Dies sind Formen, welche den echten Rodentia am nächsten stehen;
im Ober- und Unterkiefer hat sich ein J (unten J₂) sehr bedeutend
vergrössert (Fig. 886), ist wurzellos und meiselförmig (Nagezahn), da
er nur auf der Vorderseite Schmelz trägt, während die benachbarten
Zähne sehr stark reducirt sind; mit Ausnahme der J findet sich an allen
Zähnen vollständige Schmelzbedeckung. Bridger-Eocän von Nordamerika.
[Illustration: Fig. 886. Tillotherium fodiens Marsh. Bridger-Eocän von
Wyoming. Schädel.]
Der merkwürdige in Madagaskar lebende Chiromys madagascariensis, der
nach seinem übrigen Bau den Prosimiae anzureihen ist, besitzt ein
Gebiss, welches dem der Tillotheriidae entspricht.
Tillotherium Marsh (Fig. 886). Zahnformel (2 · 1 · 3 · 3)/(2 · 1 · 2 ·
3). Zwischen dem sehr vergrösserten Nagezahn und der aus fünf Zähnen
bestehenden geschlossenen Backzahnreihe finden sich oben drei, unten
zwei durch Lücken von einander getrennte rudimentäre Zähnchen. Oberes
Eocän von Nordamerika.
T. fodiens Marsh (Fig. 886), etwa von Schafgrösse, aus dem
Bridger-Eocän von Wyoming.