1. Unterordnung Pelycosauria.

Die biconcaven Wirbel sind noch von der Chorda durchbohrt. Zwei

bis drei Sacralwirbel; gewöhnlich sind Intercentra entwickelt, an

welchen dann das Capitulum der Rippen articulirt. Zwischenkiefer und

Unterkieferäste meist nicht verwachsen. Zähne wohl entwickelt, manche

Formen zeigen sie noch haufenweise angeordnet auf dem Vomer (Fig. 763)

und Palatinum. Meist ist am Oberkiefer (Fig. 762) ein verlängerter Zahn

(Eckzahn -- c) vorhanden, der die i = Schneidezähne; m = Backzähne.

vorderen Zähne (Schneidezähne -- i) von den hinteren (Backzähne -- m)

trennt.

[Illustration: Fig. 762. Galesaurus planiceps Owen. Stormberg-beds

der Trias von Südafrika. Schädel von der Seite. A = Augenhöhle; N =

Nasenhöhle; S = Schläfenhöhle; f = Frontale; fa = Praefrontale; im =

Intermaxillare; j = Jugale; mx = Maxillare; n = Nasale; p = Parietale;

c = Eckzahn;]

Unter allen Reptilien sind die Pelycosauria diejenigen, welche den

Mammalia am nächsten stehen, so dass Cope in ihnen die Vorfahren der

Säugethiere sieht. Das Quadratum, das in Schneide-, Eck- und Backzähne

differenzirte monophyodonte und thekodonte Gebiss, der Schultergürtel,

selbst die Gehörknöchelchen und die Rippengelenke zeigen eine unter

den übrigen Reptilien unbekannte Annäherung an die Säugethiere; ferner

erinnern das Becken, der Humerus und die Phalangenzahl, besonders auch

der ganze Bau der Hinterfüsse, an denen sogar die Anwesenheit eines

Spornes wahrscheinlich ist, durchaus an die entsprechenden Theile der

Monotremen, der niedersten Säugethiere. Andererseits stehen die

Pelycosauria auch in nahen Beziehungen zu den primitiveren

Rhynchocephala, so durch die Abwesenheit des Foramen obturatorium,

sowie durch das Vorkommen von Ringwirbeln, von kleinen Intercentra,

Bezahnung des Vomer etc.

Pelycosauria sind bisher aus dem Perm von Texas und der Trias von

Südafrika bekannt.

[Illustration: Fig. 763. Empedocles molaris Cope. Perm von Texas.

Schädel von unten. q = Gelenkfläche am Quadratum.]

Empedocles Cope (Fig. 763). Eine Reihe sehr breiter Backzähne mit

niederer Spitze in der Mitte der Zahnfläche. Eckzahn nicht verlängert;

mittlere Schneidezähne am grössten; der schmale Vomer trägt kleine

konische Zähnchen. Perm.

E. molaris Cope (Fig. 763). Perm von Texas.

Dimetrodon Cope (Fig. 764) besitzt Rückenwirbel, deren oberer

Dornfortsatz ausserordentlich verlängert ist. Perm.

Elemente der Paläontologie · 第 358 / 606 题