | |

| tinae, Dasypodidae, Megatheriidae;+-------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+ |

| Toxodontia. |TICHOLEPTUS-BEDS: * Proboscidea |OBERMIOCÄN: † Amphicyon, * Ursidae (Hyaenarctos), * Felis N, | |

| | | E(Mastodon proavus); † Anchithe- | * Machairodus N; * Simiidae (Dryopithecus, Pliopithecus); * Proboscidea | |

| | | rium E, * Equinae (Hippotherium E, | (Dinotherium, Mastodon N); * Tapirus N, Aceratherium N, * Rhinoceros, | |

| | | Protohippus); * Dicotyles, Oreodon-| Chalicotherium, * † Anchitherium N; † Cebochoerus, † Hyotherium, | |

| | | tidae (5 Gattungen), * Protolabis, | * Sus, * Listriodon, * Hyaemoschus, Palaeomeryx N (gehörnt), * Cervus N, | |

| | | * Blastomeryx (= Palaeomeryx E). | * Bovidae (Antilope). | |

| | +-------------------------------------+ | |

| | |JOHN DAY-BEDS: Canidae (Temnocyon | | |

| | | vgl. Cynodictis E, u. a.),† Cry- | | |

| | | ptoproctinae (Archaelurus E, Dini- +---------------------------------------------------------------------------+ |

| | | ctis), † Nimravinae (Pogonodon, |UNTERMIOCÄN: † Peratherium N; Talpa; * Amphicyon, Cephalogale, Amphictis; | |

| | | Hoplophoneus); Castor E, * Lepus E;| † Theridomys, * Castoridae N (Steneofiber), * Lagomyidae (Titanomys); | |

| | | Diceratherium, * Anchitherium E, | † Protapirus, Aceratherium N, Chalicotherium; † Caenotherium, | |

| | | Anchippus; † Entelodon E, Bothro- | † Anthracotherium, Hyotherium N, * Cervidae (Palaeomeryx, | |

| | | labis, Merycochoerus, Eucrotaphus, | hornlos). | |

| ? | Gomphotherium, † Tragulidae. | | |

| | +-------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+ |

| | |WHITE RIVER-BEDS: * Peratherium E; |OBEROLIGOCÄN: Peratherium N; † Creodonta (Hyaenodon N); Cynodon N, | |

| | | † Creodonta (Hyaenodon E); † | Mustelidae, * Aelurogale N; † Pseudosciurus, Theridomys, † Archae- | |

| | | Ictopsidae; * Carnivora (Amphicyon | omys,* Cricetodon; * Rhinocerotidae (Ronzotherium N), † Palaeotherium, | |

| | | = ? Cynodictis E, Dinictis, Hoplo- | † Paloplotherium; Caenotherium, Anthracotherium, † Hyopotamus N, | |

| | | phoneus); † Prosimiae; *Castor E, | † Entelodon N, * Hyotherium N, * Ruminantia (Gelocus, Prodremotherium). | |

| | | * Sciurus E, * Muridae, * Palaeo- | | |

| | | lagus; *Tapiravus, * † Hyracodon, | | |

| | | † Amynodon, * Caenopus E, | | |

| | | *† Menodus, † Symborodon, Me- +---------------------------------------------------------------------------+ |

| | | schippus; Hypotamus E, *Entelodon |UNTEROLIGOCÄN: * Peratherium N; Insectivora; Chiroptera; Cynohyaenodon, | |

| | | E, *Suidae (? Hyotherium E), Agrio-| Hyaenodon N, Pterodon; * Carnivora (Cynodictis N, Viverra); * Rodentia | |

| | | choerus, Oreodon, Merycochoerus, | (Plesiarctomys N, Pseudosciurus, Sciurus, Theridomys); † Prosimiae | |

| ↓ | * † Poibrotherium, Leptomeryx. | (Adapis, Necrolemur); † Lophiodon, † Pachynolophus, * Palaeotherium, | |

| +-------------------------------------+ * Paloplotherium, Anchilophus; * Artiodactyla (Dichobunus, Caenotherium, | |

| |UINTA-BEDS: † Mesonyx; † Plesi- | Cebochoerus, Choeropotamus, Xiphodon, Anoplotherium). | |

| | arctomys; † Hyrachyus, Amynodon, | | |

| | * † Diplacodon, Epihippus; | | |

| | * Oreodontidae (Protoreodon), | | |

| | * Camelidae (Leptotragulus). | | |

| +-------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+ |

| |BRIDGER-BEDS: Chiroptera; Ictopsidae;|OBEREOCÄN: Creodonta; Prosimiae; Perissodactyla (* Lophiodon, | |

| | Creodonta; † Tillodontia; Plesi- | * Pachynolophus, Hyrachyus N). | |

| | arctomys E; Prosimiae; * † Dino- | | |

| | cerata; Helaletes,† Hyracotheri- | | |

| | um E, * Hyrachyus E, * Amynodon, | | |

| | * † Palaeosyops; * † Achaeno- | | |

| | don, † Pantolestes. | | |

| |+------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+ |

| |WASATCH-BEDS: Ictopsidae; * Mesonyx, |MITTELEOCÄN: Creodonta (Palaeonictis); * † Coryphodon N; | |

+-----------------------------------+| Stipolophus, Oxyaena E, Didymictis;| * Perissodactyla (Hyracotherium N). | |

|Anmerkung. Ein vor einem || Esthonyx, Calamodon; * Rodentia | | |

|Namen stehendes * oder † bedeu- || (Plesiarctomys E; Hyopsodus, Pely- | | |

|tet, dass diese Formen während der || codus, Anaptomorphus; † Phenaco- | | |

|betreffenden Epoche zum ersten Male|| dus; * † Coryphodontidae E; | | |

|(*) oder zum letzten Male (†) in || * Perissodactyla (Systemodon, | | |

|der gleichen Region auftreten. || Hyracotherium E, Ectocyon); | | |

| || * Artiodactyla (Pantolestes). | | |

|Ein hinter einem Gattungsnamen |+-------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+ |

|stehendes e. bez. N bedeutet, dass ||PUERCO-BEDS: † Multituberculata |UNTEREOCÄN: † Multituberculata (Neoplagiaulax N, Liotomus); Adapisorex; | |

|die gleiche oder eine kaum davon zu|| (Ptilodus, Neoplagiaulax E, Poly- | Arctocyon; Plesiadapis. | |

|trennende Gattung auch in Europa || mastodon); Psittacotherium; Creo- | | |

|(E), bez. Nordamerika (N) bekannt || donta (Mioclaenus, Chriacus, Delta-| | |

|ist [nicht für Südamerika und nicht|| therium, Didymictis); Prosimiae; | | |

|für recente Formen angewendet]. || † Periptychidae (Haploconus, | | |

| || Periptychus), * Phenacodontidae | | |

|Fett gedruckt sind die Namen || († Protogonia); * Amblypoda († | | |

|von Gattungen, welche ganz beson- || Pantolambda). | | |

|ders bezeichnend und häufig sind || | | |

|während der betreffenden Epoche. || | | |

| || | | |

+-----------------------------------++-------------------------------------+---------------------------------------------------------------------------+--------------------------------+

Berichtigungen und Druckfehler.

S. 36 Z. 11 v. u. statt Fig. 22 G, m lies: »Fig. 23 G, m«.

S. 37 Z. 9 v. o. statt Fig. 23 d lies: »Fig. 22 d«.

S. 53 Z. 1 v. u. statt gothlandicum lies: »Gothlandicum«.

S. 83 Z. 16 v. o. statt eifeliensis lies: »Eifeliensis«.

S. 104 Z. 18 v. o. statt europaeum lies: »Europaeum«.

S. 126 Z. 21 v. o. statt Gf. lies: »Schl. sp.«.

S. 136 Z. 4 v. u. statt vorn lies: »hinten«.

S. 142 Fig. 142 Z. 1 v. o. statt Ophioceramis lies: »Ophiocten« und

statt ferruginea lies: »ferrugineum«.

S. 144 Z. 22 v. o. und Z. 5 v. u. statt Ophioceramis lies: »Ophiocten«.

S. 144 Z. 7 v. u. statt ferruginea lies: »ferrugineum«.

S. 145 Fig. 147 Z. 1 v. o. statt Ophioceramis lies: »Ophiocten« und

statt ferruginea lies: »ferrugineum«.

S. 265. Fam. Unionidae. Das Schloss und die Schalenverzierungen

mancher Arten dieser Familie zeigen so grosse Uebereinstimmung mit

den entsprechenden Bildungen von Trigonia, dass man die Unionidae mit

Neumayr als Trigonien betrachten muss, welche durch Anpassung an den

Aufenthalt im Süsswasser die unterscheidenden Merkmale (Reduction des

Schlosses, Ausdehnung des Ligamentes nach vorn etc.) erlangt haben.

Diese Umwandlung der Trigonien zu Unionen scheint aber nicht nur

einmal, sondern zu wiederholten Malen und bei verschiedenen Gruppen

der Trigonien Platz gegriffen zu haben, da sich nach der Gestalt

und Verzierung der Schale gewisse Unionen auf bestimmte Gruppen von

Trigonien zurückführen lassen.

S. 281 Z. 16 v. u. statt Ldb. lies: »Sdb.«.

S. 289 Z. 8 v. u. statt Jura lies: »Trias«.

S. 289. Pl. intusstriata Emmr. Rhät. Nord- und Südalpen.

S. 356 Z. 7 v. u. statt gebogen lies: »gebogenen«.

S. 356 Z. 6 v. u. statt Rückseite lies: »Rückenseite«.

S. 363 Z. 1 v. u. statt der nun lies: »der einzelnen, nun«.

S. 364 Z. 6 v. o. statt Seltener lies: »Selten«.

S. 366 Z. 4 v. o. statt 432 lies: »423«.

S. 366 Z. 2 v. u. statt Nahtumschlage lies: »Septalumschlage«.

S. 385 Z. 17 v. u. statt Hohlkiel lies: »Hohlkiel (Septalkiel)«.

S. 385 Z. 20 v. u. statt voll lies: »voll (Schalenkiel)«.

S. 388 Z. 14 v. u. statt 467 lies: »468«.

S. 388 Z. 11 v. u. statt 468 lies: »467«.

S. 391 Z. 23 v. o. statt Aussensattel lies: »Aussenlobus«.

S. 393 Z. 2 v. o. statt sind lies: »ist«.

S. 412 Z. 10 v. u. statt Mittelsattel lies: »Mittel- bez. Aussensattel«.

S. 416 Z. 2 v. o. statt (Fig. 502) lies: »--«.

S. 423 Z. 5 v. u. statt B. lies: »B. (Ptychoceras)«.

S. 429 Z. 9 v. u. statt oft lies: »erst«.

S. 430 Z. 4 v. o. statt 521 lies: »520«.

S. 430 Z. 9 v. o. statt 522 lies: »521«.

S. 448 Z. 6 v. o. statt Neum. lies: »d’Orb.«.

S. 455 Z. 2 v. u. statt Octopodidae lies: »Octopidae«.

S. 459 Z. 6 v. o. statt Octopoden lies: »Octopidae«.

S. 463 Z. 3 v. u. statt 556 lies: »556 B, C«.

S. 509 Z. 16 v. o. statt Cyprina lies: »Cypris«.

Zu S. 517 u. ff. Eine strenge Trennung der »Chordascheide« von

den »Wirbelbögen« ist besonders bei höheren Wirbelthieren nicht

durchzuführen. Die Definition von »Wirbelcentrum« würde daher besser

dahin lauten, dass darunter alle diejenigen central gelegenen Theile

des Wirbelkörpers zu verstehen sind, welche selbständig und nicht von

den Bogentheilen aus ossificiren.

S. 530. Zwischen Z. 10 u. 11 v. u. ist als Ueberschrift einzufügen:

»Hautgebilde der Fische«.

S. 617 Z. 18 v. u. Bei den primitivsten Formen ist das proximale

Rippenende sehr verbreitert, aber nicht oder nur undeutlich getheilt.

S. 633 Z. 13 v. o. statt eine Form lies: »zwei verschiedene Formen«.

S. 645 Z. 13 v. o. statt Nordamerika lies: »Nord- und Südamerika«.

S. 651 Z. 2 v. o. Nach »Kreide« füge ein: »(Pteranodon-beds)«.

S. 655 Z. 12 v. o. statt Jura und Kreide lies: »dem Jura«.

S. 671 Z. 8 v. u. Vor »Einzige« füge ein: »Den lebenden Pinguinen sehr

ähnlich«.

S. 730 Z. 10 v. u. füge bei: »Puerco- bis Wasatch-Eocän«.

S. 774 Z. 10 v. o. statt G. velaunum lies: »R. velaunum«.

S. 792 Z. 8 v. o. lies: »Anthracotheriidae = Hyopotamidae«.

S. 795 Fig. 1007 lies: »Obere Backzähne der rechten Seite«.

Elemente der Paläontologie · 第 547 / 606 题