Ziemlich grosse Thiere von krokodilartiger Gestalt. Die Wirbel bestehen
aus folgenden nicht mit einander verwachsenden Knochenstücken: 1) obere
Bögen (Fig. 751 ob); 2) wenigstens ein Paar seitlicher Knochenstücke,
die Pleurocentra (p); 3) ein wohlentwickeltes Intercentrum (i), das am
Schwanz die unteren Dornfortsätze (Fig. 724 C, ub) trägt. Der Schwanz
ist lang, die Knochen des Schädeldaches und die Thoracalplatten sind
sehr stark sculptirt (Fig. 742). Ein Bauchpanzer (b) ist sehr wohl
entwickelt. Die langen Fangzähne zeigen einfache Radiärfalten (Fig. 742
B, C). Perm von Europa, Indien und Nordamerika.
[Illustration: Fig. 751. Archegosaurus Decheni Gf. Rothliegendes.
Lebach. Rumpfwirbel. = Intercentrum; p = Pleurocentra; o.b = oberer
Bogen mit Dornfortsatz (od); z, z’ = Gelenkfortsätze.]
Archegosaurus Gf. (Fig. 724, 742 u. 751). Von krokodilartiger Gestalt;
ein langer Ruderschwanz mit stark entwickelten oberen und unteren
Dornfortsätzen. Rippen sehr dick, wenig gebogen, ihr proximales Ende
verknöchert spät und ist wie das distale sehr stark verbreitert; sie
finden sich an allen Rumpfwirbeln und den vorderen Schwanzwirbeln. Der
Schädel ist dreiseitig, platt, die Schnauze ist um so mehr verlängert,
je älter die Thiere sind; Augen klein. Die Hinterhauptsregion
verknöchert sehr spät oder gar nicht; eine Lyra erscheint vielleicht
an ganz alten Exemplaren. Die mittlere Thoracalplatte (th.m) ist sehr
gross, rhombisch; Bauchpanzer (b) aus sehr zahlreichen, in bestimmten
Zügen angeordneten spindelförmigen Schüppchen bestehend; andere Theile
des Körpers sind von sehr dünnen rundlichen Schüppchen (sch) bedeckt.
Eine Reihe kleiner Zähne steht auf Praemaxillare und Maxillare, eine
Reihe grosser Fangzähne auf Vomer und Palatinum; letztere sind an
der Basis einfach gefaltet, daher äusserlich gestreift. Die Hand ist
vier-, der Fuss fünfzehig; im Alter sind einige Carpalia und Tarsalia
verknöchert. Bei jungen Thieren sind Kiemenbögen nachgewiesen. Perm von
Europa.
A. Decheni Gf. (Fig. 724, 742 u. 751) ist einer der am längsten und
am besten bekannten Stegocephalen; findet sich ziemlich häufig in den
Sphärosideritknollen des unteren Perm (Lebacher Schichten) im
Saarbrückischen, auch in Sachsen; erreicht eine Länge von 1-1½ Meter.
Actinodon Gaudry. Vomer mit je einem grösseren Zahn und zahlreichen
Körnelzähnchen. Perm von Frankreich.
A. Frossardi Gaudry. Schädel bis 18 cm lang. Perm von Autun.
Eryops Cope (Fig. 739 C u. 752) ist der grösste nordamerikanische
Stegocephale, sein Schädel wird 40-60 cm lang. Ohne deutliche
Schleimcanäle. Perm von Nordamerika.
E. megacephalus Cope (Fig. 752). Perm von Texas.
E. platypus Cope (Fig. 739 C). Kohle von Ohio.
[Illustration: Fig. 752. Eryops megacephalus Cope. Perm von Texas.
Schädel von der Seite.]