Die oberen M (Fig. 912) sind fast ganz tetragonodont, der d-Höcker
ist mehr oder weniger gut entwickelt; regelmässig finden sich
Zwischenhöcker zwischen den Haupthöckern. Die primitiveren Formen haben
P mit nur einem Aussenhöcker, bei den fortgeschritteneren haben mehrere
derselben zwei Aussenhöcker. Der Astragalus zeigt schon das proximale
Gelenk rollenförmig entwickelt. In dieser Familie finden sich die
fünfzehigen, bereits digitigraden Vorläufer der Perissodactyla.
Unteres, besonders aber mittleres Eocän von Nordamerika (Puerco und
Wasatch).
[Illustration: Fig. 911. Phenacodus Wortmanni Cope. Wasatch-Eocän von
Big Horn Basin in Wyoming.]
Protogonia Cope (Fig. 912). Oberer P₄ besitzt nur einen Aussenhöcker.
Puerco-Eocän von Neu-Mexico; es sind die einzigen Formen aus dieser
Periode mit tetragonodontem Gebiss und die primitivsten Formen der
Familie.
P. puercensis Cope (Fig. 912). Puerco von Neu-Mexico.
[Illustration: Fig. 912. Protogonia puercensis Cope. Puerco-Eocän von
Neu-Mexico. Oberkieferbezahnung.]
Phenacodus Cope (Fig. 907 A, 908, 911, 913). Gebiss ohne grössere
Lücke. C mässig; oberer P₄ mit zwei Aussenhöckern. Obere M
tetragonodont mit vier Haupthöckern und zwei Zwischenhöckern. Unterer
M₃ mit deutlichem dritten Lobus. Mehrere Arten sind beschrieben aus dem
Wasatch-Eocän von Nordamerika.
Von Ph. primaevus Cope (Fig. 907, 908, 913) und Ph. Wortmanni
Cope (Fig. 911) aus dem Wasatch von Wyoming (und Neu-Mexico) sind
vollständige Skelete bekannt. Die grössten Arten hatten etwa
Tapirgrösse. Die Gattungen Phenacodus und Protogonia gehören
jedenfalls in die Ahnenreihe des Pferdes.
[Illustration: Fig. 913. Phenacodus primaevus Cope. Wasatch-Eocän von
Wyoming. A obere Backzähne. B untere Backzähne.]