8. Ordnung Crocodilia.

Litteratur über Crocodilia.

Deslongchamps, E. Notes paléontologiques. Caen et Paris 1863-1869.

---- Le Jura Normand. Monographie IV. Paris et Caen 1878.

Dollo, M. L. Première Note sur les Crocodiliens de Bernissart. Bull.

d’Hist. nat. de Belg. II. 1883.

Fraas, O. Aëtosaurus ferratus Fr. Die gepanzerte Vogelechse etc.

Stuttgart 1877.

Huxley, T. H. On Staganolepis Robertsonii and on the Evolution of the

Crocodilia. Quart. Journ. Geol. Soc. London 1875.

Koken, E. Die Dinosaurier, Crocodiliden und Sauropterygier des

norddeutschen Wealden. Palaeontol. Abh. III. 1886/87.

Meyer, H. v. Reptilien aus dem Stubensandstein des oberen Keupers.

Palaeontographica VII. 1861.

---- Der Schädel des Belodon etc. Ibid. X. 1863.

Die Panzerechsen oder Krokodilier sind mit knöchernen Hautplatten,

kurzem Halse, langem Schwanze und kurzen Gehfüssen versehene Reptilien

von meist bedeutender Grösse, deren älteste, triasische Formen noch

nahe Beziehungen zu den Rhynchocephala zeigen, andererseits von den

primitiveren Dinosauria kaum zu trennen sind.

Wirbel ursprünglich biconcav, später meist procöl, mit den oberen

Bögen nicht verwachsen; Sternum knorpelig. Die beiden Sacralwirbel

nicht verschmolzen; der lange Schwanz mit unteren Bögen. Rippen

zweiköpfig, an den mittleren Rumpfwirbeln von einem staffelförmigen

langen Querfortsätze getragen; die beweglichen Halsrippen beilförmig

verbreitert. Beide Schläfenbögen vorhanden, manchmal ist die

obere oder die untere Schläfenhöhle überdacht. Kiefer meist sehr

verlängert. Quadratum unbeweglich. Scleroticalring und Scheitelloch

fehlen. Unterkiefer mit einem Durchbruch. Am Schultergürtel ist ein

Episternum vorhanden, während die Clavicula meist fehlt. Scapula und

Coracoid wohlentwickelt. Beckenknochen nicht verwachsen; Sitz- und

Schambeine schmal mit weitem Foramen obturatorium. Pubis nach vorn und

innen gerichtet. Ileum plattenförmig, nach vorn und hinten von der

Gelenkgrube etwas verlängert. Die Füsse sind Gehfüsse, die hinteren

etwas länger; Calcaneus mit starkem hinteren Fortsatze. Phalangenzahl

ist 2, 3, 4, 4, 3.

[Illustration: Fig. 800. Ventrale Panzerplatte von Teleosaurus.]

Bauchrippen in geringer Zahl vorhanden; der Panzer besteht mindestens

aus zwei Reihen von Dorsalplatten, meist ist er viel vollständiger.

Die Panzerplatten (Fig. 800), sowie die Oberseite des Schädels sind

fast stets tief skulptirt. Zähne nur auf den Kieferrändern, einzeln

in Alveolen, oft gefurcht, mitunter zweischneidig (Fig. 806 u.

807). Krokodile sind seit der Trias bekannt und gegenwärtig noch

in den Tropen verbreitet. Die mesozoischen Formen waren zum Theil

Meeresbewohner, die tertiären und recenten leben in süssem Wasser.

Es lassen sich zwei Unterordnungen annehmen:

1. Choanen (innere Nasenöffnungen) münden in der vorderen Hälfte des

Munddaches. 1. Unterordnung Parasuchia.

2. Choanen münden in der hinteren Hälfte des Munddaches.

2. Unterordnung Eusuchia.

Elemente der Paläontologie · 第 391 / 606 题