Rhamphorhynchus H. v. Meyer (Fig. 797 B u. 798) mit zahnloser
verlängerter Spitze des Ober- und Unterkiefers, die wahrscheinlich eine
Hornscheide trug. Zähne lang, dolchförmig, nach vorn gerichtet. Flügel
sehr lang und schmal. Ischium und Ileum verwachsen. An einer Art wurde
von Marsh ein verticales rhombisches Segel nahe dem Ende des langen
Schwanzes nachgewiesen, das durch die oberen und unteren Dornfortsätze
von 16 Wirbeln gestützt war. Hauptfundort dieser Formen ist der
lithographische Schiefer (Malm) von Bayern.
Rh. Münsteri Goldf. und Rh. Gemmingi H. v. Meyer (Fig. 798).
Lithographischer Schiefer von Eichstätt.
In der Gattung Ornithochirus Seel. werden eine Anzahl unvollständig
bekannter Pterosauria aus der englischen Kreide vereinigt.
[Illustration: Fig. 798. Rhamphorhynchus Gemmingi H. v. M.
Lithographischer Schiefer von Solnhofen. Schädel von der Seite. A =
Augenhöhle mit Scleroticalring; L = Thränenhöhle; N = Nasenhöhle.]