3. Fam. Hyaenodontidae.

Schliessen sich nahe an die Mesonychidae; die M sind zu mehr oder

weniger verlängerten Klingen mit schneidendem Rande ausgebildet (Fig.

869); der obere M₃ fehlt oder ist rudimentär. Mitunter weniger als drei

J. Eocän und Oligocän von Europa und Nordamerika.

[Illustration: Fig. 869. Hyaenodon leptorhynchus Laizer et Parieu.

Phosphorite von Mouillac. A Oberkiefer von der Kaufläche. Oligocän. B

Unterkiefer von aussen.]

[Illustration: Fig. 870. Hyaenodon sp. Phosphorite von Quercy. Letzter

unterer Molar von innen.]

Hyaenodon Laizer et Parieu (Fig. 869 u. 870). Zahnformel (3 · 1 · 4 ·

2)/(3 · 1 · 4 · 3). Die M bilden schmale lange Klingen; oben und unten

ist der letzte sehr verlängert; an dem oberen fehlt der Innenhöcker

b, ebenso an dem unteren β’ und der hintere Anhang γ. Oben und unten

ist der M₁ auffallend klein und stets viel stärker abgenutzt als die

benachbarten Zähne; Schädel fuchsähnlich; die Füsse sind plantigrad und

wenigstens vorne fünfzehig, die Endphalangen tief gespalten.

Aus Europa sind etwa ein Dutzend oligocäne Arten bekannt; manche sind

grösser als der Wolf; hier ist es der häufigste aller Creodonta; einige

Arten finden sich auch im White River-Oligocän von Nordamerika.

H. Heberti Filh. Die grösste europäische Art. Phosphorite von

Quercy, Oligocän von Débruge, schwäbische Bohnerze.

H. leptorhynchus Laizer et Parieu (Fig. 869). Quercy, Ronzon,

Frohnstetten.

H. vulpinus Filh. Sehr häufig in den Phosphoriten von Quercy.

H. horridus Leidy, von Bärengrösse. White River-Oligocän von

Nebraska.

Pterodon Blainv. (Fig 871). Zahnformel (2 · 3 · 1 · 4 · 3)/(2 · 3 ·

1 · 3(4) · 3); P₄ sehr dick; M bilden dicke Klingen, der obere M₃

ist sehr klein und quergestellt; oben ist der Innenhöcker, unten der

hintere Anhang an den M wohl entwickelt. Wenige Arten sind bekannt

aus dem europäischen Oligocän. Sie ähnelten wohl den Hyänen in ihrer

Lebensweise, da die Zähne sehr dick sind und auffallend stark abgenutzt

wurden.

P. dasyuroides Gerv. (Fig. 871). Oligocän. Pariser Gyps, Débruge,

Quercy, Frohnstetten und Egerkingen, Isle of Wight.

Oxyaena Cope. Zahnformel (2-3 · 1 · 4 · 2)/(0 · 1· 4 · 2); M mit

kleinem β’-Höcker; sonst Pterodon sehr ähnlich. Wasatch-Eocän von

Nordamerika, Oligocän von Frankreich.

O. forcipata Cope. Wasatch-Eocän von Wyoming.

Protopsalis tigrinus Cope ist der grösste Creodonte des

amerikanischen Bridger-Eocän.

[Illustration: Fig. 871. Pterodon dasyuroides Gerv. Oligocän. Lignite

von Débruge (Vaucluse). A obere Backzähne von der Kaufläche. B untere

Backzähne von aussen.]

Elemente der Paläontologie · 第 468 / 606 题