Diese erst vor kurzem entdeckten Reptilien gehören zu den
abenteuerlichsten und riesigsten Formen unter den Dinosauria.
Am Scheitel tritt ein Paar gewaltiger Hornzapfen auf, die denen
der Rinder ausserordentlich ähneln und wahrscheinlich von einer
Hornscheide bedeckt gewesen waren. Wirbelsäule und Gliedmassen denen
von Stegosaurus ähnlich. Reich entwickelt in der obersten Kreide von
Nordamerika (Laramie-Epoche), scheinen sie auch in der Gosauformation
von Oesterreich vorzukommen.
Triceratops Marsh. Ausser den paarigen Scheitelhörnern findet sich
ein unpaares Horn auf den verwachsenen Nasalia, sowie eine mächtig
entwickelte querstehende Occipitalcrista. Ein Hornschnabel bedeckte
offenbar die Spitze der Kiefer; dieselbe besteht oben aus den
verwachsenen, zahnlosen, comprimirten Praemaxillaria, vor denen sich
noch ein besonderes »Os rostrale« entwickelt, unten aus dem kräftigen
Praedentale. Laramie-Epoche.
T. horridus Marsh. Occipitalcrista sehr gross, nach hinten, aussen
und unten gezogen, bedeckt helmförmig den Nacken. Schädel wenigstens
2 m lang. Laramie-Epoche von Wyoming.
T. flabellatus Marsh. Occipitalcrista erstreckt sich nach oben und
hinten und gleicht einem offenen Fächer, dessen Rand eine Reihe von
Stacheln trug. Schädel 6 Fuss lang, 4 Fuss breit, Hornzapfen etwa 3
Fuss hoch. Ebenda.
B. Ornithopoda.