C und M zweiwurzelig, letztere mit hoher Krone. Untere M mit einer
Aussen- und zwei bis drei Innenspitzen, obere mit zwei Aussen- und
einer Innenspitze (trituberculär). Zahnformel 3-4 · 1 · 3-4 · 6-8. Jura
und Kreide.
Amblotherium Owen (= Stylodon Owen). Zähne ähneln sehr denen von
Chrysochloris (Insectivora). Europa.
A. soricinus Owen, pusillus Owen. Purbeck von Dorsetshire.
[Illustration: Fig. 848. Dryolestes priscus Marsh. Jura der
Felsengebirge. Linker Unterkiefer von aussen.]
[Illustration: Fig. 849. Kurtodon pusillus Owen. Purbeck-beds von
Dorsetshire. A Oberkiefergebiss von der Innenseite. B Ansicht der
Kaufläche der letzten Molaren. ³⁄₁.]
Dryolestes Marsh (Fig. 848) ist sehr ähnlich. Jura und Kreide von
Nordamerika.
D. priscus Marsh (Fig. 848). Oberer Jura der Felsengebirge.
D. tenax Marsh. Laramie-Kreide von Wyoming.
Kurtodon Osborn (Fig. 849). Kaufläche der dreikantigen oberen M nahezu
glatt; sonst Amblotherium ähnlich. Europa.
K. pusillus Owen (Fig. 849). Purbeck von England.
? 3. Ordnung Multituberculata.
Diese auf die Secundärzeit und das älteste Eocän beschränkte Ordnung
wird meist den Beutelthieren zugerechnet, da der Unterkieferwinkel
eine Einwärtsbiegung zeigt und der letzte Prämolar der Plagiaulacidae
an den von Hypsiprymnus erinnert. So lange jedoch, wie bisher,
nichts weiter von diesen seltsamen Formen vorliegt als das Gebiss
und wenige Skeletfragmente, dürfte es angemessener sein, sie noch
als gesonderte Gruppe zu betrachten und ebenfalls ihrem geologischen
Alter entsprechend neben die primitivsten Säuger zu stellen. Für die
Secundärzeit stellen sie einen auffallend stark specialisirten Typus
vor. Gebiss meist sehr reducirt, stets weniger als 44 Zähne. Im Ober-
und Unterkiefer ist ein J stark verlängert (Fig. 851 u. 853) und
nagezahnartig; im Unterkiefer fehlen weitere J und C ganz. Die M mit
zwei oder drei Längsreihen von Höckern, die durch eine (Fig. 850) oder
zwei (Fig. 852) Furchen von einander getrennt sind; die P zeigen nur
wenige Höcker (Fig. 850), oder sie sind stark comprimirt und bilden
eine scharfe Schneide (Fig. 853). Darnach lassen sich zwei Familien
unterscheiden:
1. P mit Höckern versehen. 1. Fam. Bolodontidae.
2. P zu einer Schneide comprimirt. 2. Fam. Plagiaulacidae.